Richtig viel Speicher nötig:
Pi ist auf neue Rekordgenauigkeit berechnet

Das Pi-Forscherteam bei Google ist jetzt endgültig geschlagen: Nachdem ihre Konkurrenz bei StorageReview die gleiche Zahl an Nachkommastellen im letzten Jahr bereits schneller berechnet hatte, haben sie nun auch einen neuen Längenrekord aufgestellt.
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AMD-CPU mit 128 Kernen

Google hatte vor einiger Zeit vermeldet, dass man 100 Billionen Nachkommastellen von Pi errechnet hat. StorageReview konnte diesen Wert nun übertreffen und zeigt die Kreiszahl in einer Genauigkeit von 105 Billionen Nachkommastellen. Die Berechnung allein ist dabei allerdings nicht die einzige Herausforderung, der sich die Tüftler stellen mussten.

"Die Berechnung von Pi mit 105 Billionen Ziffern war keine kleine Leistung. Sie erforderte eine sorgfältige Planung, Optimierung und Ausführung. Mit einer Kombination aus Open-Source- und proprietärer Software optimierte das Team von StorageReview den algorithmischen Prozess, um die Möglichkeiten der Hardware voll auszuschöpfen, die Rechenzeit zu reduzieren und die Effizienz zu steigern", erklärte StorageReview-Eigentümer und -Chefredakteur Brian Beeler.

Die Berechnung an sich nahm 75 Tage in Anspruch. Dafür setzte man ein Serversystem mit AMD Epyc Bergamo-Prozessor mit 128 Kernen ein. Das Kernproblem bei der Berechnung so genauer Pi-Werte ist allerdings nicht unbedingt die Rechenleistung, sondern die Speicherung des Ergebnisses.

Viel Speicher

Immerhin entspricht jede berechnete Stelle der Zahl einem Byte. Allein das Arbeitsergebnis ist bei 105 Billionen Nachkommastellen also 105 Terabyte groß. Damit die Berechnung funktioniert, hatte man den Server daher mit 1,5 Terabyte Arbeitsspeicher bestückt, in dem System stecken außerdem Solidigm QLC-SSDs mit einer Gesamtkapazität von fast einem Petabyte.

Als Betriebssystem kam hier allerdings kein Linux zum Einsatz, das man bei solchen Projekten wohl erwarten würde. Stattdessen setzte das Team auf den Windows Server 2022 (21H2) - auch dieser ist also in der Lage, die Grundlage für Aktionen dieser Art zu bilden.

Zusammenfassung
  • Google von StorageReview bei Pi-Berechnung überholt
  • StorageReview setzt neuen Rekord mit 105 Billionen Stellen
  • Optimierung und Planung für Pi-Berechnung essenziell
  • 75 Tage Berechnung auf AMD EPYC-Prozessor-System
  • 105 Terabyte für Speicherung von Pi-Nachkommastellen nötig
  • Server mit 1,5 Terabyte RAM und fast 1 Petabyte SSDs
  • Windows Server 2022 als Betriebssystem verwendet

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