Deutlicher Rekord-Sprung:
Sehr viel mehr Stellen von Pi berechnet
Die Zahl Pi ist jetzt in einer bisher noch nie dagewesenen Genauigkeit bekannt. Schweizer Forschern ist es gelungen, die Nachkommastellen in einem deutlich größeren Umfang zu berechnen, als es bisher der Fall war.
Unter Menschen, die sich Zahlen gut merken können, ist es ein beliebter Wettbewerb, möglichst viele Nachkommastellen von Pi aus dem Gedächtnis aufzusagen. An den Wissensstand der Forschung kommt man hierbei aber schon lange nicht mehr annähernd heran. Denn der bisherige Rekord lag bereits bei 12,8 Billionen Dezimalstellen.
An der Fachhochschule Graubünden in der Schweiz begann man im April aber damit, diese Marke klar zu überschreiten. Dort wurde Pi in einem ersten Schritt mit noch größerer Genauigkeit berechnet und das Ergebnis schließlich an einen weiteren Supercomputer übergeben, der die Daten in hexadezimaler Notation prüfte. Anschließend wurde alles wieder in das Dezimal-System transferiert und noch einmal mit einem mathematischen Algorithmus getestet.
Eine Berechnung Pis in dieser Genauigkeit hat im Grunde schon lange keine praktische Relevanz mehr. Allerdings gilt die Arbeit als Nachweis der Fähigkeiten im Umgang mit Supercomputern - denn es bedarf nicht nur leistungsfähiger Rechner, sondern auch eines großen Erfindungsreichtums bei der Konzeption der Algorithmen, um solch ein Ergebnis zu erreichen. Und notfalls kann man vielleicht auch noch während des klassischen Küchengesprächs auf einer Party damit glänzen, die zehn letzten aktuell bekannten Nachkommastellen Pis zu wissen - sie lauten: 7817924264.
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An der Fachhochschule Graubünden in der Schweiz begann man im April aber damit, diese Marke klar zu überschreiten. Dort wurde Pi in einem ersten Schritt mit noch größerer Genauigkeit berechnet und das Ergebnis schließlich an einen weiteren Supercomputer übergeben, der die Daten in hexadezimaler Notation prüfte. Anschließend wurde alles wieder in das Dezimal-System transferiert und noch einmal mit einem mathematischen Algorithmus getestet.
Extreme Effizienz
Das Ergebnis liegt nun also nach mehrfacher Prüfung vor und die Forscher können Pi jetzt mit einer Genauigkeit von 62,8 Billionen Nachkommastellen angeben. Für den gesamten Prozess bis dahin, wurde eine Zeit von 108 Tagen und 9 Stunden benötigt - inklusive 139 Stunden Downtime, die für die Anfertigung von Backups und sonstigen Systemwartungen notwendig waren. Die Schweizer arbeiteten also deutlich effizienter als ihre Kollegen aus dem US-Bundesstaat Alabama, die vor einem Jahr noch acht Monate benötigten, um den letzten Rekord zu erreichen.Eine Berechnung Pis in dieser Genauigkeit hat im Grunde schon lange keine praktische Relevanz mehr. Allerdings gilt die Arbeit als Nachweis der Fähigkeiten im Umgang mit Supercomputern - denn es bedarf nicht nur leistungsfähiger Rechner, sondern auch eines großen Erfindungsreichtums bei der Konzeption der Algorithmen, um solch ein Ergebnis zu erreichen. Und notfalls kann man vielleicht auch noch während des klassischen Küchengesprächs auf einer Party damit glänzen, die zehn letzten aktuell bekannten Nachkommastellen Pis zu wissen - sie lauten: 7817924264.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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