Intel erwägt drastische Maßnahmen zur Bewältigung der Krise
Der Chip-Hersteller Intel steht vor dem möglicherweise schwersten Umbruch seiner 56-jährigen Firmengeschichte. Um die noch immer andauernde Krise endlich hinter sich lassen zu können, holt man sich nun Hilfe von Außen.
Eine potenzielle Trennung oder ein Verkauf von Intels Foundry-Sparte, die Chips für externe Kunden herstellt, wäre ein radikaler Kurswechsel für Konzernchef Pat Gelsinger. Dieser hatte die Sparte als zentralen Bestandteil seiner Strategie zur Wiederherstellung von Intels Stellung unter den Chip-Herstellern gesehen und wollte damit Konkurrenten wie TSMC Konkurrenz machen. Allerdings wird spekuliert, dass Intel zunächst weniger drastische Maßnahmen ergreifen könnte, wie etwa das Zurückstellen von Expansionsplänen.
Gelsinger steht zunehmend unter Druck, Intels dringend notwendige Wende zu vollziehen. Während er versucht, das Fabriknetzwerk des Unternehmens auszubauen, schrumpfen die Umsätze. Im letzten Quartal verzeichnete Intel einen Nettoverlust von 1,61 Milliarden Dollar, und Analysten prognostizieren weitere Verluste für das kommende Jahr.
Gelsinger, der nach mehr als einem Jahrzehnt Abwesenheit 2021 zu Intel zurückkehrte, hatte versprochen, die technologische Führungsposition des Unternehmens wiederherzustellen. Sein ambitionierter Plan musste jedoch bereits zurückgefahren werden: Intel kündigte an, etwa 15.000 Stellen abzubauen und die Investitionsausgaben drastisch zu kürzen. Selbst die Dividende, lange Zeit ein Aushängeschild des Unternehmens, wurde ausgesetzt.
Mit einem Marktwert von 86 Milliarden Dollar ist Intel aus den Top 10 der weltweit größten Chip-Hersteller herausgefallen und rangiert nun als zweitschlechtester Wert auf dem Philadelphia Chip Index. Währenddessen sieht sich das Unternehmen im Vergleich zu Nvidia, das 2024 voraussichtlich doppelt so viel Umsatz machen wird, weiter unter Druck. Noch 2021 war Intel nach Umsatz dreimal so groß wie Nvidia.
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Aufspaltung als Möglichkeit
Nach Informationen von Insidern hat das Unternehmen Investmentbanken wie Morgan Stanley und Goldman Sachs beauftragt, verschiedene Optionen zu prüfen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg. Eine mögliche Aufspaltung von Intels Geschäftsbereichen für Produktdesign und Fertigung sowie das Streichen von Fabrikprojekten seien dabei Möglichkeiten, die in Betracht gezogen werden.Eine potenzielle Trennung oder ein Verkauf von Intels Foundry-Sparte, die Chips für externe Kunden herstellt, wäre ein radikaler Kurswechsel für Konzernchef Pat Gelsinger. Dieser hatte die Sparte als zentralen Bestandteil seiner Strategie zur Wiederherstellung von Intels Stellung unter den Chip-Herstellern gesehen und wollte damit Konkurrenten wie TSMC Konkurrenz machen. Allerdings wird spekuliert, dass Intel zunächst weniger drastische Maßnahmen ergreifen könnte, wie etwa das Zurückstellen von Expansionsplänen.
Gelsinger steht zunehmend unter Druck, Intels dringend notwendige Wende zu vollziehen. Während er versucht, das Fabriknetzwerk des Unternehmens auszubauen, schrumpfen die Umsätze. Im letzten Quartal verzeichnete Intel einen Nettoverlust von 1,61 Milliarden Dollar, und Analysten prognostizieren weitere Verluste für das kommende Jahr.
Gelsinger, der nach mehr als einem Jahrzehnt Abwesenheit 2021 zu Intel zurückkehrte, hatte versprochen, die technologische Führungsposition des Unternehmens wiederherzustellen. Sein ambitionierter Plan musste jedoch bereits zurückgefahren werden: Intel kündigte an, etwa 15.000 Stellen abzubauen und die Investitionsausgaben drastisch zu kürzen. Selbst die Dividende, lange Zeit ein Aushängeschild des Unternehmens, wurde ausgesetzt.
Es steht schlecht
Die Intel-Aktien sind in diesem Jahr um 60 Prozent gefallen, während der Philadelphia Stock Exchange Semiconductor Index, ein Benchmark für die Chipindustrie, um 20 Prozent gestiegen ist. Das Comeback von Gelsinger stützt sich auf eine Neuausrichtung von Intel in zwei Bereiche: einen, der Chips entwirft, und einen anderen, der sie produziert. Doch bis die Fertigungssparte mehr externe Kunden gewinnt, bleibt die finanzielle Lage angespannt.Mit einem Marktwert von 86 Milliarden Dollar ist Intel aus den Top 10 der weltweit größten Chip-Hersteller herausgefallen und rangiert nun als zweitschlechtester Wert auf dem Philadelphia Chip Index. Währenddessen sieht sich das Unternehmen im Vergleich zu Nvidia, das 2024 voraussichtlich doppelt so viel Umsatz machen wird, weiter unter Druck. Noch 2021 war Intel nach Umsatz dreimal so groß wie Nvidia.
Zusammenfassung
- Intel steht vor einem schweren Umbruch in seiner 56-jährigen Geschichte
- Morgan Stanley und Goldman Sachs prüfen Optionen für Intel
- Mögliche Aufspaltung von Design- und Fertigungsbereichen bei Intel
- Intel erwägt Verkauf der Foundry-Sparte, die extern Chips produziert
- Intel-Chef Gelsinger will die Führungsposition im Chipmarkt zurückgewinnen
- Intel kündigt Stellenabbau von 15.000 Jobs und Kürzung der Investitionen an
- Intel-Aktien fallen 2024 um 60 Prozent, während Branchenindex steigt
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