Billigshops aus China: Handelsverband bringt Importstopp ins Gespräch
Billigplattformen wie Temu und Shein fluten Deutschland täglich mit Hunderttausenden Paketen - der Handelsverband Deutschland (HDE) spricht von "keinem normalen Wettbewerb" und bringt im Brandbrief an den Kanzler sogar einen Importstopp ins Spiel.
Täglich treffen nach Verbandsangaben mehr als 400.000 Pakete aus China in Deutschland ein, häufig mit ertragreicher Ware. Von einem "normalen Wettbewerb" könne keine Rede sein, warnt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.
Der HDE schätzt die Umsätze von Temu und Shein hierzulande inzwischen auf mindestens fünf Milliarden Euro, Tendenz steigend. Kritisiert werden neben den niedrigen Preisen vor allem mangelhafte Qualität und der Umgang mit Sicherheits- und Umweltstandards.
In einem offenen Brief an Bundeskanzler Friedrich Merz beklagen HDE-Präsident Alexander von Preen und Genth, dass sich die Plattformen systematisch über EU-Regeln hinwegsetzten und deutsche Händler so ins Hintertreffen gerieten. Der Einzelhandel baue darauf, dass sich Bundeskanzler Friedrich Merz beim informellen Europäischen Rat in der kommenden Woche entschlossen für einen Importstopp einsetze.
Wie seht ihr das: konsequent durchgreifen oder sind Temu & Co. für viele Menschen einfach unverzichtbar geworden? Schreibt eure Meinung in die Kommentare.
Siehe auch:
Täglich mehr als 400.000 Pakete aus China
Temu, Shein und andere Billigplattformen aus China setzen den heimischen Einzelhandel zunehmend unter Druck. Nach Angaben des Handelsverbands Deutschland spüren vor allem Textil-, Schuh- und Accessoire-Geschäfte die Konkurrenz deutlich.Täglich treffen nach Verbandsangaben mehr als 400.000 Pakete aus China in Deutschland ein, häufig mit ertragreicher Ware. Von einem "normalen Wettbewerb" könne keine Rede sein, warnt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.
Der HDE schätzt die Umsätze von Temu und Shein hierzulande inzwischen auf mindestens fünf Milliarden Euro, Tendenz steigend. Kritisiert werden neben den niedrigen Preisen vor allem mangelhafte Qualität und der Umgang mit Sicherheits- und Umweltstandards.
In einem offenen Brief an Bundeskanzler Friedrich Merz beklagen HDE-Präsident Alexander von Preen und Genth, dass sich die Plattformen systematisch über EU-Regeln hinwegsetzten und deutsche Händler so ins Hintertreffen gerieten. Der Einzelhandel baue darauf, dass sich Bundeskanzler Friedrich Merz beim informellen Europäischen Rat in der kommenden Woche entschlossen für einen Importstopp einsetze.
Die EU-Führungsspitzen müssen endlich dafür sorgen, dass sich die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen deutlich erhöht. Wir brauchen jetzt einen echten Aufbruch.Die Politik arbeitet bereits an Gegenmaßnahmen. Ab Juli 2026 soll in der EU eine Pauschalabgabe von voraussichtlich drei Euro pro Paket aus Drittländern mit einem Warenwert bis 150 Euro gelten. Der HDE begrüßt diesen Schritt, fordert aber mehr: Die Zollfreigrenze von 150 Euro solle gestrichen und jede Sendung aus China registriert werden müssen. Als "Ultima Ratio" bringt der Verband in seinem Schreiben sogar einen Importstopp für Billigwaren aus China ins Spiel - nach dem Motto: Wer sich nicht an die Regeln hält, soll auf dem europäischen Markt nicht mitspielen.
Wie seht ihr das: konsequent durchgreifen oder sind Temu & Co. für viele Menschen einfach unverzichtbar geworden? Schreibt eure Meinung in die Kommentare.
Zusammenfassung
- Billigplattformen aus China liefern täglich über 400.000 Pakete nach Deutschland
- HDE schätzt Umsätze von Temu und Shein auf mindestens fünf Milliarden Euro
- Handelsverband spricht von unfairem Wettbewerb durch Umgehen von EU-Regeln
- Ab Juli 2026 plant die EU eine Pauschalabgabe von drei Euro pro China-Paket
- HDE fordert in Brandbrief an Kanzler Merz Abschaffung der Zollfreigrenze
- Als letztes Mittel bringt der Handelsverband sogar einen Importstopp ins Gespräch
Siehe auch:
- Umfrage: 78 % der Händler wollen Shops wie Temu und Shein verbieten
- EU greift endlich bei chinesischen Onlinehändlern Shein und Temu durch
- EU plant Jagd auf Temu & Shein: Chinas Billigheimer müssen bald zittern
- Amazon startet "Haul": neues Billig-Portal als Antwort auf Temu & Shein
- Deutschland will Billighändler Temu und Shein schärfer kontrollieren
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