Gerätesiegel-Sticker: FTC mahnt zahlreiche Hardware-Hersteller ab

Recht auf Reparatur ist keine Ausnahme mehr, doch das bedeutet nicht, dass alle Hersteller damit glücklich sind. Das bedeutet auch, dass die Siegel-Sticker bei technischen Geräten nach wie vor üblich sind. In den USA klopft die FTC nun mehreren Unternehmen auf die Finger.
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Recht auf Reparatur wird zur Normalität

Heutzutage wird es immer mehr zur Selbstverständlichkeit, dass Hardware-Besitzer ihre Geräte selbst reparieren (dürfen). Einige Unternehmen begrüßen das von sich aus, andere beugen sich immerhin dem politischen und öffentlichen Druck. Denn Reparaturen sind vielfach auch ein gutes Geschäft, auf das die jeweiligen Unternehmen ungern verzichten möchten. In den USA und auch bei uns waren spezielle Verschluss-Siegel lange Zeit weitverbreitet, diese sollen sicherstellen, dass der Kunde nicht selbst im Gerät herumfummelt.

In den Vereinigten Staaten sind solche Sticker seit bereits längerem untersagt (in Deutschland bzw. Europa sind sie hingegen nicht verboten) und die für Konsumentenrechte zuständige Federal Trade Commission (FTC) hat nun gleich mehreren Unternehmen deshalb die Rute ins Fenster gestellt.


Wie PC World berichtet, haben nämlich diese Woche zahlreiche Technik-Unternehmen Post von der FTC bekommen. In den Schreiben werden sie gewarnt, dass ihre Gewährleistungs- oder Reparaturrichtlinien gegen Bundesrecht verstoßen könnten. Im PC-Sektor sind das Hersteller wie ASRock, Gigabyte und Zotac. Die konkreten Verstöße bzw. Hinweise sind zwar unterschiedlich, in der Regel geht es hier aber um die erwähnten Sticker. In den USA versuchen die erwähnten Unternehmen die "Warranty", das ist im Wesentlichen die Gewährleistung, auszuschließen, wenn ein solches Siegel beschädigt ist.

Die FTC weist sie darauf hin, dass derartige Sticker nicht rechtens sind. Man teilte den Hersteller zudem explizit mit, dass sie nicht angeben oder auch nur andeuten dürfen, dass ihre Produkte nur durch einen autorisierten Service des Unternehmens repariert werden können. Laut PC World droht die FTC bei Verstößen noch nichts Konkretes an, schreibt aber, dass die Wortwahl "passiv-aggressiv" sei und die Behörde sich immer wieder "besorgt" zeigt - aber rechtliche Schritte auch definitiv als Möglichkeit anführt.

Zusammenfassung
  • Recht auf Reparatur wird immer selbstverständlicher
  • FTC mahnt US-Technikunternehmen wegen Siegel-Stickern
  • Verschluss-Siegel in den USA verboten, in Europa erlaubt
  • Unternehmen unter Druck, Reparaturgeschäft nicht aufzugeben
  • FTC kritisiert Gewährleistungsausschluss bei beschädigten Siegeln
  • Hersteller dürfen nicht auf autorisierten Service bestehen
  • FTC droht mit rechtlichen Schritten bei weiteren Verstößen

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