Monopol durch Milliarden für KI-Startups? Microsoft im Auge der FTC

Die US-Handelskommission FTC (Federal Trade Commission) startet jetzt offiziell eine Untersuchung der Investitionen großer Konzerne in ver­schiedene Startups aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz. Man hat vor allem Microsoft, Amazon und Alphabet im Visier.
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Wollen sich die Konzerne Monopole sichern?

Die Wettbewerbshüter der FTC haben nach eigenen Angaben begonnen, das Verhalten der großen Technologiekonzerne mit Blick auf ihren Einstieg bei verschiedenen jungen Unternehmen, die an KI-Technologien arbeiten, zu untersuchen. Dazu wurden die US-Firmen zunächst aufgefordert, Dokumente bereitzustellen, die deutlich machen, in welchem Verhältnis sie zu den Startups stehen.

Dabei beabsichtigt die FTC vor allem herauszufinden, welche Auswirkungen die Beziehungen der großen Technologiekonzerne wie Microsoft, Amazon und Alphabet auf den Wettbewerb im Markt für KI-Technologien und anderen Bereichen haben. Die Geschichte habe gezeigt, dass neue Technologien immer auch ermöglichen, neue Märkte zu kreieren und gesunden Wettbewerb zu schaffen, so FTC-Chefin Lina Khan in einer Stellungnahme.


FTC will für offenen Wettbewerb sorgen

Während die Firmen aber versuchen, KI zu entwickeln und zu monetarisieren, müsse man verhindern, dass sie mit bestimmten Taktiken versuchen, die erwähnten Chancen auf die Entwicklung neuer Märkte und freien Wettbewerbs zu unterbinden, so Khan weiter. Man wolle deshalb mit den jetzt erfolgenden Nachforschungen herausbekommen, ob Investitionen und Kooperationen, die von dominanten Firmen angestrebt werden, eine Verzerrung der Innovation und des freien Wettbewerbs zur Folge haben könnten.

Amazon, Alphabet und Microsoft haben jetzt zunächst 45 Tage Zeit, um auf die Forderungen der FTC bezüglich der Herausgabe bestimmter Dokumente zu reagieren. Microsoft hat bisher gut 13 Milliarden Dollar in das Startup OpenAI gesteckt, um sich so 49 Prozent der Anteile der Firma zu sichern. Seitdem stopft man ChatGPT und andere von OpenAI entwickelte Technologien in praktisch jedes vorstellbare Microsoft-Produkt von der Suchmaschine Bing über das Büropaket Office bis hin zum Betriebssystem Windows.

Amazon steckte seinerseits rund vier Milliarden Dollar in das KI-Startup Anthropic, welches einen eigenen Chatbot namens Claude entwickelt. Der Google-Mutterkonzern Alphabet hat seinerseits ebenfalls zwei Milliarden Dollar in Anthropic gesteckt. Allein schon aufgrund des Investitionsvolumens dürfte Microsoft das Hauptziel der mit der Anforderung der Dokumente anlaufenden Untersuchung der FTC sein.

Zusammenfassung
  • FTC prüft KI-Investitionen von Tech-Giganten
  • Microsoft, Amazon, Alphabet im Fokus der Ermittlungen
  • Untersuchung der Beziehung zu KI-Startups eingeleitet
  • FTC-Chefin Khan sucht nach Wettbewerbsverzerrungen
  • Tech-Firmen haben 45 Tage für Dokumentenherausgabe
  • Microsoft investierte 13 Mrd. in OpenAI für 49% Anteile
  • Amazon und Alphabet beteiligten sich an KI-Startup Anthropic

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