AR-Brille fürs Militär: Oculus-Gründer übernimmt Projekt von Microsoft
Die US-Armee plant, die Kontrolle über ihr 22 Milliarden Dollar teures AR-Headset-Projekt von Microsoft an das Startup Anduril zu übergeben. Von diesem Wechsel verspricht man sich neue Impulse für das Programm, das "Soldaten der Zukunft" erschaffen soll.
Der geplante Übergang zu Anduril, vorbehaltlich der Zustimmung des US-Verteidigungsministeriums, soll frische Impulse für das IVAS-Projekt bringen. Anduril soll künftig die Verantwortung für Produktion, Hardware- und Softwareentwicklung sowie Lieferfristen übernehmen. Microsoft, bisher federführend, ist wohlgemerkt nicht komplett raus, wird seine Rolle aber neu definieren und sich auf die Bereitstellung von Cloud-Diensten für das Programm konzentrieren.
Wie Reuters berichtet, bringt dieser Wechsel nicht nur neue technische Expertise, sondern eben auch eine interessante Verbindung zur VR-Welt mit sich. Palmer Luckey, Gründer von Anduril und zuvor bekannt durch das mittlerweile zu Meta gehörende Oculus VR, wird indessen eine Schlüsselrolle bei der Weiterentwicklung der militärischen AR-Technologie spielen.
Seine Erfahrung im VR-Bereich könnte sich als wertvoll für die Verbesserung der IVAS-Headsets erweisen - allerdings sind die Voraussetzungen und Bedürfnisse sehr speziell. Luckey hat allerdings ehrgeizige Pläne, wie er in einem Blogbeitrag schreibt, er träumt von "taktischen Heads-up-Displays, die Soldaten im Kampfeinsatz in Technomagier verwandeln und uns mit bewaffneter Robotik verbinden".
Anduril hat bereits Erfahrung in der Zusammenarbeit mit dem Militär und könnte neue Perspektiven in die Entwicklung einbringen. Die Integration von Andurils Lattice-Software in die IVAS-Headsets, die bereits im September 2024 angekündigt wurde, deutet auf eine enge Verbindung zwischen den beiden Unternehmen hin.
Siehe auch:
Neuausrichtung des IVAS-Programms
Die US-Armee steht vor einem bedeutenden Wechsel bei ihrem ambitionierten Projekt für Augmented-Reality-Headsets. Das mit 22 Milliarden Dollar dotierte und als Integrated Visual Augmentation System (IVAS) bekannte Programm, das ursprünglich von Microsoft geleitet wurde, soll nun unter die Kontrolle des Verteidigungstechnologie-Startups Anduril gestellt werden. Hinter Anduril steht vor allem eine Person, nämlich Oculus-Gründer Palmer Luckey.Der geplante Übergang zu Anduril, vorbehaltlich der Zustimmung des US-Verteidigungsministeriums, soll frische Impulse für das IVAS-Projekt bringen. Anduril soll künftig die Verantwortung für Produktion, Hardware- und Softwareentwicklung sowie Lieferfristen übernehmen. Microsoft, bisher federführend, ist wohlgemerkt nicht komplett raus, wird seine Rolle aber neu definieren und sich auf die Bereitstellung von Cloud-Diensten für das Programm konzentrieren.
Wie Reuters berichtet, bringt dieser Wechsel nicht nur neue technische Expertise, sondern eben auch eine interessante Verbindung zur VR-Welt mit sich. Palmer Luckey, Gründer von Anduril und zuvor bekannt durch das mittlerweile zu Meta gehörende Oculus VR, wird indessen eine Schlüsselrolle bei der Weiterentwicklung der militärischen AR-Technologie spielen.
Seine Erfahrung im VR-Bereich könnte sich als wertvoll für die Verbesserung der IVAS-Headsets erweisen - allerdings sind die Voraussetzungen und Bedürfnisse sehr speziell. Luckey hat allerdings ehrgeizige Pläne, wie er in einem Blogbeitrag schreibt, er träumt von "taktischen Heads-up-Displays, die Soldaten im Kampfeinsatz in Technomagier verwandeln und uns mit bewaffneter Robotik verbinden".
Nötiger Neuanfang
Das IVAS-Programm war seit seinem Start im Jahr 2018 von Rückschlägen geprägt. Ursprünglich auf einer modifizierten Version von Microsofts HoloLens basierend, sah sich das Projekt mit technischen Problemen und Bedenken hinsichtlich der Einsatztauglichkeit konfrontiert. Berichte über physische Beeinträchtigungen und Unwohlsein bei Soldaten, die die Headsets testeten, führten zu Verzögerungen und einer kritischen Überprüfung des Programms.Anduril hat bereits Erfahrung in der Zusammenarbeit mit dem Militär und könnte neue Perspektiven in die Entwicklung einbringen. Die Integration von Andurils Lattice-Software in die IVAS-Headsets, die bereits im September 2024 angekündigt wurde, deutet auf eine enge Verbindung zwischen den beiden Unternehmen hin.
Zusammenfassung
- US-Armee übergibt AR-Headset-Projekt von Microsoft an Anduril
- Anduril übernimmt Kontrolle über 22-Milliarden-Dollar-IVAS-Programm
- Palmer Luckey, Oculus-Gründer, steht hinter Verteidigungs-Start-up
- Microsoft konzentriert sich künftig auf Cloud-Dienste für das Projekt
- Luckey plant 'taktische Heads-up-Displays' für Soldaten im Einsatz
- IVAS-Programm kämpfte seit 2018 mit technischen Problemen
- Anduril bringt Erfahrung in militärischer Zusammenarbeit mit
Siehe auch:
- IVAS: US-Armee entwickelt Militär-HoloLens auch ohne Microsoft weiter
- US-Militär gewährt Microsoft 2 Jahre Aufschub für verbesserte HoloLens
- IVAS: Microsoft liefert erste Hololenses an das US-Militär aus
- Microsofts HoloLens-Militär-Projekt nach Budget-Kürzung am Ende
- Microsoft-CEO lässt sich wegen HoloLens-Militär-Deal nicht erpressen
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