Kim Dotcom rutscht immer weiter in rechte Verschwörungs-Untiefen
Kim Dotcom sitzt seit mehr als einem Jahrzehnt in Neuseeland fest und kämpft immer noch gegen seine Auslieferung. Sein Hass auf die Vereinigten Staaten wächst dabei immer mehr und mittlerweile ist er endgültig in die Niederungen rechter Verschwörungserzähler abgerutscht.
Es ist natürlich ein Stück weit nachvollziehbar, dass Kim Dotcom die USA und seine Verbündeten nicht mag und auch kritisiert. Der gebürtige Deutsche hat den Bogen in den vergangenen Wochen und Monaten allerdings überspannt, und zwar deutlich. Denn Dotcom hat sich auf Twitter mittlerweile ganz der Verbreitung von antiamerikanischer Propaganda verschrieben und veröffentlicht fast im Minutentakt teilweise obskure Verschwörungsmythen. Dabei stellt er sich auch mehr oder weniger offen auf die Seite von Wladimir Putin.
Vor kurzem gelang es Dotcom sogar, mit einer völlig unbewiesenen und mittlerweile als falsch widerlegten Behauptung in einige (Boulevard-)Medien zu kommen. Denn er behauptete vor einigen Tagen: "Woher wissen die Russen, dass Großbritannien in Zusammenarbeit mit den USA die North-Stream-Pipelines gesprengt hat? Weil @trussliz (die ehemalige britische Premierministerin Liz Truss) ihr iPhone benutzt hat, um eine Nachricht an @SecBlinken (US-Außenminister Antony Blinken) zu senden, eine Minute nach der Sprengung der Pipeline und bevor irgendjemand anderes davon wusste, mit dem Inhalt "Es ist vollbracht"?
Solche Fakten lässt Dotcom nicht gelten und bezeichnet das als "Ablenkung". In klassischer Verschwörungsmanier wiederholt er seine Vorwürfe einfach und tut so, als würde es die ihm widersprechenden Fakten alle nicht geben. Dotcoms "Gegenbeweis" ist u. a. ein Tweet der russischen Botschaft in Großbritannien, in dem Bezug auf das angebliche "It's done" von Truss genommen wird.
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Vor kurzem gelang es Dotcom sogar, mit einer völlig unbewiesenen und mittlerweile als falsch widerlegten Behauptung in einige (Boulevard-)Medien zu kommen. Denn er behauptete vor einigen Tagen: "Woher wissen die Russen, dass Großbritannien in Zusammenarbeit mit den USA die North-Stream-Pipelines gesprengt hat? Weil @trussliz (die ehemalige britische Premierministerin Liz Truss) ihr iPhone benutzt hat, um eine Nachricht an @SecBlinken (US-Außenminister Antony Blinken) zu senden, eine Minute nach der Sprengung der Pipeline und bevor irgendjemand anderes davon wusste, mit dem Inhalt "Es ist vollbracht"?
Behauptungen, nicht Beweise
Als "Beweis" führt Dotcom an, dass er diese Informationen von einem per Admin-Rechten "gehackten" iCloud-Zugang haben will. Echte Beweise legt Dotcom nicht vor. Zudem berichtet die Daily Mail, dass Truss bereits im Juli (nach einem angeblich russischen Hack) ihre Nummer geändert hat - die bis heute ungeklärten Explosionen der Nordstream-Gaspipelines ereigneten sich Ende September.Solche Fakten lässt Dotcom nicht gelten und bezeichnet das als "Ablenkung". In klassischer Verschwörungsmanier wiederholt er seine Vorwürfe einfach und tut so, als würde es die ihm widersprechenden Fakten alle nicht geben. Dotcoms "Gegenbeweis" ist u. a. ein Tweet der russischen Botschaft in Großbritannien, in dem Bezug auf das angebliche "It's done" von Truss genommen wird.
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Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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