Trotz Embargo: Huawei finanziert heimlich Spitzenforschung in den USA
Der chinesische Telekommunikationsausrüster Huawei steht in den USA zwar auf der schwarzen Liste, doch das hält das Unternehmen nicht davon ab, in die Spitzenforschung von US-Universitäten zu investieren. Dies geschieht allerdings halboffiziell unter anderem Namen.
Durchgeführt wird das Projekt offiziell von der Optica Foundation, einer Unterorganisation der gemeinnützigen Fachgesellschaft Optica, die Forschungsarbeiten über Lichttechnologien in der Kommunikation und der biomedizinischen Diagnostik über Laser unterstützt. Huawei soll allerdings der einzige Geldgeber der Stiftung sein.
Diese ist gesetzlich nicht verpflichtet, Huawei als Finanzierungsquelle oder Programmsponsor des Wettbewerbs zu benennen, und "die Existenz und der Inhalt dieser Vereinbarung sowie die Beziehung zwischen den Parteien gelten ebenfalls als vertrauliche Informationen", heißt es in einem nicht öffentlichen Dokument, das von Bloomberg eingesehen wurde.
Über den Wettbewerb wird auch keine Forschung finanziert, die dann exklusiv Huawei zur Verfügung stünde. Zugelassen sind nur Arbeiten, die ganz normal öffentlich publiziert werden. Allerdings dürfte Huawei über seine Finanzierung durchaus Einfluss darauf nehmen, welche Schwerpunkte in der Forschung gesetzt werden - und hierüber können dann sehr wohl die eigenen Interessen einfließen.
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Geldgeber hinter einer Stiftung
Huawei ist unter anderem der einzige Geldgeber eines Forschungswettbewerbs, der seit seiner Einführung im Jahr 2022 Millionen von Dollar vergeben und Hunderte von Vorschlägen von Wissenschaftlern aus der ganzen Welt angezogen hat, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg. Auch von Spitzenuniversitäten in den USA, die ihren Forschern die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen untersagt haben, kamen hier Einreichungen, wie aus Dokumenten und von mit der Angelegenheit vertrauten Personen hervorgeht.Durchgeführt wird das Projekt offiziell von der Optica Foundation, einer Unterorganisation der gemeinnützigen Fachgesellschaft Optica, die Forschungsarbeiten über Lichttechnologien in der Kommunikation und der biomedizinischen Diagnostik über Laser unterstützt. Huawei soll allerdings der einzige Geldgeber der Stiftung sein.
Diese ist gesetzlich nicht verpflichtet, Huawei als Finanzierungsquelle oder Programmsponsor des Wettbewerbs zu benennen, und "die Existenz und der Inhalt dieser Vereinbarung sowie die Beziehung zwischen den Parteien gelten ebenfalls als vertrauliche Informationen", heißt es in einem nicht öffentlichen Dokument, das von Bloomberg eingesehen wurde.
Vermeintlich selbstlos
Ein Huawei-Sprecher erklärte, das Unternehmen und die Optica Foundation hätten den Wettbewerb ins Leben gerufen, um die globale Forschung zu unterstützen und die akademische Kommunikation zu fördern. Der Name Huawei sei geheim gehalten worden, um zu verhindern, dass der Wettbewerb als Werbung angesehen wird, und dass es keine bösen Absichten gab.Über den Wettbewerb wird auch keine Forschung finanziert, die dann exklusiv Huawei zur Verfügung stünde. Zugelassen sind nur Arbeiten, die ganz normal öffentlich publiziert werden. Allerdings dürfte Huawei über seine Finanzierung durchaus Einfluss darauf nehmen, welche Schwerpunkte in der Forschung gesetzt werden - und hierüber können dann sehr wohl die eigenen Interessen einfließen.
Zusammenfassung
- Huawei investiert trotz US-Blacklist in US-Universitäten
- Investition erfolgt unter anderem Namen und halboffiziell
- Huawei ist alleiniger Geldgeber eines großen Forschungswettbewerbs
- Wettbewerb seit 2022 aktiv, zieht globale Forschungsvorschläge an
- Optica Foundation führt den Wettbewerb offiziell durch
- Finanzierung durch Huawei muss nicht öffentlich benannt werden
- Ziel des Wettbewerbs ist Förderung der globalen Forschung und Kommunikation
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