E-Autos aus China: Deutsche zeigen deutlich steigendes Interesse

Laut einer Studie werden chinesische Automarken hierzulande immer bekannter. Zudem können sich immer mehr deutsche Autofahrer vorstellen, bei ihrem nächsten Kauf ein Modell aus China zu wählen. Neue Zölle könnten diesen Trend jedoch ausbremsen.
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Geely

Chinesische Autohersteller werden wahrgenommen

Des Deutschen liebstes Spielzeug ist sein Auto. Das ist schon seit eh und je so. Entsprechend treu sind die Autofahrer hierzulande auch den heimischen Herstellern wie VW, Mercedes oder Audi. Das gilt sowohl bei den klassischen Verbrennern als zum Teil auch bei neueren E-Autos. Doch die Bereitschaft zum Kauf von chinesischen Fahrzeugen mit Batterie nimmt immer weiter zu.

Das zeigt sich in der neuesten Studie der international tätigen Managementberatung Horváth aus Deutschland. Im Vergleich zum letzten Jahr ist demnach die Bereitschaft der Deutschen ein chinesisches E-Auto zu kaufen deutlich gestiegen und auch die Bekanntheit chinesischer Autohersteller hat seit letztem Jahr zugenommen.


Deutsches Kaufinteresse dennoch unterdurchschnittlich

Die großangelegte europaweite Studie untersuchte die Präferenzen und Wahrnehmung von Fahrzeughaltern in Bezug auf Autohersteller und E-Mobilität. Auf die Frage: "Ziehen Sie bei Ihrem nächsten Autokauf ein chinesisches Modell in Betracht?", antworteten 37 Prozent der deutschen Befragten mit "Ja". Das sind rund 15 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Im europäischen Vergleich liegt Deutschland dennoch unter dem Durchschnitt. Mit einer Quote von etwa 50 Prozent sind andere europäische Autobesitzer noch offener für den Kauf eines Fahrzeugs aus Fernost.

Deutsche kennen vor allem BYD

Immerhin kennen die Deutschen mittlerweile deutlich mehr chinesische Marken als noch vor einem Jahr. 85 Prozent können mindestens einen Autohersteller aus China beim Namen nennen. Vor einem Jahr waren es nur 70 Prozent. Infografik VW, Tesla & Co: Diese Hersteller führen Deutschlands E-Auto-Markt anVW, Tesla & Co: Diese Hersteller führen Deutschlands E-Auto-Markt an Dabei ist BYD der bekannteste Vertreter. Die Firma kennt mit 54 Prozent über die Hälfte aller deutschen Befragten. Hinter BYD folgen Marken mit sogenannter "europäischer Heritage" wie Polestar (51 Prozent), eine Submarke von Volvo, oder die Marke Smart (43 Prozent), die neben Mercedes mittlerweile zur Hälfte dem chinesischen Automobil- und Motorradhersteller Geely gehört.

"Markenbekanntheit ist nicht gleichzusetzen mit echtem Kaufinteresse. Der Prozess von der Bekanntheit der Marke bis zum Vertragsabschluss kann sich über mehrere Jahre ziehen - aktuelle Marketingaktivitäten sind also ein Invest in die Zukunft", stellte Horváth-Experte Georg Mrusek klar.

Neue Zölle könnten Entwicklung ausbremsen

Zudem führen die USA gerade massive Zölle auf chinesische E-Autos ein. Noch ist nicht klar, ob es eine ähnliche Entwicklung auch in Deutschland geben wird. Experten warnen jedoch vor verheerenden Folgen für deutsche Autohersteller, sollte es ähnliche Zölle hierzulande geben. Bis chinesische E-Autos in Deutschland zum Alltag auf den Straßen gehören, dürfte es in jedem Fall noch einige Zeit dauern.

Zusammenfassung
  • Deutsche Autofahrer sind heimischen Herstellern wie VW und Audi treu
  • Die Bereitschaft, chinesische E-Autos zu kaufen, nimmt dennoch stetig zu
  • 37 Prozent der Deutschen ziehen ein chinesisches Modell beim nächsten Kauf in Betracht
  • 85 Prozent der Deutschen kennen mindestens einen chinesischen Autohersteller
  • BYD ist der bekannteste chinesische Autohersteller in Deutschland
  • Experten warnen vor möglichen Zöllen auf chinesische E-Autos in Deutschland

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