Monopol & Trägheit: Microsoft ist eine Gefahr für die nationale Sicherheit
Microsoft ist zu einem regelrechten Risiko für die nationale Sicherheit der USA geworden. Diese Sichtweise vertritt zumindest der ehemalige Cyber Policy Director des Weißen Hauses, AJ Grotto, in einem Interview mit dem britischen Magazin The Register.
Grotto berichtete unter anderem davon, dass es in seinem damaligen Job jedes Mal viel Arbeit benötigte, Microsoft auch nur kleinste Zugeständnisse abzuringen. Er verwies dabei unter anderem auf den SolarWinds-Hack, als Angreifer eine der am weitesten verbreiteten Anwendungen für das Netzwerk-Management knackten und in zahlreiche Unternehmen und Behörden eindrangen.
Um die Attacken erkennen zu können, wäre eine Protokollierungsfunktion in den Windows-Umgebungen in den Netzwerken sinnvoll gewesen. Microsoft weigerte sich allerdings, diese standardmäßig bereitzustellen und bot sie ausschließlich als kostenpflichtige Zusatzfunktion an. Aus Sicht Grottos wäre es ein minimaler Schritt für den Konzern gewesen, eine solch grundlegende Funktion einfach immer anzubieten - zumal Microsoft auch so immer noch rund 20 Milliarden Dollar Umsatz mit Security-Diensten generiert.
"Die Regierung muss sich darauf konzentrieren, den Wettbewerb zu fördern und zu katalysieren", sagte Grotto. Denn eine höhere Diversität in den IT-Infrastrukturen macht diese letztlich auch widerstandsfähiger gegen Attacken. Und auch Microsoft-Anwendungen selbst würden davon profitieren, weil der Konzern in einem echten Wettbewerb stärker gezwungen wäre, die Qualität seiner Produkte in den Fokus zunehmen.
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Monopol bringt weniger Qualität
Seine Einschätzung ergibt sich dabei aus einer Kombination zweier grundlegender Probleme: So hat der Redmonder Konzern in verschiedenen Bereichen eine Monopolstellung inne und ist andererseits nur schwer dazu zu bewegen, optimale Bedingungen im Hinblick auf IT-Sicherheit bereitzustellen. Das Ergebnis sieht dann so aus, dass in letzter Zeit wieder verstärkt Security-Probleme hervortreten, die dann immer gleich ein großes Ausmaß annehmen.Grotto berichtete unter anderem davon, dass es in seinem damaligen Job jedes Mal viel Arbeit benötigte, Microsoft auch nur kleinste Zugeständnisse abzuringen. Er verwies dabei unter anderem auf den SolarWinds-Hack, als Angreifer eine der am weitesten verbreiteten Anwendungen für das Netzwerk-Management knackten und in zahlreiche Unternehmen und Behörden eindrangen.
Um die Attacken erkennen zu können, wäre eine Protokollierungsfunktion in den Windows-Umgebungen in den Netzwerken sinnvoll gewesen. Microsoft weigerte sich allerdings, diese standardmäßig bereitzustellen und bot sie ausschließlich als kostenpflichtige Zusatzfunktion an. Aus Sicht Grottos wäre es ein minimaler Schritt für den Konzern gewesen, eine solch grundlegende Funktion einfach immer anzubieten - zumal Microsoft auch so immer noch rund 20 Milliarden Dollar Umsatz mit Security-Diensten generiert.
Diversität schützt
Noch problematischer ist aus der Sicht des ehemaligen Cyber Policy Directors allerdings die regelrechte Monopolstellung Microsofts bei verschiedenen kritischen Produkten. So arbeiten die meisten Behörden und Unternehmen einheitlich mit Exchange und ein Sicherheitsvorfall bietet Angreifern direkt Zugang zu allen möglichen Institutionen - wie sich bereits zeigte."Die Regierung muss sich darauf konzentrieren, den Wettbewerb zu fördern und zu katalysieren", sagte Grotto. Denn eine höhere Diversität in den IT-Infrastrukturen macht diese letztlich auch widerstandsfähiger gegen Attacken. Und auch Microsoft-Anwendungen selbst würden davon profitieren, weil der Konzern in einem echten Wettbewerb stärker gezwungen wäre, die Qualität seiner Produkte in den Fokus zunehmen.
Zusammenfassung
- Microsoft gilt als Risiko für die US-Sicherheit laut Ex-Direktor
- Monopolstellung und mangelnde IT-Sicherheit sind Hauptprobleme
- Grotto berichtet von Schwierigkeiten, Microsoft zu Sicherheitszugeständnissen zu bewegen
- Beispiel SolarWinds-Hack zeigt die Folgen der Monopolstellung
- Microsoft lehnte es ab, wichtige Sicherheitsfeatures standardmäßig anzubieten
- Grotto fordert mehr Wettbewerb, um IT-Sicherheit zu stärken
- Monopol bei kritischen Produkten ermöglicht weitreichende Angriffe
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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