Microsoft-Produkte unsicher:
Geht die Entwicklung einfach zu schnell?
Microsoft hat eine große interne Initiative für die Verbesserung seiner Produkte bezüglich deren Sicherheit gestartet. Man will so auf Angriffe auf Cloud-Services und andere Microsoft-Produkte reagieren. Die Gründe für die Anfälligkeit liegen wohl auch in der schnellen Entwicklung.
Als Microsoft Anfang der 2000er-Jahre schon einmal ähnliche Probleme hatte und daraufhin die Arbeit an Windows sogar vorübergehend aussetzte, um Probleme zu lösen, sei dies noch eine andere Zeit gewesen, so Bret Arsenault, der heute als Vice President und Chief Cybersecurity Advisor für den Konzern arbeitet. Zuvor war er viele Jahre der Chief Information Security Officer des Unternehmens.
Um mit der von anderen Internet- und Technologiekonzernen verfolgte Strategie einer schnellen Entwicklung Schritt zu halten, hat Microsoft in vielen Bereichen auf ähnliche Prozesse umgestellt. Kritiker gehen deshalb davon aus, dass die Redmonder eigentlich das Gegenteil tun müssten, um den diversen Sicherheitsbedrohungen besser Herr zu werden und von vornherein eine höhere Sicherheit ihrer Produkte zu gewährleisten.
So hatte das US Cyber Safety Review Board nach seiner Prüfung der jüngsten Sicherheitsvorfälle bei Microsoft, in deren Rahmen chinesische Hacker offenbar sogar Zugriff auf E-Mail-Konten der Führungsetage erlangen konnten, die hohe Schlagzahl an neu eingeführten Features und Produkten massiv kritisiert.
Der Konzern müsse die "Feature-Entwicklung bei der Cloud-Infrastruktur und den Produkten des Unternehmens depriorisieren", bis man grundlegende Sicherheitsverbesserungen vorgenommen habe, so eine der Forderungen der Experten. In Redmond scheint man daran kaum ein Interesse zu haben, auch weil es darum geht, sich eine Vormachtstellung rund um generative Künstliche Intelligenz und damit ausgestattete Produkte und Services zu sichern. Stattdessen soll auch bei der Sicherheit die KI eine Art Allheilmittel sein.
Siehe auch:
Geschwindigkeit geht vor Sicherheit
Wie bereits berichtet, versucht Microsoft seit Ende 2023 mit einer neuen Fokussierung auf mehr Sicherheit den diversen, oft durch staatlich unterstützte Hacker ausgeführten, Angriffen auf seine Infrastruktur, Dienste und Produkte entgegenzuwirken. Dass es zuletzt eine Häufung derartiger Vorfälle gab, begründet Microsoft unter anderem damit, dass sich die Welt verändert hat.Als Microsoft Anfang der 2000er-Jahre schon einmal ähnliche Probleme hatte und daraufhin die Arbeit an Windows sogar vorübergehend aussetzte, um Probleme zu lösen, sei dies noch eine andere Zeit gewesen, so Bret Arsenault, der heute als Vice President und Chief Cybersecurity Advisor für den Konzern arbeitet. Zuvor war er viele Jahre der Chief Information Security Officer des Unternehmens.
Pause für mehr Sicherheit wohl nicht möglich
Die damals verkündete Pause sei nur möglich gewesen, weil Windows nur alle paar Jahre im Rahmen einer neuen Major-Version aktualisiert wurde. Heute wird Windows hingegen fortlaufend und die Cloud-Produkte von Microsoft sogar praktisch täglich aktualisiert, sodass eine derartige Unterbrechung der Entwicklungsarbeit nicht mehr möglich ist. Man sei heute "einfach eine andere Firma", so Arsenault gegenüber Bloomberg.Um mit der von anderen Internet- und Technologiekonzernen verfolgte Strategie einer schnellen Entwicklung Schritt zu halten, hat Microsoft in vielen Bereichen auf ähnliche Prozesse umgestellt. Kritiker gehen deshalb davon aus, dass die Redmonder eigentlich das Gegenteil tun müssten, um den diversen Sicherheitsbedrohungen besser Herr zu werden und von vornherein eine höhere Sicherheit ihrer Produkte zu gewährleisten.
