Mega-Heuchler? Kim Dotcom kündigt Bericht zu "Massen-Piraterie" an
Kim Dotcom steht seit gut zehn Jahren an der Spitze des Kampfes gegen die Vorwürfe gegen Megaupload, doch zuletzt hätte es schlechter nicht laufen können. Denn seine Ex-Mitstreiter haben sich schuldig bekannt. Doch Dotcom revanchiert sich mit Vorwürfen gegen Mega.
Es war lange still um den Fall Megaupload, Kim Dotcom und seine (ehemaligen) Mitstreiter kämpfen immerhin schon seit mehr als einem Jahrzehnt gegen die Vorwürfe im Zusammenhang mit dem Filehoster Megaupload. In drei von vier Fällen muss man aber von "kämpften" sprechen, denn vor einigen Wochen ist Finn Batato verstorben, während Mathias Ortmann und Bram van der Kolk sich vor kurzem schuldig bekannt haben.
Das ist für Dotcom alles andere als vorteilhaft, denn Ortmann und van der Kolk haben im Wesentlichen zugegeben, dass Megaupload vor allem auf Piraterie ausgelegt war. In den jüngst veröffentlichten Gerichtsunterlagen wurde unter anderem darauf hingewiesen, dass die beiden nun erfolgreich einen Online-Dienst betreiben würden und sie einen Schlussstrich unter Megaupload ziehen wollen.
Nun veröffentlichte Dotcom mehrere Tweets, die die Vorwürfe von Lücken und Schwachstellen wiederholen (via TorrentFreak). Und mehr. Denn in einem Tweet schreibt er: "Zusätzlich zu den Sicherheitslücken ist ein umfassender Bericht über massenhafte Urheberrechtsverletzungen auf Mega mit Millionen von aktiven Links und Kanälen in Arbeit." Demnach sei Mega "immer noch wie Megaupload", genauer gesagt "eine völlig legale Technologie mit doppeltem Verwendungszweck".
Der Hintergrund dieser Vorwürfe ist wohl kein großes Geheimnis: Dotcom versucht, seine ehemaligen Mitstreiter als Heuchler darzustellen. Denn offiziell präsentiert sich Mega als sauberer Online-Speicher, wird aber auch gerne für Piraterie-Zwecke eingesetzt. Das ist zwar bei vielen Diensten dieser Art so, die Frage ist aber, wie groß der Anteil illegaler Inhalte ist und vor allem: Wird hier bewusst mindestens ein Auge zugedrückt?
Siehe auch:
Das ist für Dotcom alles andere als vorteilhaft, denn Ortmann und van der Kolk haben im Wesentlichen zugegeben, dass Megaupload vor allem auf Piraterie ausgelegt war. In den jüngst veröffentlichten Gerichtsunterlagen wurde unter anderem darauf hingewiesen, dass die beiden nun erfolgreich einen Online-Dienst betreiben würden und sie einen Schlussstrich unter Megaupload ziehen wollen.
Ist Mega nur "Megaupload 2.0"?
Dieser Dienst nennt sich Mega und wurde von Kim Dotcom mitgegründet. Doch der gebürtige Deutsche wandte sich recht schnell davon ab. Zuletzt hat Dotcom bereits angedeutet, dass zwischen Megaupload und Mega nicht so viel Unterschied ist. So wurde bekannt, dass Mega deutlich unsicherer als beworben bzw. behauptet ist, laut Dotcom gebe es überdies Hintertüren für die chinesische Regierung. Schließlich meint Dotcom auch, dass ihm Mega "gestohlen" worden sei.Nun veröffentlichte Dotcom mehrere Tweets, die die Vorwürfe von Lücken und Schwachstellen wiederholen (via TorrentFreak). Und mehr. Denn in einem Tweet schreibt er: "Zusätzlich zu den Sicherheitslücken ist ein umfassender Bericht über massenhafte Urheberrechtsverletzungen auf Mega mit Millionen von aktiven Links und Kanälen in Arbeit." Demnach sei Mega "immer noch wie Megaupload", genauer gesagt "eine völlig legale Technologie mit doppeltem Verwendungszweck".
Der Hintergrund dieser Vorwürfe ist wohl kein großes Geheimnis: Dotcom versucht, seine ehemaligen Mitstreiter als Heuchler darzustellen. Denn offiziell präsentiert sich Mega als sauberer Online-Speicher, wird aber auch gerne für Piraterie-Zwecke eingesetzt. Das ist zwar bei vielen Diensten dieser Art so, die Frage ist aber, wie groß der Anteil illegaler Inhalte ist und vor allem: Wird hier bewusst mindestens ein Auge zugedrückt?
Siehe auch:
- Megaupload: Das haben Kim Dotcoms Mitstreiter konkret gestanden
- Mega: Verschlüsselungs-Versprechen fällt wie ein Kartenhaus zusammen
- Megaupload: Mitstreiter von Kim Dotcom bekennen sich schuldig
- Kim Dotcoms Megaupload-Weggefährte Finn Batato verstorben
- Megaupload: Deal zweier Angeklagter, um Auslieferung zu entgehen
- Kim Dotcom erwägt ähnlichen Deal wie seine Mitstreiter - wenn er darf
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
Aktuelle Filesharing-Downloads
Videos zum Thema
Beiträge aus dem Forum
Weiterführende Links
Neue Nachrichten
- E-Ente: Citroën enthüllt erste Bilder der Neuauflage des legendären 2CV
- Windows Terminal: Microsoft startet großes Update mit vielen Neuheiten
- Internetverträge werden teurer: Telekom und 1&1 erhöhen ihre Preise
- Blamabel: DHL muss bargeldlose Zahloption an der Haustür stoppen
- Windows 10 fällt auf historisches Tief - Nutzerzahlen im September 2026
- Notebooksbilliger: Angebote der Woche stark reduziert
- Micron: Selbst wenn KI-Blase platzt, treiben Roboter Speicherpreise
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen