Bürger sollen E-Auto fahren, viele Politiker weiter in CO2-Schleudern
Es wird viel investiert, um Bürger zum Umstieg auf E-Autos und andere umweltschonend Verkehrsmittel zu bewegen. Ein Blick auf die Dienstwagen-Flotte deutscher Politiker zeigt aber schnell, dass viele Amtsträger immer noch mit wahren CO₂-Schleudern unterwegs sind.
Wie die Deutsche Umwelthilfe (DUH) in ihrem jährlichen Dienstwagencheck ermittelt, landen 186 von 252 befragten Politiker mit ihren Fahrzeugen deutlich über dem europäischen Flottengrenzwert von 95 g CO₂/km. Die Umweltschützer benennen dabei auch klar die Nutzer der dreckigsten Dienstwagen: So liegen NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst, NRW-Innenminister Herbert Reul, die Berliner Innensenatorin Iris Spranger und der Baden-Württembergische Innenminister Thomas Strobl mit 380 g CO₂/km an der unrühmlichen Spitze der politischen Abgas-Erzeuger.
Außerdem ernüchternd: 7 von 9 Bundesministern fahren Dienstwagen, die deutlich über diesem Grenzwert liegen - Schlusslicht ist hier Justizminister Marco Buschmann, dessen Dienstwagen mehr als doppelt so viel CO₂ ausstößt. Familienministerin Lisa Paus und Entwicklungsministerin Svenja Schulze können mit der Nutzung von Elektroautos den Grenzwert einhalten.
Das es auch anders geht zeigen zwei positive Beispiele: die sächsische Staatsministerin Katja Meier ist mit einem VW ID.3 Pro unterwegs, die Staatssekretärin Margit Gottstein aus dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend setzt auf einen BMW i3. Realer CO₂-Ausstoß der beiden Fahrzeuge: 68 g/km.
Siehe auch:
Viele Politiker im XXL-Dienstwagen trotz Klimazielen
Klar: es gibt viele Faktoren, wann und warum ein Dienstwagen ausgetauscht wird. Trotzdem erscheint es bei den großen Bemühungen, Deutsche beim Autokauf zu CO₂-sparenden Alternativen zu bewegen, schon absonderlich, wenn Politiker alles andere als mit einem klaren Beispiel vorangehen. Mancher Amtsträger ist sogar mit wahren CO₂-Schleudern unterwegs.Wie die Deutsche Umwelthilfe (DUH) in ihrem jährlichen Dienstwagencheck ermittelt, landen 186 von 252 befragten Politiker mit ihren Fahrzeugen deutlich über dem europäischen Flottengrenzwert von 95 g CO₂/km. Die Umweltschützer benennen dabei auch klar die Nutzer der dreckigsten Dienstwagen: So liegen NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst, NRW-Innenminister Herbert Reul, die Berliner Innensenatorin Iris Spranger und der Baden-Württembergische Innenminister Thomas Strobl mit 380 g CO₂/km an der unrühmlichen Spitze der politischen Abgas-Erzeuger.
Außerdem ernüchternd: 7 von 9 Bundesministern fahren Dienstwagen, die deutlich über diesem Grenzwert liegen - Schlusslicht ist hier Justizminister Marco Buschmann, dessen Dienstwagen mehr als doppelt so viel CO₂ ausstößt. Familienministerin Lisa Paus und Entwicklungsministerin Svenja Schulze können mit der Nutzung von Elektroautos den Grenzwert einhalten.
Trend zu erkennen
Für eine Entwicklung hat die DUH aber auch lobende Worte übrig: im letzten Jahr haben 25 Politiker auf "batterieelektrisch betriebener Dienstfahrzeuge" umgestellt. Damit steigt deren Anteil an der Gesamtflotte auf 34 Prozent. Aber auch hier sehen die Umweltschützer Probleme: "Einige Politikerinnen und Politiker setzen zwar auf elektrisch betriebene Dienstwagen, diese sind dann aber teils völlig überdimensioniert und verbrauchen so viel Strom, dass wir diesen auch eine Rote Karte geben müssen", so DUH-Experte Jens Hürdler.Das es auch anders geht zeigen zwei positive Beispiele: die sächsische Staatsministerin Katja Meier ist mit einem VW ID.3 Pro unterwegs, die Staatssekretärin Margit Gottstein aus dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend setzt auf einen BMW i3. Realer CO₂-Ausstoß der beiden Fahrzeuge: 68 g/km.
Zusammenfassung
- Viele Bürger sollen auf E-Autos umsteigen
- Politiker nutzen oft CO₂-intensive Dienstwagen
- 186 Politiker überschreiten europäischen Flottengrenzwert
- Top Abgas-Erzeuger sind NRW-Politiker
- 7 von 9 Bundesministern mit hohen CO₂-Werten
- 25 Politiker wechselten 2023 zu Elektroautos
- Kritik an überdimensionierten E-Dienstwagen
Siehe auch:
- Bund der Steuerzahler: Subventionen in H2-Autos sofort stoppen!
- Für Förderung von 2 Mio. E-Autos hat der Bund fast 9,5 Mrd. ausgegeben
- E-Autos: Deutsche Hersteller bekommen jetzt auch in den USA Probleme
- Berlin: Ordnungsamt soll Parktickets bald mit Kamera-Autos scannen
- Bundesrat: Ladesäulen für E-Autos müssen Girokarten akzeptieren
Thema:
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