FragDenStaat zeigt, wie Behörden mit Windows 10-Ende umgehen

Das Support-Ende von Windows 10 im Oktober 2025 stellt deutsche Behörden vor einer großen Herausforderung - das ist schon länger klar, aber bisher kaum ein öffentliches Thema. Die Politik versucht allem Anschein nach auch, das dabei zu belassen.
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Behörden ringen mit Windows 10-Supportende

Anfragen bei der Plattform FragDenStaat offenbaren jetzt, wie Ämter mit den bevorstehenden Kosten und der Hardwareproblematik umgehen (Spoiler: schlecht bis gar nicht). Die Reaktionen reichen von Ratlosigkeit bis zu fragwürdigen Ausweichmanövern.

Zusammengefasst hat das jetzt heise online. Das nahende Ende des kostenlosen Supports für Windows 10 im Oktober 2025 zeigt dabei ein Dilemma. Wie aus Anfragen an FragDenStaat hervorgeht, sind viele Ämter und Ministerien noch unvorbereitet auf die bevorstehenden Herausforderungen. Die Problematik ist vielschichtig: Einerseits drohen nach dem Supportende hohe Kosten für erweiterte Sicherheitsupdates, andererseits erfüllen viele behördliche Computer nicht die Hardwareanforderungen für einen Umstieg auf Windows 11.


Technisch noch funktionsfähige Geräte müssen für den Wechsel auf Windows 11 ausgetauscht werden, was zu einer Unmenge an Elektroschrott führen dürfte.

Wie heise berichtet, spiegeln die Antworten der Behörden auf die FragDenStaat-Anfragen das auch wider. Besonders auffällig: Das Umweltbundesamt, das eigentlich für Fragen der Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung zuständig ist, gibt an, keine Informationen zum Thema zu besitzen. Stattdessen verweist es an das Bundesumweltministerium.

Gefährdung der "öffentlichen Sicherheit"

Andere Institutionen berufen sich auf Sicherheitsbedenken, um Auskünfte zu verweigern. So argumentiert das Bundesministerium für Digitales und Verkehr, dass die Offenlegung von Informationen die öffentliche Sicherheit gefährden könnte. Diese Begründung erinnert an ähnliche Aussagen des ehemaligen Innenministers Thomas de Maizière und wirft natürlich vor allem weitere Fragen zur Transparenz auf. Infografik: Die Geschichte von WindowsDie Geschichte von Windows Es gibt jedoch auch positive Beispiele: Das Innenministerium Baden-Württemberg zeigt sich vorbildlich und informiert detailliert über seine Migrationspläne. Dort soll der Umstieg auf Windows 11 bereits Mitte Februar 2025 abgeschlossen sein.

Herausforderungen für öffentliche Einrichtungen

Die Situation verdeutlicht die Probleme, die das Support-Ende mitbringt. Neben den technischen Aspekten müssen auch finanzielle und ökologische Faktoren berücksichtigt werden. Die Kosten für erweiterte Sicherheitsupdates könnten erheblich sein, insbesondere für Behörden mit großen IT-Infrastrukturen. Microsoft plant, für Privatkunden im ersten Jahr nach dem Supportende 30 US-Dollar (etwa 29 Euro) pro Gerät zu verlangen - für öffentliche Einrichtungen dürften die Kosten deutlich höher ausfallen.

Die Hardwareanforderungen von Windows 11 stellen ein zusätzliches Problem dar. Viele behördliche Computer erfüllen diese nicht, obwohl sie technisch vielleicht sogar noch leistungsfähig genug wären. Microsofts strikte Haltung in dieser Frage könnte zu einem vorzeitigen Austausch funktionierender Hardware führen - ein Szenario, das aus ökologischer Sicht bedenklich ist.

Wie bewertet ihr die Reaktionen der Behörden auf das Windows 10-Supportende? Seht ihr die Bedenken als gerechtfertigt an oder überwiegt der Handlungsbedarf? Teilt eure Gedanken und Erfahrungen in den Kommentaren mit uns!

Zusammenfassung
  • Windows 10 Support endet im Oktober 2025, Behörden unvorbereitet
  • FragDenStaat-Anfragen zeigen mangelnde Vorbereitung der Ämter
  • Hohe Kosten für Updates und Hardware-Upgrades zu erwarten
  • Viele Behörden-PCs erfüllen nicht die Anforderungen für Windows 11
  • Umweltbundesamt hat keine Informationen zum Thema
  • Einige Ministerien verweigern Auskunft aus Sicherheitsgründen
  • Baden-Württemberg plant Umstieg auf Windows 11 bis Februar 2025

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