Teams-Entbündelung reicht nicht:
EU droht Microsoft erneut mit Strafe
Die Europäische Union hat in ihrer Untersuchung des Geschäftsgebarens von Microsoft rund um die Bündelung seiner Kommunikationslösung Teams mit Office-Pakete offiziell Vorwürfe gegen den Softwarekonzern erhoben. Die zuletzt erfolgte "Entbündelung" reicht nicht aus.
Es gebe große Bedenken, weil Microsoft anscheinend dafür sorge, das sein eigenes Kommunikationsprodukt Teams einen unrechtmäßigen Vorteil gegenüber Wettbewerbern hat, weil es mit den für Unternehmen konzipierten Produktivitätslösungen von Microsoft verknüpft wird. Sollte sich dies bei einer weitergehenden Untersuchung bestätigen, verstößt Microsoft gegen das europäische Wettbewerbsrecht.
Microsoft hat jetzt die Möglichkeit, sich zu dem Thema zu äußern - also neue Vorschläge zu liefern, wie man sich in Einklang mit den Vorgaben der EU bringen will. Nach Angaben der EU versuche man mit der Beschwerdeliste keineswegs, einen möglichen Ausgang des Verfahrens vorwegzunehmen.
Microsoft reagierte seinerseits relativ gelassen auf die Nachricht, dass dem Konzern nun theoretisch die größte mögliche Strafsumme seit den Milliardenstrafen wegen der Ausnutzung der Marktmacht von Windows vor mehr als einem Jahrzehnt droht. Chefanwalt Brad Smith erklärte laut der Financial Times, man sei über die jetzt geschaffene Klarheit zu den Forderungen der EU-Wettbewerbshüter erfreut. Es gehe nun darum, Lösungen zu finden, wie man die weiterhin bestehenden Bedenken der EU-Kommission ausräumen könne.
Tatsächlich hatte Microsoft auf das bereits seit einer entsprechenden Beschwerde des Konkurrenten Slack im Jahr 2020 laufende Verfahren der EU mit einer "Entbündelung" von Teams und Microsoft 365 bzw. Office reagiert. Seitdem wird die Software auch eigenständig und als optionaler Teil der Büropakete des Konzerns vertrieben.
Wie die EU mitteilte, reicht es offenbar nicht aus, dass Microsoft einen Teil seiner Abonnements für Office 365 bzw. Microsoft 365 mittlerweile ohne Teams-Bündelung anbietet. Noch sei dadurch die Wiederherstellung des Wettbewerbs nicht wieder gelungen, heißt es. Welch Schritte die Redmonder jetzt ergreifen werden, ist bisher offen.
Siehe auch:
EU legt offizielle 'Mängelliste' vor
Microsoft muss jetzt offiziell mit einer Strafe wegen des Verstoßes gegen die Wettbewerbsregelungen der EU rechnen. Die Wettbewerbshüter der EU haben dem US-Softwaregiganten heute ein sogenanntes Charge-Sheet vorgelegt, auf dem eine Reihe von Punkten aufgeführt wird, in denen Microsoft nach Meinung der EU gegen hier geltendes Recht verstößt.Es gebe große Bedenken, weil Microsoft anscheinend dafür sorge, das sein eigenes Kommunikationsprodukt Teams einen unrechtmäßigen Vorteil gegenüber Wettbewerbern hat, weil es mit den für Unternehmen konzipierten Produktivitätslösungen von Microsoft verknüpft wird. Sollte sich dies bei einer weitergehenden Untersuchung bestätigen, verstößt Microsoft gegen das europäische Wettbewerbsrecht.
Microsoft hat jetzt die Möglichkeit, sich zu dem Thema zu äußern - also neue Vorschläge zu liefern, wie man sich in Einklang mit den Vorgaben der EU bringen will. Nach Angaben der EU versuche man mit der Beschwerdeliste keineswegs, einen möglichen Ausgang des Verfahrens vorwegzunehmen.
Microsoft reagierte seinerseits relativ gelassen auf die Nachricht, dass dem Konzern nun theoretisch die größte mögliche Strafsumme seit den Milliardenstrafen wegen der Ausnutzung der Marktmacht von Windows vor mehr als einem Jahrzehnt droht. Chefanwalt Brad Smith erklärte laut der Financial Times, man sei über die jetzt geschaffene Klarheit zu den Forderungen der EU-Wettbewerbshüter erfreut. Es gehe nun darum, Lösungen zu finden, wie man die weiterhin bestehenden Bedenken der EU-Kommission ausräumen könne.
Tatsächlich hatte Microsoft auf das bereits seit einer entsprechenden Beschwerde des Konkurrenten Slack im Jahr 2020 laufende Verfahren der EU mit einer "Entbündelung" von Teams und Microsoft 365 bzw. Office reagiert. Seitdem wird die Software auch eigenständig und als optionaler Teil der Büropakete des Konzerns vertrieben.
Wie die EU mitteilte, reicht es offenbar nicht aus, dass Microsoft einen Teil seiner Abonnements für Office 365 bzw. Microsoft 365 mittlerweile ohne Teams-Bündelung anbietet. Noch sei dadurch die Wiederherstellung des Wettbewerbs nicht wieder gelungen, heißt es. Welch Schritte die Redmonder jetzt ergreifen werden, ist bisher offen.
Zusammenfassung
- EU erhebt Vorwürfe gegen Microsoft wegen Bündelung von Teams mit Office-Paketen
- Microsoft muss mit Strafe wegen Verstoßes gegen EU-Wettbewerbsregelungen rechnen
- Wettbewerbshüter legen Microsoft ein Charge-Sheet mit mehreren Verstößen vor
- Microsoft wird vorgeworfen, Teams unrechtmäßigen Vorteil gegenüber Wettbewerbern zu verschaffen
- Microsoft hat Möglichkeit, sich zu den Vorwürfen zu äußern und Vorschläge zu machen
- Microsoft reagiert gelassen und betont die Klarheit der Forderungen der EU
- Entbündelung von Teams und Office-Paketen reicht der EU bisher nicht aus
Siehe auch:
- Microsoft 365 Roadmap: Diese Features kommen für Outlook & Teams
- Microsoft 365 Roadmap: Verbesserte Suche in Teams und OneDrive
- Microsoft 365 Roadmap: Neue Teams-Ansicht, bessere Outlook-Suche
- Microsoft zeigt auf der Build-Konferenz starke neue Teams-Features
- Workplace wird eingestellt: Meta gibt seinen Teams-Konkurrenten auf
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