So hatte das US Cyber Safety Review Board nach seiner Prüfung der jüngsten Sicherheitsvorfälle bei Microsoft, in deren Rahmen chinesische Hacker offenbar sogar Zugriff auf E-Mail-Konten der Führungsetage erlangen konnten, die hohe Schlagzahl an neu eingeführten Features und Produkten massiv kritisiert.
Der Konzern müsse die "Feature-Entwicklung bei der Cloud-Infrastruktur und den Produkten des Unternehmens depriorisieren", bis man grundlegende Sicherheitsverbesserungen vorgenommen habe, so eine der Forderungen der Experten. In Redmond scheint man daran kaum ein Interesse zu haben, auch weil es darum geht, sich eine Vormachtstellung rund um generative Künstliche Intelligenz und damit ausgestattete Produkte und Services zu sichern. Stattdessen soll auch bei der Sicherheit die KI eine Art Allheilmittel sein.
Zusammenfassung
- Microsoft startet Initiative für mehr Produktsicherheit
- Reaktion auf vermehrte Angriffe auf Cloud-Services
- Schnelle Entwicklung als Grund für Anfälligkeit genannt
- Vergangenheit: Windows-Entwicklung für Sicherheit pausiert
- Heute: Kontinuierliche Updates machen Pause unmöglich
- Kritik an hoher Einführungsrate neuer Features
- US-Experten fordern Fokus auf grundlegende Sicherheitsverbesserungen
- KI soll bei Microsoft auch für Sicherheit genutzt werden
Siehe auch:
- CWE und CVE: Microsoft wird bei Sicherheitslücken endlich transparenter
- Outlook-Sicherheitswarnung: Microsoft behebt ICS-Kalenderdatei-Bug
- Hacker-Alarm: US-Behörden zweifeln an Microsofts Sicherheit
- Copilot außer Kontrolle: Microsoft-Mitarbeiter halten KI für unsicher
- Microsoft Outlook-Updates lösen ICS-Sicherheitswarnungen aus
Thema:
Beliebte Downloads
Videos zum Thema Cloud
Beiträge aus dem Forum
-
LibreOffice-News: Office bald in Browser, Mobile und Cloud
d-hubs -
Nextcloud und IONOS bringen am 9. Juni die erste stabile Version
d-hubs -
Droid2PC: Android und Mac sinnvoll ohne Cloud-Zwang verbinden
Droid2PC_DE -
Nextcloud-Server auf einem Raspberry Pi betreiben
d-hubs -
#CloudFest Hackathon :: vom 20-22. März '26
d-hubs -
Datei öffnen dauert 30 Sekunden OneDrive
haylebob -
immich - Open-Source-Software: eine komplette Foto-Cloud
d-hubs -
Nextcloud Talk: MS-Teams Alternat., Open Source & DSGVO-kompatibel
d-hubs -
Office 365 Anmelden geht nicht
nitewish -
OneDrive speicherung von Dateiversionen
SeBu
Interessante Links
Beliebt im Preisvergleich
- NAS-Systeme:
Neue Nachrichten
- Nur für 3 Stunden: Riesiger 85" Mini-LED-TV bei Media Markt im Angebot
- Zero Trust: Windows Server startet verschlüsselte Namensauflösung
- Nvidia GPU RTX Pro 6000: Preis steigt um krasse 55 Prozent
- Google Earth: Flugsimulator jetzt kostenlos im Browser nutzbar
- iPhone Fold Ultra im Hands-on-Video: Alle Details im Überblick
- Tesla-Autopilot: Fahrer hebeln Sicherheitssystem mit 8-€-Gadget aus
- Spiele bis zu 95 % schneller laden: Riesiger Boost für AMD-GPUs ist da
Videos
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen