Marktanteile PC-Grafikkarten:
Intel ist jetzt total irrelevant geworden

Überraschende Entwicklung im Grafikkarten-Markt: Intel verliert komplett den Anschluss, während Nvidia seine Dominanz weiter ausbaut. Die Analysten von Jon Peddie Research liefern spannende Einblicke in die aktuelle Marktsituation.
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Intel

Unerwarteter Aufschwung im GPU-Markt

Der Markt für dedizierte Grafikkarten zeigt sich derzeit in einer interessanten Phase. Obwohl in den letzten Monaten keine neuen Modelle auf den Markt gekommen sind, verzeichnet die Branche überraschend positive Zahlen. Laut einer aktuellen Analyse von Jon Peddie Research (JPR) stiegen die Auslieferungen von Add-in-Boards (AIBs) im zweiten Quartal 2024 im Vergleich zum Vorjahr um 47,9 Prozent (via PC World).

Konkret wurden im zweiten Quartal 2024 rund 9,5 Millionen Grafikkarten ausgeliefert, was einem Anstieg von 9,4 Prozent gegenüber dem ersten Quartal entspricht. Diese Entwicklung ist besonders bemerkenswert, da sie dem üblichen saisonalen Trend widerspricht. In den vergangenen zehn Jahren war im zweiten Quartal durchschnittlich ein Rückgang von 7,1 Prozent zu verzeichnen.


Nvidia dominiert, AMD hält sich, Intel verschwindet

Bei der Betrachtung der Marktanteile zeigt sich ein klares Bild:

  • Nvidia: Dominiert den Markt mit einem Anteil von 88 Prozent und konnte seine Auslieferungen im Jahresvergleich um 61,9 Prozent steigern.
  • AMD: Verzeichnete ein moderates Wachstum von drei Prozent im Jahresvergleich und hält einen Marktanteil von 12 Prozent.
  • Intel: Das Unternehmen, das mit seiner Arc-Alchemist-Serie erst 2022 in den Markt für dedizierte Grafikkarten eingestiegen war, ist laut JPR-Analyse komplett aus dem Markt verschwunden. Nachdem Intel Ende 2022 kurzzeitig einen Marktanteil von vier Prozent erreicht hatte, sank dieser Anfang 2024 auf null Prozent.

Gründe für Aufschwung

Der überraschende Anstieg der Auslieferungen lässt sich teilweise auf die Einführung von Nvidias RTX 40 Super-Serie Anfang 2024 zurückführen. Allerdings reicht dies allein nicht aus, um den massiven Zuwachs zu erklären. Dr. Jon Peddie von JPR sieht einen positiven Trend:

Mit einem kleinen Einbruch im ersten Quartal (saisonal normal) haben wir vier Quartale Wachstum gesehen.
Dr. Jon Peddie, Jon Peddie Research
Das Gesamtvolumen der Auslieferungen liegt trotz des starken Wachstums noch unter dem Niveau von vor zwei Jahren. Zudem ist zu beachten, dass Auslieferungszahlen nicht zwangsläufig den tatsächlichen Verkäufen entsprechen.

Ausblick und zukünftige Entwicklungen

Für die nahe Zukunft erwarten Branchenbeobachter gespannt die nächsten Schritte der großen Hersteller:

  • Nvidia: Plant voraussichtlich die Einführung seiner GeForce RTX 5000-Serie (Codename "Blackwell") für Anfang 2025.
  • AMD: Könnte im gleichen Zeitraum mit der Radeon RX 8000-Serie (RDNA 4) nachziehen, wobei der Fokus hier eher auf dem Mittelklasse-Segment liegen soll.
  • Intel: Hofft, mit der kommenden Arc-Battlemage-Serie wieder Fuß im Markt zu fassen. Ein geplanter Start zum Jahresende 2024 könnte Intel einen kleinen zeitlichen Vorteil verschaffen, bevor die neuen Generationen von Nvidia und AMD auf den Markt kommen.

Wie seht ihr die Entwicklung im Grafikkarten-Markt? Überrascht euch der Aufschwung trotz fehlender Neuerscheinungen? Und glaubt ihr, dass Intel mit Battlemage wieder zurück ins Spiel kommen kann? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Verkauf von Grafikkarten steigt um 47,9 Prozent
  • Nvidia dominiert mit 88 Prozent Marktanteil
  • AMD hält 12 Prozent Marktanteil, wächst um 3 Prozent
  • Intel ohne Marktanteil, 2022 noch 4 Prozent
  • Nvidias RTX 40 Super-Serie beeinflusst Verkäufe
  • Gesamtvolumen unter Niveau von vor zwei Jahren
  • Neue Serien von Nvidia und AMD Anfang 2025

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