Pornhub & Co. müssen antworten:
Zwei Wochen Zeit, sonst EU-Strafe
Welche Maßnahmen trifft man für Alterskontrollen und gegen illegale Inhalte? Wenn die drei Pornoplattformen Pornhub, Stripchat und XVideos nicht schnell antworten, droht die EU mit empfindlicher Strafe. Grundlage ist ein neues Gesetz für digitale Dienste.
Pornhub, Stripchat und XVideos müssen in rund zwei Wochen eine Stellungnahme zu gleich mehreren empfindlichen Teilen ihrer Geschäftsfelder vorlegen (via Futurezone). Eines der Themen, das immer wieder für Diskussionen sorgt: Welche Maßnahmen treffen die Anbieter, um Minderjährige zu schützen? Die Plattformen werden dazu aufgefordert, genau zu erläutern, wie das Alter der Nutzer kontrolliert wird.
Die zweite Frage, welche die EU in ihrem Auskunftsersuchen am Donnerstag an die Plattformen stellt: Welche Maßnahmen werden getroffen, um die Verbreitung von illegalen Inhalten zu unterbinden und die Entfernung zu beschleunigen? Ein weiteres Thema, das die Branche seit Langem beschäftigt, auf politischer Ebene bisher in vielen Bereichen aber nur wenig konsequent reguliert wurde.
Welche Schritte die EU als nächstes geht, wird sich nach dem Stichtag aber noch zeigen müssen. Es ist auf jeden Fall zu erwarten, dass die Plattformen in einigen Bereichen deutlich nachsteuern müssen. Man darf gespannt sein, welche Ergebnisse das Vorgehen auf Basis der neuen Gesetze erzielen kann.
Siehe auch:
Pornhub und Co.: EU setzt Ultimatum
Seit Anfang dieses Jahres gelten in Europa für Online-Plattformen verschärfte Regeln, der Digital Services Act (DSA) ist nach seiner Verabschiedung im Jahr 2022 seit Februar voll anwendbar. Damit gelten für große Anbieter mit über 45 Mio. aktiven Nutzern pro Monat in der EU besonders strenge Richtlinien. Auf Basis dieser Vorschriften verlangt die Europäische Kommission jetzt von drei Pornoplattformen Auskunft.Pornhub, Stripchat und XVideos müssen in rund zwei Wochen eine Stellungnahme zu gleich mehreren empfindlichen Teilen ihrer Geschäftsfelder vorlegen (via Futurezone). Eines der Themen, das immer wieder für Diskussionen sorgt: Welche Maßnahmen treffen die Anbieter, um Minderjährige zu schützen? Die Plattformen werden dazu aufgefordert, genau zu erläutern, wie das Alter der Nutzer kontrolliert wird.
Die zweite Frage, welche die EU in ihrem Auskunftsersuchen am Donnerstag an die Plattformen stellt: Welche Maßnahmen werden getroffen, um die Verbreitung von illegalen Inhalten zu unterbinden und die Entfernung zu beschleunigen? Ein weiteres Thema, das die Branche seit Langem beschäftigt, auf politischer Ebene bisher in vielen Bereichen aber nur wenig konsequent reguliert wurde.
Empfindliche Strafen
Bis zum 4. Juli haben die drei Plattformen jetzt Zeit, der EU-Kommission die geforderten Informationen vorzulegen. Auf falsche, unvollständige und schlicht nicht vorgelegte Antworten können die nationalen Behörden - in Deutschland die Bundesnetzagentur - mit hohen Geldstrafen reagieren. In der Spitze sind durch den DSA 6 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes möglich.Welche Schritte die EU als nächstes geht, wird sich nach dem Stichtag aber noch zeigen müssen. Es ist auf jeden Fall zu erwarten, dass die Plattformen in einigen Bereichen deutlich nachsteuern müssen. Man darf gespannt sein, welche Ergebnisse das Vorgehen auf Basis der neuen Gesetze erzielen kann.
Zusammenfassung
- EU fordert von Pornhub, Stripchat und XVideos Auskunft zu Alterskontrollen
- Digital Services Act (DSA) seit Februar 2024 in Europa voll anwendbar
- Plattformen mit über 45 Mio. Nutzern unterliegen strengen Richtlinien
- EU verlangt Maßnahmen zur Alterskontrolle und Schutz Minderjähriger
- Maßnahmen gegen Verbreitung illegaler Inhalte müssen erläutert werden
- Frist zur Stellungnahme der Plattformen bis zum 4. Juli 2024
- Bei Verstößen drohen hohe Geldstrafen, bis zu 6 Prozent des Jahresumsatzes
Siehe auch:
- Starlink bei indigenen Stämmen: Internet bringt Spaltung und Pornos
- Twitter/X erlaubt offiziell Verbreitung von Erotik und Pornografie
- US-Justiz: Erste Verhaftung wegen KI-generierter Kinderpornografie
- Bundestag: Geringere Mindeststrafen für Kinderpornografie beschlossen
- Porno-Fakes von Taylor Swift: 4chan sieht sich jetzt herausgefordert
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