Bitcoin-Festplatte auf Müll:
Brite möchte Graberecht oder 0,5 Mrd. Euro
Seit Jahren versucht der Brite James Howells eine Festplatte wiederzubekommen, auf der immerhin ein Wallet mit rund 8000 Bitcoins gespeichert sein soll. Jetzt verklagt er die Stadtverwaltung, die ihm bisher untersagt, eine Müllkippe umzugraben.
Seit Jahren bemüht er sich um eine Genehmigung der zuständigen Kommunalbehörden, die Mülldeponie in seiner Heimatstadt, auf der die Festplatte gelandet sein könnte, durchsuchen zu dürfen. Er schätzt die Chancen, dass die auf der Festplatte gespeicherten Bitcoins noch zugänglich sind, auf etwa 80 Prozent. Um seine Chancen zu erhöhen, hat er ein eigenes Team zusammengestellt, das bereit ist, über 100 Tonnen Müll zu durchsuchen, um die Festplatte zu bergen. Sollte er erfolgreich sein, hat er der Stadtverwaltung ein lukratives Angebot gemacht: Sie könnte 10 Prozent des Bitcoin-Wertes erhalten - was aktuell einem Betrag von rund 50 Millionen Euro entspräche.
Trotz dieses Angebots hat die Stadtverwaltung die Pläne mehrfach abgelehnt. In einem offiziellen Statement erklärte ein Sprecher der Behörde, dass eine solche Ausgrabung unter den bestehenden Umweltauflagen nicht erlaubt sei und dass sie erhebliche negative Auswirkungen auf die Umwelt hätte. Nur die Stadtverwaltung habe die Befugnis, auf der Deponie Arbeiten durchzuführen, hieß es weiter.
Howells hat die Stadt nun auf Schadensersatz in Höhe des vermuteten Bitcoin-Gegenwertes auf der Festplatte verklagt, berichtet Vice - es geht um immerhin rund eine halbe Milliarde Euro. Der Mann erklärte allerdings, dass die Klage für ihn vor allem ein Druckmittel sei, um die Stadtverwaltung dazu zu bewegen, ihm die Genehmigung zur Durchsuchung zu erteilen. Doch trotz der finanziellen Anreize und nun auch des juristischen Drucks zeigt die Stadtverwaltung bisher keine Bereitschaft, seinem Vorhaben zuzustimmen.
Siehe auch:
Verzweifelte Suche
Im Jahr 2013 wurde die Festplatte versehentlich von seiner damaligen Partnerin mit dem Müll entsorgt. Der Bitcoin war damals noch recht wenig Wert und Howells nahm den Vorfall erst einmal hin. Dann aber stieg der Wert der Kryptowährung immer weiter und Howells versuchte verzweifelt, die Festplatte wiederzufinden und ihre wertvollen digitalen Schätze zu bergen.Seit Jahren bemüht er sich um eine Genehmigung der zuständigen Kommunalbehörden, die Mülldeponie in seiner Heimatstadt, auf der die Festplatte gelandet sein könnte, durchsuchen zu dürfen. Er schätzt die Chancen, dass die auf der Festplatte gespeicherten Bitcoins noch zugänglich sind, auf etwa 80 Prozent. Um seine Chancen zu erhöhen, hat er ein eigenes Team zusammengestellt, das bereit ist, über 100 Tonnen Müll zu durchsuchen, um die Festplatte zu bergen. Sollte er erfolgreich sein, hat er der Stadtverwaltung ein lukratives Angebot gemacht: Sie könnte 10 Prozent des Bitcoin-Wertes erhalten - was aktuell einem Betrag von rund 50 Millionen Euro entspräche.
Trotz dieses Angebots hat die Stadtverwaltung die Pläne mehrfach abgelehnt. In einem offiziellen Statement erklärte ein Sprecher der Behörde, dass eine solche Ausgrabung unter den bestehenden Umweltauflagen nicht erlaubt sei und dass sie erhebliche negative Auswirkungen auf die Umwelt hätte. Nur die Stadtverwaltung habe die Befugnis, auf der Deponie Arbeiten durchzuführen, hieß es weiter.
Teures Projekt
Die Kosten für die Ausgrabung belaufen sich nach Howells Berechnungen auf einen zweistelligen Millionen-Betrag und würden zwischen 18 und 36 Monate dauern. Weitere 12 Monate wären notwendig, um die Deponie wieder in ihren ursprünglichen Zustand zu versetzen. Howells betont jedoch, dass die Stadtverwaltung für diese Kosten nicht aufkommen müsse, da er selbst die Finanzierung übernehmen würde.Howells hat die Stadt nun auf Schadensersatz in Höhe des vermuteten Bitcoin-Gegenwertes auf der Festplatte verklagt, berichtet Vice - es geht um immerhin rund eine halbe Milliarde Euro. Der Mann erklärte allerdings, dass die Klage für ihn vor allem ein Druckmittel sei, um die Stadtverwaltung dazu zu bewegen, ihm die Genehmigung zur Durchsuchung zu erteilen. Doch trotz der finanziellen Anreize und nun auch des juristischen Drucks zeigt die Stadtverwaltung bisher keine Bereitschaft, seinem Vorhaben zuzustimmen.
Zusammenfassung
- James Howells sucht seit Jahren eine Festplatte mit 8000 Bitcoin
- 2013 wurde die Festplatte versehentlich entsorgt
- Howells bietet der Stadt 10% des Bitcoin-Wertes für die Grabungserlaubnis
- Stadtverwaltung lehnt ab, zitiert Umweltauflagen und negative Effekte
- Grabung würde 18-36 Monate dauern, plus 12 Monate für Wiederherstellung
- Howells finanziert die Kosten selbst, verklagt die Stadt auf 500 Mio. ?
- Klage soll Stadt zur Genehmigung der Suche drängen
Siehe auch:
Thema:
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Christian Kahle
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