EU greift endlich bei chinesischen Onlinehändlern Shein und Temu durch
Die EU-Kommission verstärkt ihren Druck auf chinesische Onlinehändler und legt dabei den Schwerpunkt auf Produktsicherheit. Ziel ist es, den Verbraucherschutz zu fördern und faire Wettbewerbsbedingungen zu schaffen.
Shein, 2012 in China gegründet und mittlerweile in Singapur ansässig, steht vor allem aufgrund zahlreicher direkter Verbraucherbeschwerden in der Kritik. Kunden haben wiederholt die mangelhafte Produktqualität und irreführende Informationen zu Rücksendungen angeprangert. Die EU-Kommission initiiert daher jetzt ein gemeinsames Verfahren der Verbraucherschutzbehörden aller 27 Mitgliedstaaten:
Die EU-Kommission kündigte zudem verschärfte Kontrollen an, um schneller mangelhafte Produkte zu erkennen, vom Markt zu nehmen und sicherzustellen, dass alle Onlinehändler auf die Rechte der Verbraucher achten.
Bislang wurde einfach nicht durchgegriffen, obwohl Händler wie Temu und Shein Waren anbieten, die nicht europäischen Normen entsprechen und unter anderem verbotene giftige Substanzen enthalten können, Markenfälschungen sind oder technisch unsicher oder gar gefährlich sind. Das wiederum ärgert nicht nur Kunden, sondern auch die Konkurrenz, die sich an rechtliche Vorschriften hält.
Die Gebühr soll dabei die steigenden Kosten für die Überwachung der EU-Vorgaben bei Millionen von Sendungen ausgleichen. Laut EU-Statistik wurden im vergangenen Jahr etwa 4,6 Milliarden Pakete mit einem Wert unter 22 Euro in die EU importiert, wobei rund 90 Prozent dieser Sendungen aus China stammen und sich die Mengen seit 2023 verdoppelt haben.
Was denkt ihr über die geplanten Maßnahmen der EU? Glaubt ihr, dass sie den Verbraucherschutz tatsächlich verbessern werden? Teilt eure Erfahrungen mit Online-Shops wie Shein und Temu in den Kommentaren!
Siehe auch:
Produktsicherheit hat Priorität
Die Europäische Union verschärft nun ihren Kurs gegen chinesische Onlinehändler wie Shein und Temu, wie sie es schon im Dezember angekündigt hatte. Die EU-Kommission hat eine Untersuchung gegen den Fast-Fashion-Riesen Shein eingeleitet und plant gleichzeitig Maßnahmen, die auch andere chinesische E-Commerce-Plattformen wie etwa Temu betreffen werden.Shein, 2012 in China gegründet und mittlerweile in Singapur ansässig, steht vor allem aufgrund zahlreicher direkter Verbraucherbeschwerden in der Kritik. Kunden haben wiederholt die mangelhafte Produktqualität und irreführende Informationen zu Rücksendungen angeprangert. Die EU-Kommission initiiert daher jetzt ein gemeinsames Verfahren der Verbraucherschutzbehörden aller 27 Mitgliedstaaten:
Wir müssen dafür sorgen, dass Waren, die auf unseren Markt gelangen, sicher sind.
Die EU-Kommission kündigte zudem verschärfte Kontrollen an, um schneller mangelhafte Produkte zu erkennen, vom Markt zu nehmen und sicherzustellen, dass alle Onlinehändler auf die Rechte der Verbraucher achten.
Bislang wurde einfach nicht durchgegriffen, obwohl Händler wie Temu und Shein Waren anbieten, die nicht europäischen Normen entsprechen und unter anderem verbotene giftige Substanzen enthalten können, Markenfälschungen sind oder technisch unsicher oder gar gefährlich sind. Das wiederum ärgert nicht nur Kunden, sondern auch die Konkurrenz, die sich an rechtliche Vorschriften hält.
Gebühren für Kleinsendungen geplant
Zusätzlich zur gegen Shein eingeleiteten Untersuchung erwägt die EU-Kommission weitere Maßnahmen, die auch andere Plattformen betreffen. Im Fadenkreuz steht eine Bearbeitungsgebühr für Pakete von Onlinehändlern, was das Ende der Zollbefreiung für Sendungen bis zu einem Wert von 150 Euro zur Folge hätte. Infografik: Jeder Vierte hat schon bei Temu eingekauft
Die Gebühr soll dabei die steigenden Kosten für die Überwachung der EU-Vorgaben bei Millionen von Sendungen ausgleichen. Laut EU-Statistik wurden im vergangenen Jahr etwa 4,6 Milliarden Pakete mit einem Wert unter 22 Euro in die EU importiert, wobei rund 90 Prozent dieser Sendungen aus China stammen und sich die Mengen seit 2023 verdoppelt haben.
