Digital Markets Act: Apple wird von der EU erste Mega-Strafe kassieren
Apple steht vor einer historischen EU-Strafe: Als erstes Unternehmen soll der Konzern für Verstöße gegen das Gesetz über digitale Märkte zur Kasse gebeten werden. Der Grund: Apples App Store-Regeln schränken den Wettbewerb ein. Die Höhe der Strafe könnte Milliarden betragen.
Konkret geht es um die sogenannten "Anti-Steering"-Praktiken von Apple. Diese verbieten es App-Entwicklern, Nutzer auf günstigere Angebote außerhalb des App-Stores hinzuweisen. Die EU-Wettbewerbshüter sehen darin einen klaren Verstoß gegen die neuen DMA-Regeln, die seit diesem Jahr in Kraft sind und darauf abzielen, die Marktmacht der großen Technologiekonzerne einzudämmen.
Wie Reuters berichtet, könnte die Strafe wahrscheinlich in diesem Monat verhängt werden, obwohl sich der Zeitpunkt noch ändern könnte. Die genaue Höhe ist noch unklar, dürfte aber empfindlich ausfallen. Das DMA erlaubt Strafen von bis zu zehn Prozent des weltweiten Jahresumsatzes - bei Apple wären das - rein theoretisch - basierend auf den Zahlen des letzten Jahres bis zu 38 Milliarden Dollar (etwa 35 Milliarden Euro). Bei wiederholten Verstößen kann sich der Betrag sogar verdoppeln. Infografik Produkt-Nutzung: Wie Apple ist Deutschland?
Für Apple ist es nicht die erste Auseinandersetzung mit den EU-Wettbewerbshütern. Erst im März musste der Konzern eine Strafe von 1,84 Milliarden Euro zahlen, weil er laut EU-Kommission Musikstreaming-Anbieter wie Spotify benachteiligt hatte. Zudem verlor Apple im September einen langjährigen Rechtsstreit und muss nun 13 Milliarden Euro an Steuernachzahlungen an Irland leisten.
Mit dem DMA will die EU für mehr Wettbewerb sorgen. Apple muss unter anderem alternative Stores auf seinen Geräten zulassen und es Nutzern ermöglichen, Standard-Apps wie den Webbrowser frei zu wählen. Der Konzern hat bereits angekündigt, sein Geschäftsmodell entsprechend anzupassen, hält aber an der grundsätzlichen Struktur des App-Stores fest.
Siehe auch:
EU verschärft Gangart gegen Big Tech
Die Europäische Union macht Ernst im Kampf gegen die Marktmacht der Tech-Giganten. Apple steht kurz davor, als erstes Unternehmen überhaupt unter dem noch recht neuen Digital Markets Act (DMA) der EU mit einer Geldstrafe belegt zu werden. Der Grund: Der iPhone-Hersteller soll mit seinen restriktiven App-Store-Regeln aktiv den Wettbewerb behindern.Konkret geht es um die sogenannten "Anti-Steering"-Praktiken von Apple. Diese verbieten es App-Entwicklern, Nutzer auf günstigere Angebote außerhalb des App-Stores hinzuweisen. Die EU-Wettbewerbshüter sehen darin einen klaren Verstoß gegen die neuen DMA-Regeln, die seit diesem Jahr in Kraft sind und darauf abzielen, die Marktmacht der großen Technologiekonzerne einzudämmen.
Wie Reuters berichtet, könnte die Strafe wahrscheinlich in diesem Monat verhängt werden, obwohl sich der Zeitpunkt noch ändern könnte. Die genaue Höhe ist noch unklar, dürfte aber empfindlich ausfallen. Das DMA erlaubt Strafen von bis zu zehn Prozent des weltweiten Jahresumsatzes - bei Apple wären das - rein theoretisch - basierend auf den Zahlen des letzten Jahres bis zu 38 Milliarden Dollar (etwa 35 Milliarden Euro). Bei wiederholten Verstößen kann sich der Betrag sogar verdoppeln. Infografik Produkt-Nutzung: Wie Apple ist Deutschland?
Für Apple ist es nicht die erste Auseinandersetzung mit den EU-Wettbewerbshütern. Erst im März musste der Konzern eine Strafe von 1,84 Milliarden Euro zahlen, weil er laut EU-Kommission Musikstreaming-Anbieter wie Spotify benachteiligt hatte. Zudem verlor Apple im September einen langjährigen Rechtsstreit und muss nun 13 Milliarden Euro an Steuernachzahlungen an Irland leisten.
Apples App Store im Fokus
Der App Store ist für Apple nicht nur ein wichtiger Umsatzfaktor, sondern auch ein zentrales Element seiner Ökosystem-Strategie. Die strengen Regeln, die Apple den Entwicklern auferlegt, sorgen seit Jahren für Kritik. Besonders umstritten ist die auch gerne "Apple-Steuer" genannte Provision von bis zu 30 Prozent, die das Unternehmen für In-App-Käufe und Abonnements verlangt.Mit dem DMA will die EU für mehr Wettbewerb sorgen. Apple muss unter anderem alternative Stores auf seinen Geräten zulassen und es Nutzern ermöglichen, Standard-Apps wie den Webbrowser frei zu wählen. Der Konzern hat bereits angekündigt, sein Geschäftsmodell entsprechend anzupassen, hält aber an der grundsätzlichen Struktur des App-Stores fest.
Zusammenfassung
- EU plant erste Mega-Strafe gegen Apple wegen DMA-Verstößen
- App Store-Regeln behindern laut EU-Wettbewerbshütern den Wettbewerb
- Anti-Steering-Praktiken von Apple verstoßen gegen neue DMA-Regeln
- Strafhöhe könnte bis zu 10 % des weltweiten Jahresumsatzes betragen
- Apple musste bereits 1,84 Milliarden Euro Strafe an die EU zahlen
- App Store ist zentrales Element von Apples Ökosystem-Strategie
- DMA soll für mehr Wettbewerb im digitalen Markt sorgen
Siehe auch:
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