Intel und Qualcomm: USA widerrufen Chip-Exportlizenzen für Huawei

Der Handelsstreit zwischen den USA und China dauert bereits Jahre und ein Ende ist nicht abzusehen. Im Mittelpunkt steht dabei Huawei, gegen das Unternehmen sind auch zahlreiche Handelsbeschränkungen in Kraft - und hier wurden nun Ausnahmen aufgehoben.
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    Schlechte Nachrichten für Huawei - und Intel, Qualcomm

    Bisher hatten Chiphersteller wie Intel und Qualcomm nämlich trotz aller Einschränkungen die Möglichkeit, Chips für Laptops und Smartphones an Huawei zu liefern. Doch laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters, die sich auf drei mit der Angelegenheit vertraute Personen beruft, hat die US-Regierung nun auch diese (letzten) Lizenzen aufgehoben. Laut einer vierten Person wurden die Unternehmen am gestrigen Dienstag in Kenntnis gesetzt, dass diese Lizenzen mit sofortiger Wirkung widerrufen wurden.

    Als Auslöser für diesen Schritt gilt die Veröffentlichung des Matebook X Pro von Huawei, da in diesem "KI-Laptop" ein Core Ultra 9-Prozessor von Intel steckt. Das hatte viel Kritik seitens republikanischer Abgeordneter zur Folge. Die sogenannten "China-Falken" kritisieren schon länger die ihrer Meinung nach zu lasche China-Politik von US-Präsident Joe Biden. Im aktuellen Fall waren sie der Ansicht, das Handelsministerium habe dem Halbleiterhersteller grünes Licht für den Verkauf des Chips an Huawei gegeben. Infografik Smartphones: Diese Hersteller sind neben Samsung und Apple relevantSmartphones: Diese Hersteller sind neben Samsung und Apple relevant Das Commerce Department reagierte und teilte mittlerweile offiziell mit: "Wir haben bestimmte Lizenzen für Exporte an Huawei widerrufen." Dieser Schritt wird sicherlich Huawei schaden, die sich auf importierte Chips verlassen, aber auch den US-Unternehmen, die dadurch einen wichtigen Abnehmer verlieren.

    Spionagevorwürfe gegen China

    Grundsätzlich sind die Handelsbeschränkungen gegen Huawei seit 2019 aufrecht, offiziell befürchtete die US-Regierung, dass das Unternehmen, das auch als Netzwerkausrüster tätig ist, im Auftrag des chinesischen Militärs und der Regierung Spionage durchführen könnte. Die Aufnahme in die Liste der Unternehmen mit Handelsbeschränkungen bedeutet prinzipiell, dass Zulieferer eine spezielle und schwer zu erlangende Lizenz beantragen müssen. Intel und Qualcomm haben eine solche Ausnahme erhalten, diese wurde nun aber eben wieder einkassiert.

    Zusammenfassung
    • Handelsstreit USA-China um Huawei verschärft sich weiter
    • Letzte Lizenzen für Chiplieferungen an Huawei wurden aufgehoben
    • US-Chiphersteller wie Intel und Qualcomm betroffen
    • Auslöser war Kritik an Lieferung eines Intel-Chips für Huawei-Laptop
    • Republikaner kritisieren zu lasche China-Politik von Biden
    • US-Commerce-Department zieht Exportlizenzen zurück
    • Aufhebung schadet sowohl Huawei als auch US-Chipherstellern

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