Windows 11 24H2: Bluescreen bei PCs mit SSDs von Western Digital

Nach etlichen Problemen berichten nun auch Nutzer, deren Systeme mit einer NVMe-SSDs von WD ausgestattet sind von Problemen. Nach dem Update des Betriebssystems kommt es zu einem Bluescreen. Ein Nutzer hat jedoch einen temporären Fix gefunden.
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Update 17.10.2024: Western Digital und SanDisk haben mittlerweile ein Firmware-Update zur Verfügung gestellt, das die Probleme beheben soll. Auf der Webseite der Hersteller findet sich eine Anleitung zur Installation.

Probleme nach Windows 11 24H2-Update

Eigentlich hat Microsoft sogenannte Safeguard Holds. Dabei handelt es sich um eine Liste von bekannten Problemen, die wie etwa beim Update auf Windows 11 24H2 unter bestimmten Bedingungen auftreten können. Für Systeme, die eine der Bedingungen erfüllen, wird die Verteilung eines Updates gestoppt.

So gab es schon direkt zu Beginn des Rollouts eine Liste mit mehreren solcher Fälle. Dazu gehörten unter anderem Schwierigkeiten mit Fingerabdrucksensoren, Probleme mit Anwendungen zur Anpassung von Hintergrundbildern oder Bluescreens bei Geräten mit Easy Anti-Cheat Software. Jedoch sind mittlerweile eine Menge weiterer Probleme bekannt.


BSOD bei WD-Festplatten

Eines davon betrifft jetzt Nutzer, die eine NVMe-SSD-Festplatte von Western Digital in ihrem Computer eingebaut haben, wie etwa die NVMe WD SN580 oder WD SN770. Denn wie etliche Beiträge im Community-Forum (via Deskmodder) auf der Webseite von WD belegen, kommt es nach dem Update von Windows 11 zu Bluescreens. Welche Firmware dabei installiert ist, scheint keine Rolle zu spielen.

Bis Western Digital einen Fix bereitstellt, hat jedoch ein versierter Nutzer namens snailium eine Übergangslösung bereitgestellt, die sich laut der Forumsbeiträge schon bei mehreren Betroffenen bewährt hat. So kann der Fehler des BSOD anscheinend durch das Deaktivieren des Host-Memory-Buffers (HMB) wieder repariert werden. Dazu können Nutzer wie folgt vorgehen:

  1. Den Registry-Editor starten (Win + R, Eingabe: "regedit")
  2. Navigieren zu HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\StorPort
  3. HMBAllocationPolicy auf 0 setzen. (Wenn keine HMBAllocationPolicy vorhanden ist, erstellen als DWORD)
  4. System neustarten

Sollte das System danach stabil laufen, wird außerdem empfohlen, Windows unter Einstellungen → System → Wiederherstellung → "Problem mittels Windows Update beheben" zu reparieren.

Vorsicht bei Anpassungen der Registry

Dass diese Anpassung den Bluescreen verhindert, deutet darauf hin, dass der HMB-Table angepasst werden muss. Der gibt an, wie viel MB an Arbeitsspeicher die SSD als Cache nutzten soll. Nachdem Western Digital einen Patch herausgebracht hat, um das Problem offiziell zu lösen, sollte daher geprüft werden, ob die Anpassung manuell wieder rückgängig gemacht werden muss. Generell sollten nur Nutzer mit entsprechendem Wissen Änderungen an der Registry vornehmen, da ein unbedachter Eingriff potenziell zu fatalen Folgen führen kann.

Zusammenfassung
  • Windows 11 24H2 Update führt zu BSOD bei WD-Festplatten
  • Nutzer berichten von Bluescreens nach Betriebssystem-Update
  • Community-Mitglied snailium bietet temporäre Lösung an
  • Problembehebung durch Deaktivieren des Host-Memory-Buffers
  • Änderung in Registry erforderlich, Neustart des Systems notwendig
  • Langfristige Lösung von Western Digital wohl nötig

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