Kim Dotcom setzt jetzt alles auf einen Wahlsieg Donald Trumps

Kim Dotcom, der umtriebige Gründer Megauploads, schöpft neue Hoffnung, doch nicht an die US-Justiz ausgeliefert zu werden. Damit der Plan funktioniert, müsste allerdings Donald Trump die US-Präsidentschaftswahlen gewinnen.
Kim DOTCOM, Kim Schmitz, Kimble
MidJourney

Auslieferung steht im Raum

Im August genehmigte der neuseeländische Justizminister Paul Goldsmith nach jahrelangen Auseinandersetzungen die Auslieferung Dotcoms in die USA, was seine sofortige Festnahme ermöglicht hätte. Diese fand bisher allerdings nicht statt und trotz dieses Beschlusses zeigt sich Dotcom kämpferisch. Auf der Plattform X verkündete er seinen 1,7 Millionen Followern: "Ich gehe nicht."

In den letzten Monaten sorgte Dotcom nicht nur wegen der juristischen Auseinandersetzungen für Aufsehen, sondern auch durch seine verstärkte Präsenz auf Social Media, berichtete das Magazin TorrentFreak. Das deutet darauf hin, dass er durch verstärkte Aufmerksamkeit die Grundlage dafür schaffen will, am Ende doch nicht vor ein US-Gericht zu müssen.


Er äußerte zuletzt zunehmend Unterstützung für Russland und vertrat die Ansicht, dass die USA eine entscheidende Rolle im Ukraine-Konflikt spielen. Dies führte zu weiteren Kontroversen und sogar zur Sperrung seines X-Accounts, nachdem er ein Bild veröffentlicht hatte, das angeblich vom Laptop Hunter Bidens, des Sohns des derzeitigen US-Präsidenten Joe Biden, stammte. Dotcom warf Elon Musk, dem Eigentümer von X, daraufhin vor, ihn nicht ausreichend zu unterstützen und warnte, dass Musk selbst in Gefahr sei, falls Donald Trump die nächste Präsidentschaftswahl verlieren würde.

Immer weiter

Trotz der jüngsten juristischen Rückschläge und der drohenden Auslieferung zeigt Dotcom keine Anzeichen von Zurückhaltung. Er plant, die juristischen Möglichkeiten weiter auszuschöpfen, und setzt auf eine politische Veränderung in den USA, die ihm letztlich helfen könnte. Sollte Trump die Wahl gewinnen, sieht Dotcom die Chance auf eine Verhandlung mit einer neuen US-Regierung. Da wäre es sicher vorteilhaft, wenn er sich als Unterstützer der ideologischen Rechten der USA präsentiert.

Die öffentliche Meinung über Dotcom ist sowohl in Neuseeland als auch international gespalten. Eine kürzlich durchgeführte Umfrage in Neuseeland ergab, dass 46 Prozent der Befragten für seine Auslieferung sind, während 23 Prozent dagegen stimmen. 31 Prozent gaben an, unsicher zu sein, wie sie über den Fall denken.

Zusammenfassung
  • Kim Dotcom hofft auf Nichtauslieferung durch Trumps Sieg
  • Neuseelands Justizminister genehmigte Dotcoms Auslieferung
  • Dotcom nutzt Social Media zur Unterstützung seiner Sache
  • Er äußerte Unterstützung für Russland und kritisierte die USA
  • Kontroverse um Bild von Hunter Bidens Laptop auf X
  • Dotcom wirft Elon Musk mangelnde Unterstützung vor
  • Meinungen über Dotcoms Auslieferung in Neuseeland gespalten

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