FTC wirft sozialen Netzwerken "Massenüberwachung" ihrer Nutzer vor
Die Federal Trade Commission (FTC) hat in einem neuen Bericht die Praktiken großer Tech-Unternehmen untersucht. Ergebnis: Soziale Medien und Video-Dienste überwachen ihre Nutzer massiv. Schluss der Behörde: Selbstregulierung in der Branche hat versagt.
Laut dem Bericht sammeln diese Unternehmen nicht nur umfangreiche Daten über ihre Nutzer, sondern auch über Unbeteiligte. Die gesammelten Informationen werden oft auf unbestimmte Zeit gespeichert und mit einer Vielzahl von Drittanbietern geteilt. Besonders besorgniserregend sei laut der US-amerikanischen Handelsbehörde, dass einige Unternehmen Löschanfragen von Nutzern nicht vollständig nachkommen.
Um die problematischen Praktiken einzudämmen, empfiehlt die FTC dem Kongress, umfassende Datenschutzgesetze zu verabschieden. In der Zwischenzeit sollten die Unternehmen laut FTC ihre Datenerfassungsrichtlinien einschränken, auf "datenschutzintensive Werbe-Tracking-Technologien" verzichten und stärkere Datenschutzmaßnahmen für Jugendliche implementieren.
Siehe auch:
FTC deckt bedenkliche Praktiken der Tech-Giganten auf
Die Federal Trade Commission (FTC) hat einen alarmierenden Bericht (via The Guardian) über die Datensammel- und -speicherpraktiken großer Technologieunternehmen veröffentlicht. Der Report untersucht die Vorgehensweisen von neun führenden Plattformen, darunter Meta (Facebook), Google (YouTube), Amazon (Twitch), ByteDance (TikTok), Discord, Reddit und X (ehemals Twitter).Laut dem Bericht sammeln diese Unternehmen nicht nur umfangreiche Daten über ihre Nutzer, sondern auch über Unbeteiligte. Die gesammelten Informationen werden oft auf unbestimmte Zeit gespeichert und mit einer Vielzahl von Drittanbietern geteilt. Besonders besorgniserregend sei laut der US-amerikanischen Handelsbehörde, dass einige Unternehmen Löschanfragen von Nutzern nicht vollständig nachkommen.
Lukratives Geschäftsmodell
Die FTC stellt fest, dass die Geschäftsmodelle der untersuchten Unternehmen stark auf der Monetarisierung von Nutzerdaten basieren und man den Social-Media-Firmen selbst nicht ansatzweise vertrauen kann, sich selbst in die Pflicht zu nehmen:Angesichts der Milliarden von Dollar, die Unternehmen mit dem Sammeln und der Monetarisierung von Nutzerdaten verdienen können, war die Selbstregulierung ein Misserfolg.Es ist nicht das erste Mal, dass die FTC solche Bedenken äußert. Im Jahr 2014 veröffentlichte die Behörde einen Bericht mit dem Titel "Data Brokers: A Call for Transparency and Accountability", der die undurchsichtigen Praktiken von Datenhändlern kritisierte. Der aktuelle Bericht zeigt, dass sich die Situation in den letzten zehn Jahren eher verschärft als verbessert hat. Infografik Social Media: Diese Netzwerke werden für Nachrichten genutzt
Mangelnder Schutz für Kinder und Jugendliche
Ein besonders kritischer Punkt des Berichts ist der unzureichende Schutz von Kindern und Jugendlichen. FTC-Vorsitzende Lina Khan betonte: "Das Versagen mehrerer Unternehmen, Kinder und Jugendliche online angemessen zu schützen, ist besonders beunruhigend." Viele Plattformen argumentieren, dass sie nicht auf Kinder ausgerichtet seien und daher keine speziellen Schutzmaßnahmen benötigten. Die FTC widerspricht dieser Ansicht jedoch vehement.Um die problematischen Praktiken einzudämmen, empfiehlt die FTC dem Kongress, umfassende Datenschutzgesetze zu verabschieden. In der Zwischenzeit sollten die Unternehmen laut FTC ihre Datenerfassungsrichtlinien einschränken, auf "datenschutzintensive Werbe-Tracking-Technologien" verzichten und stärkere Datenschutzmaßnahmen für Jugendliche implementieren.
Reaktionen der Unternehmen
Einige der genannten Unternehmen haben die Ergebnisse angefochten. Discord betonte beispielsweise, dass sein Geschäftsmodell sich von dem der anderen untersuchten Plattformen unterscheide. Google verwies auf seine strengen Datenschutzrichtlinien und das Verbot personalisierter Werbung für Nutzer unter 18 Jahren.
Zusammenfassung
- FTC-Bericht kritisiert Datensammelpraktiken großer Tech-Unternehmen
- Untersuchte Plattformen wie Meta, Google und Amazon teilen Daten mit Drittanbietern
- FTC bemängelt unzureichenden Schutz von Kindern und Jugendlichen online
- Die Behörde empfiehlt dem Kongress, umfassende Datenschutzgesetze zu verabschieden
- Selbstregulierung der Branche laut FTC gescheitert
- Einige Firmen wie Discord und Google weisen Kritik zurück
- FTC fordert Einschränkung der Datenerfassung und besseren Jugendschutz
Siehe auch:
- Gerätesiegel-Sticker: FTC mahnt zahlreiche Hardware-Hersteller ab
- Apple hat Jon Stewart untersagt, FTC-Chefin Khan zu interviewen
- Activision Blizzard-Entlassungen: FTC schießt in Richtung Microsoft
- Monopol durch Milliarden für KI-Startups? Microsoft im Auge der FTC
- Deal durch, doch FTC will Microsofts Activision-Kauf rückgängig machen
Themen:
Beliebte Downloads
Videos zum Thema soziale Netzwerke
- Super Bowl 2026: Oakley Meta-Brillen halten epische Sportmomente fest
- Mehr als eine Kamerabrille? Die Ray-Ban-Meta-Smart Glasses im Test
- Super Bowl 2022: Meta schickt Animatronics ins Metaverse
- "Schnelle Lacher": Netflix kopiert TikTok und erweitert mobile Apps
- Super Bowl 2020: Das waren die besten Werbespots beim Sport-Event
Beiträge aus dem Forum
Interessante Links
Neue Nachrichten
- Wallpaper Engine: "Anime Girl"-Hintergründe gefährden Steam-Gamer
- iPhone Air 2: Apple behebt die zwei größten Mankos des Vorgängers
- 24 Mrd. Datensätze offen im Netz: Riesiges Passwort-Archiv entdeckt
- Top-Tarif im O2-Netz: Jetzt 25 GB 5G dauerhaft für nur 4,99 Euro
- Microsoft Edge erlaubt bald den Login mit einem Google-Konto
- Tim Cook warnt: Preise für Apple-Produkte werden bald deutlich steigen
- Minus 15 Prozent: Speicherkrise trifft die Smartphone-Hersteller hart
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen