Apple: iOS-Nutzer in der EU können bald Safari und App Store löschen
Apple wird noch in diesem Jahr wichtige Änderungen an iOS vornehmen, um den neuen Anforderungen der EU gerecht zu werden. Nutzer erhalten dann mehr Freiheit bei der Auswahl von Standard-Apps und können vorinstallierte Apple-Anwendungen löschen.
Mit dem kommenden Update wird iOS-Nutzern beim ersten Öffnen des Safari-Browsers eine Auswahlseite präsentieren, auf der sie aus einer Liste von verfügbaren Webbrowsern ihren bevorzugten Standardbrowser auswählen können. Diese Liste wird pro EU-Land zufällig angeordnet und umfasst bis zu zwölf Browser und ist jeweils mit kurzen Beschreibungen versehen. Die ausgewählte Anwendung wird automatisch heruntergeladen und als Standard festgelegt. Eine ähnliche Funktionalität wird für iPhones wie auch für iPads eingeführt.
Zuvor hatte Apple im März bereits Änderungen vorgenommen, die jedoch von Browser-Herstellern und der Europäischen Kommission als unzureichend kritisiert wurden. Mit den nun angekündigten Verbesserungen hofft Apple, den Bedenken der Regulierungsbehörden gerecht zu werden. "Wir begrüßen Apples aktualisierte Auswahlseite, besonders da sie vor den kommenden iPhone-Veröffentlichungen eingeführt wird", sagte Andrew Frost Moroz, Gründer des Aloha-Browsers, gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. "Die klareren Beschreibungen und der vereinfachte Auswahlprozess verbessern das Nutzererlebnis und bieten Drittanbieter-Browsern mehr Sichtbarkeit."
Die Europäische Kommission hat angekündigt, die Effektivität dieser Maßnahmen genau zu beobachten und gegebenenfalls weitere Schritte einzuleiten. Apple betonte, in engem Dialog mit der Kommission zu stehen und zeigte sich zuversichtlich, dass die geplanten Änderungen den regulatorischen Anforderungen entsprechen.
Siehe auch:
Anpassungen aufgrund des DMA
Die geplanten Anpassungen, die Apple gestern ankündigte, sind eine direkte Reaktion auf das Inkrafttreten des Digital Markets Act (DMA) der EU am 7. März dieses Jahres. Dieses Gesetz zielt darauf ab, den Wettbewerb im digitalen Markt zu fördern und Monopolstellungen großer Technologiekonzerne einzuschränken. Eine der zentralen Forderungen des DMA ist es, Verbrauchern mehr Auswahlmöglichkeiten bei der Nutzung von Webbrowsern und anderen Standardanwendungen zu bieten.Mit dem kommenden Update wird iOS-Nutzern beim ersten Öffnen des Safari-Browsers eine Auswahlseite präsentieren, auf der sie aus einer Liste von verfügbaren Webbrowsern ihren bevorzugten Standardbrowser auswählen können. Diese Liste wird pro EU-Land zufällig angeordnet und umfasst bis zu zwölf Browser und ist jeweils mit kurzen Beschreibungen versehen. Die ausgewählte Anwendung wird automatisch heruntergeladen und als Standard festgelegt. Eine ähnliche Funktionalität wird für iPhones wie auch für iPads eingeführt.
Zuvor hatte Apple im März bereits Änderungen vorgenommen, die jedoch von Browser-Herstellern und der Europäischen Kommission als unzureichend kritisiert wurden. Mit den nun angekündigten Verbesserungen hofft Apple, den Bedenken der Regulierungsbehörden gerecht zu werden. "Wir begrüßen Apples aktualisierte Auswahlseite, besonders da sie vor den kommenden iPhone-Veröffentlichungen eingeführt wird", sagte Andrew Frost Moroz, Gründer des Aloha-Browsers, gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. "Die klareren Beschreibungen und der vereinfachte Auswahlprozess verbessern das Nutzererlebnis und bieten Drittanbieter-Browsern mehr Sichtbarkeit."
Neue Einstellungen
Zusätzlich plant Apple die Einführung eines dedizierten Bereichs innerhalb der Einstellungen, in dem Nutzer Standard-Apps für Funktionen wie Messaging, Telefonate, Spamfilter, Passwortmanager und Tastaturen festlegen können. Weiterhin wird es möglich sein, mehr vorinstallierte Apps wie den App Store, Nachrichten, Kamera, Fotos und Safari von einem iPhone zu löschen. Lediglich die Einstellungen und die Telefon-App bleiben unveränderlich.Die Europäische Kommission hat angekündigt, die Effektivität dieser Maßnahmen genau zu beobachten und gegebenenfalls weitere Schritte einzuleiten. Apple betonte, in engem Dialog mit der Kommission zu stehen und zeigte sich zuversichtlich, dass die geplanten Änderungen den regulatorischen Anforderungen entsprechen.
Zusammenfassung
- Apple passt iOS an EU-Vorgaben an, um Wettbewerb zu fördern
- Nutzer können bald Standard-Apps frei wählen und vorinstallierte löschen
- Update bietet Auswahlseite für Webbrowser bei erstem Safari-Start
- Liste der Browser wird pro EU-Land zufällig angeordnet
- Verbesserungen folgen auf Kritik von Browser-Herstellern und EU-Kommission
- Neuer Bereich für Einstellung von Standard-Apps geplant
- Möglichkeit, mehr vorinstallierte Apps zu löschen, wird eingeführt
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Christian Kahle
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