Deutsche Wirtschaft begrüßt EU-Pläne
Die deutsche Wirtschaft reagiert positiv auf die geplanten Maßnahmen der EU-Kommission. Stephan Tromp, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Deutschland, betonte: "Im europäischen Binnenmarkt müssen endlich gleiche Regeln für alle Marktteilnehmer gelten. Anbieter wie Temu und Shein dürfen nicht länger ungeschoren mit Regelbrüchen davonkommen."Was plant die EU konkret?
Die EU-Kommission leitet eine umfassende Untersuchung gegen den Fast-Fashion-Anbieter Shein ein und plant verschärfte Kontrollen für alle chinesischen Onlinehändler. Dabei arbeiten die Verbraucherschutzbehörden aller 27 EU-Staaten zusammen.
Zusätzlich soll eine neue Bearbeitungsgebühr für Pakete eingeführt werden. Diese betrifft auch Sendungen unter 150 Euro, die bisher von Zollgebühren befreit waren.
Zusätzlich soll eine neue Bearbeitungsgebühr für Pakete eingeführt werden. Diese betrifft auch Sendungen unter 150 Euro, die bisher von Zollgebühren befreit waren.
Warum diese Maßnahmen?
Der Hauptgrund sind zahlreiche Verbraucherbeschwerden über mangelhafte Produktqualität und irreführende Angaben bei Rücksendungen. Die EU will sicherstellen, dass alle Waren auf dem europäischen Markt die Sicherheitsstandards erfüllen.
Ein weiterer Aspekt ist die massive Zunahme von Kleinsendungen aus China. Im letzten Jahr wurden etwa 4,6 Milliarden Pakete mit einem Wert von unter 22 Euro in die EU importiert - 90 Prozent davon aus China.
Ein weiterer Aspekt ist die massive Zunahme von Kleinsendungen aus China. Im letzten Jahr wurden etwa 4,6 Milliarden Pakete mit einem Wert von unter 22 Euro in die EU importiert - 90 Prozent davon aus China.
Kommt eine Paketgebühr?
Ja, die EU-Kommission plant die Einführung einer Bearbeitungsgebühr für alle Pakete von Onlinehändlern. Diese soll auch für Sendungen gelten, die bisher von Zollgebühren befreit waren.
Mit dieser Maßnahme sollen die steigenden Kosten für die Überwachung der EU-Vorschriften bei den Milliardenlieferungen ausgeglichen werden.
Mit dieser Maßnahme sollen die steigenden Kosten für die Überwachung der EU-Vorschriften bei den Milliardenlieferungen ausgeglichen werden.
Welche Shops sind betroffen?
Die Maßnahmen betreffen primär große chinesische Onlinehändler wie Shein und Temu. Shein steht dabei besonders im Fokus der Untersuchungen der EU-Kommission.
Grundsätzlich gelten die neuen Regelungen aber für alle Onlinehändler, die Waren in die EU importieren, unabhängig von ihrer Herkunft.
Grundsätzlich gelten die neuen Regelungen aber für alle Onlinehändler, die Waren in die EU importieren, unabhängig von ihrer Herkunft.
Ab wann gelten die Regeln?
Über den genauen Zeitpunkt der Einführung der neuen Paketgebühren wird noch beraten.
Was bedeutet das für Kunden?
Verbraucher können mit sichereren Produkten und besseren Kontrollmechanismen rechnen. Allerdings könnten die geplanten Gebühren zu höheren Preisen bei Bestellungen aus China führen.
Die verbesserten Kontrollen sollen auch mehr Transparenz bei Rücksendungen und Reklamationen gewährleisten.
Die verbesserten Kontrollen sollen auch mehr Transparenz bei Rücksendungen und Reklamationen gewährleisten.
Zusammenfassung
- EU verschärft den Kurs gegen chinesische Onlinehändler wie Shein und Temu
- Untersuchung gegen Shein wegen Verbraucherbeschwerden eingeleitet
- Geplante Bearbeitungsgebühr für Pakete von Onlinehändlern aus China
- Ende der Zollbefreiung für Sendungen bis 150 Euro vorgeschlagen
- Maßnahmen sollen Verbraucherschutz stärken und faire Bedingungen schaffen
- Deutsche Wirtschaft begrüßt EU-Strategie für gleiche Wettbewerbsregeln
- KI-gestützte 'Product Safety Sweeps' zur Erkennung unsicherer Produkte
Siehe auch:
- Amazon startet "Haul": neues Billig-Portal als Antwort auf Temu & Shein
- Illegal & gefährlich? EU startet Verfahren gegen China-Händler Temu
- Preisgrenzen: Amazon plant Billig-Shopping-Portal als Antwort auf Temu
- Deutschland will Billighändler Temu und Shein schärfer kontrollieren
- Gefährliche Babyprodukte: US-Behörden untersuchen Shein und Temu
Thema:
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