IVAS: US-Armee entwickelt Militär-HoloLens auch ohne Microsoft weiter
Auch wenn Microsoft sein Mixed-Reality-Headset HoloLens kürzlich offiziell aufgegeben hat, geht die Arbeit an der militarisierten Variante mit der Bezeichnung Integrated Visual Augmentation System (IVAS) weiter. Das US-Militär erklärte jetzt, dass man an dem Projekt festhält.
Gemeinsam mit dem neuen Partner Anduril, hinter dem Oculus-VR-Gründer Palmer Luckey steht, arbeitet man laut einem von DefenseNews zitierten Bericht der Army Times derzeit auf eine Erweiterbarkeit des IVAS-Headsets hin. Gemeint ist damit, dass man die Fähigkeiten des Headsets erweitern will, um abseits der Grundfunktionen andere Dinge damit zu tun oder zu steuern.
IVAS 1.2 (links), IVAS 1.0 (rechts) Quelle: US Army
Im Januar sollen weitere ausführliche Tests beginnen, bei denen die geplanten Änderungen von Soldaten ausprobiert werden sollen. Bei der Arbeit an der Erweiterbarkeit des IVAS geh es unter anderem darum, das System in die Lage zu versetzen, eine Mini-Drohne zu steuern, die von den Soldaten bereits verwendet wird. Außerdem sollen Sensoren, die die Soldaten tragen, ebenfalls über das Headset bedient werden können, heißt es.
Das IVAS hat mittlerweile seit der ersten Vorstellung Anfang 2019 diverse Veränderungen durchgemacht. Nachdem die US-Armee zunächst eine erste Variante präsentiert hatte, die weitestgehend dem "Original"-HoloLens entsprach, kamen mittlerweile stark weiterentwickelte Versionen mit deutlich verstärkten Gehäusen und Kabeln.
Außerdem wird das IVAS mittlerweile an einem Scharnier am Helm befestigt, wobei der Akku an anderer Stelle untergebracht ist. Auch die Bedienelemente sind an anderer Position am Körper der Soldaten befestigt. Sobald die Erprobung des IVAS in der Version 1.2 auf breiter Front abgeschlossen ist, soll die Fertigung des Geräts in großer Stückzahl in Angriff genommen werden - ob Microsoft dabei ist, oder nicht.
Siehe auch:
IVAS-Programm wird weitergeführt
Das 22 Milliarden Dollar schwere Entwicklungsprogramm rund um das IVAS, an dem Microsoft bis in jüngster Vergangenheit gemeinsam mit der US-Armee gearbeitet hat, geht weiter, auch wenn die Redmonder sich weitestgehend zurückziehen. Offiziell bestreitet Microsoft, dass man sein Engagement zurückschraubt, doch bei der US Army nimmt man kein Blatt vor den Mund.Gemeinsam mit dem neuen Partner Anduril, hinter dem Oculus-VR-Gründer Palmer Luckey steht, arbeitet man laut einem von DefenseNews zitierten Bericht der Army Times derzeit auf eine Erweiterbarkeit des IVAS-Headsets hin. Gemeint ist damit, dass man die Fähigkeiten des Headsets erweitern will, um abseits der Grundfunktionen andere Dinge damit zu tun oder zu steuern.
IVAS 1.2 (links), IVAS 1.0 (rechts) Quelle: US Army
US-Armee testet diverse Neuerungen
Aktuell arbeite man am dritten von fünf Prototypen des IVAS, die seit dem Beginn des Entwicklungsprogramms geschaffen wurden. Die aktuelle Version 1.2 gilt als zweiter Engineering Validation Build (EVB). Diese enthält einige Design-Änderungen, die bei dem nächsten Prototyp umgesetzt werden müssen, womit man auf die Rückmeldungen von Soldaten eingeht, die das Gerät im Feld testen.Soldaten sollen per IVAS auch Mini-Drohne steuern
Zu den geplanten Änderungen an IVAS 1.2 gehören unter anderem eine verbesserte Nachtsichtkamera mit erhöhter Empfindlichkeit, verbesserte Möglichkeiten zum Scharfstellen der Nachtsichteinheit bei der Verwendung mit Handschuhen, widerstandsfähigere Stoßfänger, Kabel und andere Elemente, verstärkte Scharniere, eine höhere Klarheit der Displays und generell mehr Widerstandsfähigkeit.Im Januar sollen weitere ausführliche Tests beginnen, bei denen die geplanten Änderungen von Soldaten ausprobiert werden sollen. Bei der Arbeit an der Erweiterbarkeit des IVAS geh es unter anderem darum, das System in die Lage zu versetzen, eine Mini-Drohne zu steuern, die von den Soldaten bereits verwendet wird. Außerdem sollen Sensoren, die die Soldaten tragen, ebenfalls über das Headset bedient werden können, heißt es.
Das IVAS hat mittlerweile seit der ersten Vorstellung Anfang 2019 diverse Veränderungen durchgemacht. Nachdem die US-Armee zunächst eine erste Variante präsentiert hatte, die weitestgehend dem "Original"-HoloLens entsprach, kamen mittlerweile stark weiterentwickelte Versionen mit deutlich verstärkten Gehäusen und Kabeln.
Außerdem wird das IVAS mittlerweile an einem Scharnier am Helm befestigt, wobei der Akku an anderer Stelle untergebracht ist. Auch die Bedienelemente sind an anderer Position am Körper der Soldaten befestigt. Sobald die Erprobung des IVAS in der Version 1.2 auf breiter Front abgeschlossen ist, soll die Fertigung des Geräts in großer Stückzahl in Angriff genommen werden - ob Microsoft dabei ist, oder nicht.
Zusammenfassung
- US-Armee entwickelt IVAS-Headset trotz Microsofts Rückzug weiter
- Neuer Partner Anduril arbeitet mit an Erweiterbarkeit des Militär-Headsets
- Aktuell wird am dritten von fünf IVAS-Prototypen gearbeitet
- Geplante Verbesserungen umfassen Nachtsicht und Widerstandsfähigkeit
- Erweiterungen sollen Steuerung von Mini-Drohnen und Sensoren ermöglichen
- IVAS-Design wurde seit 2019 stark weiterentwickelt und angepasst
- Nach Abschluss der Tests soll Massenproduktion des IVAS beginnen
Siehe auch:
- HoloLens soll 5 Milliarden Dollar verschlungen haben, Microsoft vor Exit
- Das wars wohl mit HoloLens: Microsoft gibt Mixed-Reality-Headset auf
- Kotz-Fluch gebrochen? US-Armee lobt Microsoft HoloLens für Soldaten
- US-Militär gewährt Microsoft 2 Jahre Aufschub für verbesserte HoloLens
- HoloLens für US-Militär: Infos zu Version 1.2 des Soldaten-AR-Headsets
Thema:
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