Meta löscht interne Kritik am neuen Rechtskurs von Facebook und Co.

Meta sorgt mit neuen Entscheidungen intern für Aufruhr: Die Ab­schaf­fung des Faktencheck-Programms und die Berufung von UFC-Chef Dana White in den Vorstand stoßen auf Kritik. Kritische Mitarbeiter-Kom­men­ta­re werden hingegen gelöscht.
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Kursänderung bei Meta sorgt für Kontroversen

Meta, der Mutterkonzern von Facebook, Instagram und WhatsApp, steht dieser Tage im Rampenlicht - diesmal jedoch nicht wegen technischer Innovationen oder Datenschutzbedenken, sondern aufgrund gleich mehrerer kontroverser Unternehmensentscheidungen. Zwei Ankündigungen haben sowohl intern als auch extern für Diskussionen gesorgt: die Abschaffung des Faktencheck-Programms und die Berufung von Dana White, CEO der Ultimate Fighting Championship (UFC), in den Vorstand.

Mark Zuckerberg, CEO von Meta, verkündete, dass das Unternehmen "zu unseren Wurzeln der freien Meinungsäußerung zurückkehren" wolle. Konkret bedeutet dies das Ende der Zusammenarbeit mit externen Faktencheckern. Stattdessen plant Meta die Einführung eines Systems ähnlich den "Community Notes" von X (ehemals Twitter), bei dem Nutzer selbst Anmerkungen zu Beiträgen machen können. Zudem sollen Einschränkungen bei Themen wie Immigration und Geschlechteridentität gelockert werden - und damit ist vor allem die Kritik an diesen Themen gemeint.

Interne Reaktionen und Bedenken

Wie 404 Media berichtet, lösten die Ankündigungen intern bei Meta heftige Reaktionen und viel Kritik aus. Mitarbeiter äußerten in internen Foren ihre Bedenken hinsichtlich der möglichen Auswirkungen auf die Verbreitung von Fehlinformationen. Ein Angestellter schrieb:

Wir senden eine größere, stärkere Botschaft an die Menschen, dass Fakten keine Rolle mehr spielen, und verwechseln das mit einem Sieg für die freie Meinungsäußerung.
Anonymer Meta-Mitarbeiter
Diese Änderungen kommen zu einem alles andere als zufälligen Zeitpunkt, nämlich rund zwei Wochen vor der Amtseinführung des neuen und alten US-Präsidenten Donald Trump.

Umstrittene Berufung in den Vorstand

Parallel dazu sorgt die Berufung von Dana White in den Meta-Vorstand für Unruhe. White, ein langjähriger Freund von Donald Trump, ist alles andere als unumstritten. Ein Video, das ihn beim Schlagen seiner Ehefrau zeigt, sorgte etwa 2023 für negative Schlagzeilen.

Kritische Kommentare der Mitarbeiter zu diesen Themen werden vom internen Community-Relations-Team von Meta gelöscht. Begründet wird dies mit dem Verstoß gegen die "Community Engagement Expectations" (CEE), die internen Kommunikationsrichtlinien des Unternehmens. Ein Mitarbeiter des Teams erklärte: "Es ist wichtig, dass wir ein respektvolles Arbeitsumfeld aufrechterhalten, in dem Menschen ihre beste Arbeit leisten können."

Wasser predigen, Wein trinken

Diese internen Löschungen stehen natürlich in starkem Kontrast zu Zuckerbergs öffentlicher Ankündigung, dass Meta zu mehr freier Meinungsäußerung zurückkehren wolle. Einige Mitarbeiter hinterfragten diese scheinbare Diskrepanz zwischen externen und internen Richtlinien. Für Meta ist das aber kein Widerspruch: Sprecherin Tracy Clayton betonte gegenüber 404 Media, dass die internen Richtlinien sich von den externen Inhaltsrichtlinien unterscheiden:

Die CEE, die darauf abzielt, potenzielle Störungen zu mindern und uns Raum zum Arbeiten zu geben, ein respektvolles Arbeitsumfeld zu gewährleisten und Unternehmensinformationen zu schützen, unterscheidet sich von unseren externen Inhaltsrichtlinien.
Tracy Clayton
Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Änderungen auf die Plattformen von Meta auswirken werden, denn auch viele Nutzer sind über die jüngsten Änderungen bei Meta besorgt: So haben gestern zahlreiche auf Threads aktive Nutzer angekündigt, der Plattform den Rücken zuzukehren.

Was denkt ihr über Metas neue Richtlinien und die Berufung von Dana White? Seht ihr darin ein Anbiedern an Donald Trump oder haben Meta und Zuckerberg Recht? Teilt eure Meinungen in den Kommentaren - wir sind gespannt auf eure Sichtweisen!

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Zusammenfassung
  • Meta schafft Faktencheck-Programm ab und beruft UFC-Chef in Vorstand
  • Zuckerberg betont Rückkehr zur freien Meinungsäußerung auf Plattformen
  • Interne Kritik an neuen Richtlinien wird von Meta-Mitarbeitern gelöscht
  • Änderungen fallen mit Amtseinführung von Donald Trump zusammen
  • Diskrepanz zwischen externer und interner Handhabung freier Meinungsäußerung
  • Nutzer zeigen sich besorgt über neue Richtlinien und verlassen Plattformen
  • Metas Kurs wirft Fragen zur Anbiederung an Donald Trump auf

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