Russland gegen YouTube: Drosselung des Zugriffs um 70% geplant
Russland versucht den Druck auf den US-Internetkonzern Google zu erhöhen und will mit neuen Maßnahmen gegen dessen Videostreaming-Service YouTube jetzt den Zugriff stark drosseln. Man reagiere damit auf "antirussisches Verhalten" des Dienstes.
Laut einem Bericht des US-Wirtschaftsdiensts Bloomberg verkündete der Leiter des Technologiekomitees der Duma die geplante Drosselung von YouTube jüngst über seinen Telegram-Kanal. Ab dieser Woche werde die Geschwindigkeit beim Zugriff auf YouTube um etwa 40 Prozent reduziert, bevor dann in der nächsten Woche eine Drosselung um 70 Prozent eingeführt werden soll.
Als Grund für das Vorgehen gegen YouTube wurde "antirussisches Verhalten" des zu Googles Mutterkonzern Alphabet gehörenden Videodienstes genannt. Was jetzt passiere, sei die Konsequenz der gegen Russland gerichteten Aktivitäten des Unternehmens. So würden konstant Kanäle von Bloggern, Journalisten, Künstlern und anderen Personen gesperrt, deren "Positionen sich von der westlichen Sichtweise unterscheiden", hieß es.
Google hatte mit seinem russischen Ableger bereits 2022 Insolvenz angemeldet, weil die Behörden die Konten des Unternehmens wegen einer Reihe von Geldstrafen eingefroren hatten. Bisher bietet Google seine Dienste aber größtenteils noch immer für russische Nutzer an. Dies gilt nicht nur für die Suchmaschine Google, sondern auch für YouTube und Gmail.
Siehe auch:
Erst 40, dann 70 Prozent langsamere Downloads
YouTube ist eine von wenigen amerikanischen Online-Diensten, die in Russland bisher noch ohne Einschränkungen zugänglich sind. Waren, muss es eigentlich heißen, denn ab sofort will die russische Regierung die Zugriffsgeschwindigkeiten bei der Nutzung von YouTube aus dem Inland stark drosseln. Als Grund nennt man die angebliche Zensur von Inhalten bestimmter russischer Stellen.Laut einem Bericht des US-Wirtschaftsdiensts Bloomberg verkündete der Leiter des Technologiekomitees der Duma die geplante Drosselung von YouTube jüngst über seinen Telegram-Kanal. Ab dieser Woche werde die Geschwindigkeit beim Zugriff auf YouTube um etwa 40 Prozent reduziert, bevor dann in der nächsten Woche eine Drosselung um 70 Prozent eingeführt werden soll.
Drosselung vorerst nur bei Desktop-Nutzung
Vorläufig begrenzt man die Maßnahmen gegen YouTube auf die Nutzung des Diensts mit Desktop- oder Laptop-Computern, während der Zugriff von Mobilgeräten zunächst noch unberührt bleiben soll. Weitere Maßnahmen behält man sich wahrscheinlich vor. Wie die Umsetzung der Drosselung erfolgt, machte der Politiker zunächst nicht klar. Wahrscheinlich gibt es entsprechende Anweisungen an die russischen Internet-Provider.Als Grund für das Vorgehen gegen YouTube wurde "antirussisches Verhalten" des zu Googles Mutterkonzern Alphabet gehörenden Videodienstes genannt. Was jetzt passiere, sei die Konsequenz der gegen Russland gerichteten Aktivitäten des Unternehmens. So würden konstant Kanäle von Bloggern, Journalisten, Künstlern und anderen Personen gesperrt, deren "Positionen sich von der westlichen Sichtweise unterscheiden", hieß es.
Google hatte mit seinem russischen Ableger bereits 2022 Insolvenz angemeldet, weil die Behörden die Konten des Unternehmens wegen einer Reihe von Geldstrafen eingefroren hatten. Bisher bietet Google seine Dienste aber größtenteils noch immer für russische Nutzer an. Dies gilt nicht nur für die Suchmaschine Google, sondern auch für YouTube und Gmail.
Zusammenfassung
- Russland will Zugriff auf YouTube stark drosseln
- Maßnahmen als Reaktion auf "antirussisches Verhalten"
- Zugriffsgeschwindigkeit auf YouTube wird zunächst um 40% reduziert
- Weitere Reduzierung um 70% ist geplant
- Beschränkungen betreffen vorerst nur Desktop-Nutzung
- Mögliche weitere Maßnahmen offen
- Google hatte 2022 in Russland Insolvenz angemeldet
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