Ostsee: Wieder Unterseekabel defekt - wieder Schiff beschlagnahmt
In der Ostsee wurde der nächste Ausfall einer Kabelverbindung verzeichnet. Ein Unterseekabel, das Schweden mit Lettland verbindet, wurde am Sonntagmorgen beschädigt. Es ist der vierte mutmaßliche Sabotageakt in der Ostsee innerhalb weniger Monate.
Die zuständigen Behörden reagieren inzwischen ziemlich schnell. In Lettland und Schweden wurden strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet, und ein Schiff wurde im Kontext der Untersuchungen beschlagnahmt. Die schwedischen Behörden machten keine Angaben zur Identität des Schiffs, doch frühere Vorfälle wurden mit russischen und chinesischen Handelsschiffen in Verbindung gebracht.
Der schwedische Premierminister Ulf Kristersson bestätigte, dass mindestens ein Datenkabel beschädigt wurde, und betonte die enge Zusammenarbeit mit Lettland sowie der NATO. Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission, zeigte sich solidarisch mit den baltischen Ländern und betonte, dass die Sicherheit kritischer Infrastruktur oberste Priorität für die EU habe.
Als Reaktion auf die jüngsten Ereignisse hat die NATO die Mission "Baltic Sentry" ins Leben gerufen. Dabei sollen Drohnen, U-Boote, Schiffe und Flugzeuge in der Ostsee eingesetzt werden, um Sabotageakte frühzeitig zu erkennen und zu verhindern.
Die jüngsten Angriffe ereignen sich kurz vor dem geplanten Anschluss der baltischen Staaten an das kontinentaleuropäische Stromnetz im Februar. Estland, Lettland und Litauen, die früher an das sowjetische Stromnetz angebunden waren, sehen diesen Schritt als letzten Meilenstein ihrer Integration in den Westen. Litauens Außenminister Kęstutis Budrys forderte strengere Regeln für die Schifffahrt in der Ostsee, insbesondere für den Einsatz von Ankern. Angesichts der Vielzahl an Vorfällen sei es unwahrscheinlich, dass es sich um bloße Unfälle handelt.
Siehe auch:
Datenkabel von Schweden nach Lettland
Lettlands Premierministerin Evika Siliņa erklärte laut der britischen Wirtschaftszeitung Financial Times, dass der Schaden am Kabel zwischen der lettischen Küstenstadt Ventspils und Fårösund auf der schwedischen Insel Gotland erheblich sei. Sie vermutet, dass eine äußere Einwirkung die Ursache war.Die zuständigen Behörden reagieren inzwischen ziemlich schnell. In Lettland und Schweden wurden strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet, und ein Schiff wurde im Kontext der Untersuchungen beschlagnahmt. Die schwedischen Behörden machten keine Angaben zur Identität des Schiffs, doch frühere Vorfälle wurden mit russischen und chinesischen Handelsschiffen in Verbindung gebracht.
Der schwedische Premierminister Ulf Kristersson bestätigte, dass mindestens ein Datenkabel beschädigt wurde, und betonte die enge Zusammenarbeit mit Lettland sowie der NATO. Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission, zeigte sich solidarisch mit den baltischen Ländern und betonte, dass die Sicherheit kritischer Infrastruktur oberste Priorität für die EU habe.
Als Reaktion auf die jüngsten Ereignisse hat die NATO die Mission "Baltic Sentry" ins Leben gerufen. Dabei sollen Drohnen, U-Boote, Schiffe und Flugzeuge in der Ostsee eingesetzt werden, um Sabotageakte frühzeitig zu erkennen und zu verhindern.
Auffällige Häufung
Die Vorfälle häufen sich: Bereits im November 2023 beschädigte ein chinesisches Frachtschiff, die Newnew Polar Bear, eine Gaspipeline zwischen Finnland und Estland mit ihrem Anker. Ein weiteres chinesisches Schiff, die Yi Peng 3, passierte zwei Datenkabel in der Ostsee, die quasi zeitgleich beschädigt wurden. Schwedische Behörden kritisierten, dass China es verweigerte, den Hauptermittler an Bord des Schiffs zu lassen.Die jüngsten Angriffe ereignen sich kurz vor dem geplanten Anschluss der baltischen Staaten an das kontinentaleuropäische Stromnetz im Februar. Estland, Lettland und Litauen, die früher an das sowjetische Stromnetz angebunden waren, sehen diesen Schritt als letzten Meilenstein ihrer Integration in den Westen. Litauens Außenminister Kęstutis Budrys forderte strengere Regeln für die Schifffahrt in der Ostsee, insbesondere für den Einsatz von Ankern. Angesichts der Vielzahl an Vorfällen sei es unwahrscheinlich, dass es sich um bloße Unfälle handelt.
Zusammenfassung
- Unterseekabel zwischen Schweden und Lettland wurde am 26.01.2025 beschädigt
- Behörden beschlagnahmen verdächtiges Schiff und leiten Ermittlungen ein
- NATO startet Mission 'Baltic Sentry' zum Schutz der Unterwasserinfrastruktur
- Chinesische Schiffe waren in vorherigen Beschädigungen von Seekabeln involviert
- Kritische Infrastruktur der Ostsee wurde in kurzer Zeit mehrfach attackiert
- Baltische Staaten planen Integration in europäisches Stromnetz für Februar 2025
- Litauen fordert strengere Regulierungen für Schifffahrt in der Ostsee
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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