Jetzt fix: Megaupload-Gründer Kim Dotcom wird an die USA ausgeliefert
Rund zwölf Jahre kämpfte der Megaupload-Gründer Kim Dotcom gegen seine Auslieferung, doch nun muss er sich endgültig geschlagen geben: Denn Neuseeland hat mit den USA die Auslieferung vereinbart, der gebürtige Deutsche hat wohl alle rechtlichen Mittel ausgeschöpft.
Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, hat Justizminister Paul Goldsmith einen Auslieferungsbeschluss für Dotcom unterzeichnet, damit ist die Überstellung in die Vereinigten Staaten beschlossene Sache.
Siehe auch:
Auslieferungsbeschluss unterzeichnet
Kim Dotcom, dessen bürgerlicher Name Kim Schmitz lautet(e), wird sich in den USA den Vorwürfen der massiven Urheberrechtsverletzungen, Betrug, Geldwäsche und der Bildung einer kriminellen Organisation stellen müssen, das hat heute das neuseeländische Justizministerium bekannt gegeben.Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, hat Justizminister Paul Goldsmith einen Auslieferungsbeschluss für Dotcom unterzeichnet, damit ist die Überstellung in die Vereinigten Staaten beschlossene Sache.
Ich habe alle Informationen sorgfältig geprüft und entschieden, dass Mister Dotcom an die USA ausgeliefert werden sollte, um sich vor Gericht zu verantworten.Der Beschuldigte, der eigenen Angaben nach befürchtet, dass er in den USA keinen fairen Prozess zu erwarten habe, kommentierte die Angelegenheit bereits in einem Beitrag auf X: "Die gehorsame US-Kolonie im Südpazifik hat gerade beschlossen, mich für das auszuliefern, was Nutzer unaufgefordert auf Megaupload hochgeladen haben und was die Urheberrechtsinhaber mit direktem Löschzugriff sofort und ohne Frage entfernen konnten. Aber wen kümmert das schon? So ist das heutzutage mit der Gerechtigkeit."
Wie üblich habe ich Mister Dotcom eine kurze Frist eingeräumt, um meine Entscheidung zu überdenken und sich beraten zu lassen. Daher werde ich mich zu diesem Zeitpunkt nicht weiter äußern.
Vorgeworfener Schaden: 500 Millionen Dollar
Dotcom wird vorgeworfen, mit seiner Plattform die Urheberrechtsverstöße ermöglicht zu haben, laut Filmstudios und Plattenfirmen soll das einen Schaden von über 500 Millionen Dollar verursacht haben.
Zusammenfassung
- Kim Dotcom wird in die USA ausgeliefert
- Auslieferung nach langem Rechtsstreit beschlossen
- Neuseeländischer Justizminister unterzeichnet Beschluss
- Massive Vorwürfe gegen Dotcom in den USA
- Dotcom kritisiert die Entscheidung auf Twitter
- Schaden durch Megaupload über 500 Millionen Dollar
- Dotcom befürchtet unfairen Prozess in den USA
Siehe auch:
- Fall Megaupload: Kim Dotcom fürchtet "geheime Befehle" aus den USA
- Kim Dotcom rutscht immer weiter in rechte Verschwörungs-Untiefen
- Kim Dotcom legt sich mit Ukraine-Meme-"Armee" an - und wird gegrillt
- Mega-Heuchler? Kim Dotcom kündigt Bericht zu "Massen-Piraterie" an
- Megaupload: Das haben Kim Dotcoms Mitstreiter konkret gestanden
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