EU-Kartellstreit: Microsoft will sich mit viel Geld 'freikaufen'
Die seit 2022 laufende Kartellbeschwerde des europäischen Cloud-Branchenverbands CISPE wirft Microsoft vor, seine Vormachtstellung auszunutzen. Die Redmonder wollen das Problem dringend loswerden und haben dem Verband deshalb ein finanzielles Angebot gemacht.
Im Rahmen einer aus dem Jahr 2022 stammenden Kartellbeschwerde, die durch den Branchenverband Cloud Infrastructure Service Providers in Europe (CISPE) eingereicht wurde, zu dem Cloudanbieter wie Giga und Amazon mit seiner Cloud-Sparte AWS gehören, will Microsoft einen Rechtsstreit unbedingt vermeiden.
Bei der Auseinandersetzung wirft der Verband Microsoft vor, seine Vormachtstellung im Bereich der Produktivitätssoftware auszunutzen. Wollten europäische Kunden von Azure in eine andere Cloud wechseln, sei dies oft mit von Microsoft erzeugten Barrieren und künstlich in die Höhe getriebenen Kosten verbunden.
Als Reaktion auf Gerüchte, CISPE habe das Angebot bereits angenommen, stellte der Branchenverband auf Nachfrage gegenüber Reuters klar:
"Diese Gerüchte sind falsch. Die Gespräche zwischen CISPE und Microsoft sind im Gange, und obwohl Vorschläge gemacht wurden, ist noch keine Einigung erzielt worden. Jedes Angebot muss der Generalversammlung des Verbandes, dem 34 europäische Cloud-Anbieter aus über 14 Mitgliedstaaten angehören, zur Annahme vorgelegt werden."
Sollte der Verband das Geld annehmen, verlangt Microsoft als Gegenleistung wohl, dass keines der Mitglieder des Branchenverbandes Anklage in irgendeinem Land der Welt gegen sie erhebt.
Siehe auch:
Microsoft gegen CISPE
Microsoft ist mit seinen Produkten in der Vergangenheit schon des Öfteren Gegenstand von Untersuchungen der EU-Wettbewerbshüter gewesen. Erst letztes Jahr verkündeten die Redmonder ihre Teams-App von Microsoft 365 entkoppeln zu wollen, um einer Untersuchung durch die EU zu entgehen.Im Rahmen einer aus dem Jahr 2022 stammenden Kartellbeschwerde, die durch den Branchenverband Cloud Infrastructure Service Providers in Europe (CISPE) eingereicht wurde, zu dem Cloudanbieter wie Giga und Amazon mit seiner Cloud-Sparte AWS gehören, will Microsoft einen Rechtsstreit unbedingt vermeiden.
Bei der Auseinandersetzung wirft der Verband Microsoft vor, seine Vormachtstellung im Bereich der Produktivitätssoftware auszunutzen. Wollten europäische Kunden von Azure in eine andere Cloud wechseln, sei dies oft mit von Microsoft erzeugten Barrieren und künstlich in die Höhe getriebenen Kosten verbunden.
Geld soll das Problem regeln
Deshalb haben die Redmonder dem Verband jetzt ein finanzielles Friedensangebot gemacht, mit dem der Software-Riese hofft, den Streit auf unkomplizierte Weise beilegen zu können. Wie hoch das Angebot genau ausfällt, ist nicht bekannt. Laut Politico soll es sich aber um einen potenziellen Multimillionen-Deal handeln.Als Reaktion auf Gerüchte, CISPE habe das Angebot bereits angenommen, stellte der Branchenverband auf Nachfrage gegenüber Reuters klar:
"Diese Gerüchte sind falsch. Die Gespräche zwischen CISPE und Microsoft sind im Gange, und obwohl Vorschläge gemacht wurden, ist noch keine Einigung erzielt worden. Jedes Angebot muss der Generalversammlung des Verbandes, dem 34 europäische Cloud-Anbieter aus über 14 Mitgliedstaaten angehören, zur Annahme vorgelegt werden."
Sollte der Verband das Geld annehmen, verlangt Microsoft als Gegenleistung wohl, dass keines der Mitglieder des Branchenverbandes Anklage in irgendeinem Land der Welt gegen sie erhebt.
Zusammenfassung
- Microsoft stand oft im Fokus der EU-Wettbewerbshüter
- CISPE reichte 2022 Kartellbeschwerde gegen Microsoft ein
- Verband wirft Microsoft Ausnutzung seiner Vormachtstellung vor
- Microsoft machte CISPE ein finanzielles Angebot zur Beilegung
- Höhe des Angebots ist unbekannt, aber potenziell Millionenwert
- CISPE hat das Angebot bislang nicht angenommen, Gespräche laufen weiter
Siehe auch:
- OpenAI-Deal mit Apple: Microsofts Nadella bestellt Altman zum Rapport
- Microsoft bestätigt - Call of Duty: Black Ops 6 ab Tag 1 auf Game Pass
- Neues Outlook: Microsoft erschwert Rückkehr zu Mail und Kalender
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