Verhaftet: Ex-Manager baute mit Samsung-Interna Chip-Firma in China
Die südkoreanische Polizei hat zwei ehemalige Manager Samsungs festgenommen. Diese stehen im Verdacht, Betriebsgeheimnisse des Unternehmens im Wert von 3,2 Milliarden Dollar an China weitergegeben und damit dort eine eigene Firma gegründet zu haben.
Dem Erstgenannten wird vorgeworfen, Technologien zur Herstellung von Speicherchips im 20-nm-Bereich, die von Samsung entwickelt wurden, an die chinesische Fabrik Chengdu Gaozhen weitergegeben zu haben. Samsung zählt zu den führenden Speicherherstellern weltweit. Die südkoreanischen Behörden erklärten, dass der Mann durch seine Handlungen "die Wettbewerbsfähigkeit der Nation geschwächt habe", insbesondere vor dem Hintergrund des globalen "Chip-Krieges".
Mit der Festnahme des Unternehmensleiters hofft die Polizei, die Aktivitäten des chinesischen Joint Ventures zum Erliegen zu bringen. Allerdings wird weiter ermittelt, ob noch weitere Fälle von Industriespionage im Zusammenhang mit diesem Vorfall ans Licht kommen könnten.
China schweigt üblicherweise zu solchen Vorgängen. Allerdings ist klar, dass man in Peking großes Interesse daran hat, an die entsprechenden Technologien zu gelangen. Denn die Sanktionen gegen das Land sorgen dafür, dass chinesische Unternehmen nur schwer an High-End-Chips herankommen. Und auch der Aufbau einer eigenen Produktion ist schwierig, da die nötigen Maschinen ebenfalls aus Staaten kommen, die das Embargo gegen China achten.
Siehe auch:
Technik für Speicherchips
Einer der Verhafteten, ein 66-jähriger Mann, gründete zusammen mit chinesischen Unternehmern ein Joint Venture zur Chipproduktion in China und fungierte dabei als Firmenchef. Unterstützt wurde er dabei von einem Werkdesigner und er soll versucht haben, weitere südkoreanische Experten für das Unternehmen zu rekrutieren, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg.Dem Erstgenannten wird vorgeworfen, Technologien zur Herstellung von Speicherchips im 20-nm-Bereich, die von Samsung entwickelt wurden, an die chinesische Fabrik Chengdu Gaozhen weitergegeben zu haben. Samsung zählt zu den führenden Speicherherstellern weltweit. Die südkoreanischen Behörden erklärten, dass der Mann durch seine Handlungen "die Wettbewerbsfähigkeit der Nation geschwächt habe", insbesondere vor dem Hintergrund des globalen "Chip-Krieges".
Mit der Festnahme des Unternehmensleiters hofft die Polizei, die Aktivitäten des chinesischen Joint Ventures zum Erliegen zu bringen. Allerdings wird weiter ermittelt, ob noch weitere Fälle von Industriespionage im Zusammenhang mit diesem Vorfall ans Licht kommen könnten.
China ist interessiert
Es ist nicht das erste Mal, dass ein Mitarbeiter eines südkoreanischen Technologiekonzerns wegen des Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen festgenommen wurde. Erst im Mai wurde ein ehemaliger Mitarbeiter von SK Hynix am südkoreanischen Flughafen verhaftet, weil er 3000 Seiten an vertraulichen Daten über Halbleiterprozesse ausgedruckt transportierte. Diese sollten vermutlich an Huawei übergeben bzw. verkauft werden.China schweigt üblicherweise zu solchen Vorgängen. Allerdings ist klar, dass man in Peking großes Interesse daran hat, an die entsprechenden Technologien zu gelangen. Denn die Sanktionen gegen das Land sorgen dafür, dass chinesische Unternehmen nur schwer an High-End-Chips herankommen. Und auch der Aufbau einer eigenen Produktion ist schwierig, da die nötigen Maschinen ebenfalls aus Staaten kommen, die das Embargo gegen China achten.
Zusammenfassung
- Zwei Ex-Manager Samsungs in Südkorea festgenommen
- Verdacht auf Weitergabe von Betriebsgeheimnissen
- Gründung eines Chipproduktions-Joint-Ventures in China
- Technologie für 20-nm-Speicherchips an China verkauft
- Festnahme soll chinesisches Joint Venture stoppen
- Ermittlungen zu weiterer Industriespionage laufen
- Früherer SK Hynix-Mitarbeiter wegen Datenklau verhaftet
- China interessiert an Technologien wegen Sanktionen
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