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Qualität von USB-Sticks und MicroSD-Karten nimmt immer weiter ab
Früher war zwar vielleicht nicht alles besser - MicroSD-Karten und USB-Sticks allerdings schon. Eine breiter angelegte Untersuchung zeigt, dass die Qualität dieser Speichermedien in den letzten Jahren immer weiter nachgelassen hat.
Die meisten problematischen USB-Sticks waren demnach Werbegeschenke, wo ohnehin in den meisten Fällen vor allem Billigprodukte zum Einsatz kommen. Allerdings seien durchaus auch Markenprodukte entdeckt worden, bei dem der Hersteller diese Methode einsetzte. Namen nannte man seitens des Unternehmens allerdings nicht.
Abgeschliffener Hersteller-Aufdruck ...
... und MicroSD auf USB-Stick-Platine
Teils hat sich auch der technologische Fortschritt auf die Qualität des Endprodukts ausgewirkt. Ursprünglich wurden für die Chips Single-Level-Cell (SLC)-Speicherzellen verwendet, die jeweils nur ein Bit speichern und so zwar eine geringere Datendichte, aber eine bessere Leistung und Zuverlässigkeit boten.
Neben den Speichermedien mit schlechter Qualität tauchten in der letzten Zeit auch verschiedene Produkte auf, bei denen die Käufer bewusst betrogen wurden. Ein extremes Beispiel hierfür war eine M.2-SSD, die vor zwei Jahren im Online-Shop des US-Händlers Walmart zu finden war. Diese sollte angeblich 30 Terabyte Platz bieten und nur 18 Dollar kosten. Real fand man bei Untersuchungen auf der Platine zwei aufgelötete 512-MB-SD-Karten und eine manipulierte Firmware, die nach außen für jede der beiden Karten 15 Terabyte Speicherplatz meldete. Käufern fiel die Lüge im Grunde erst dann auf, wenn sie wirklich größere Datenmengen auf der SSD speichern wollten.
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Siehe auch:
Hineingucken bringt Überraschungen
"Beim Öffnen defekter USB-Sticks fanden wir im vergangenen Jahr erschreckend häufig minderwertige Speicherchips mit reduzierter Kapazität und entferntem Herstellerlogo auf dem Chip. Es werden auch offensichtlich ausgemusterte und unkenntlich gemachte MicroSD-Karten auf einen USB-Stick gelötet und statt mit dem internen Controller der MicroSD mit dem externen auf der USB-Stick-Platine verwaltet", erläuterte Conrad Heinicke, Geschäftsführer des Datenrettungs-Dienstleisters CBL, über eine Pressemitteilung.Die meisten problematischen USB-Sticks waren demnach Werbegeschenke, wo ohnehin in den meisten Fällen vor allem Billigprodukte zum Einsatz kommen. Allerdings seien durchaus auch Markenprodukte entdeckt worden, bei dem der Hersteller diese Methode einsetzte. Namen nannte man seitens des Unternehmens allerdings nicht.
Abgeschliffener Hersteller-Aufdruck ...
... und MicroSD auf USB-Stick-Platine
Teils hat sich auch der technologische Fortschritt auf die Qualität des Endprodukts ausgewirkt. Ursprünglich wurden für die Chips Single-Level-Cell (SLC)-Speicherzellen verwendet, die jeweils nur ein Bit speichern und so zwar eine geringere Datendichte, aber eine bessere Leistung und Zuverlässigkeit boten.
Teils klarer Betrug
Um die Speicherkapazität der Chips zu erhöhen, gingen die Hersteller dazu über, vier Bits pro Zelle (QLC) zu verwenden. Dadurch hat sich allerdings die Komplexität erhöht und die Zuverlässigkeit nahm ab. Wenn man diese Speicherchips nun in Verbindung mit minderwertigen Komponenten verwendet, kann es schnell zu Datenverlusten kommen. "Man sollte sich nicht zu sehr auf die Zuverlässigkeit von Flash-Speichern verlassen", warnen die Datenretter daher.Neben den Speichermedien mit schlechter Qualität tauchten in der letzten Zeit auch verschiedene Produkte auf, bei denen die Käufer bewusst betrogen wurden. Ein extremes Beispiel hierfür war eine M.2-SSD, die vor zwei Jahren im Online-Shop des US-Händlers Walmart zu finden war. Diese sollte angeblich 30 Terabyte Platz bieten und nur 18 Dollar kosten. Real fand man bei Untersuchungen auf der Platine zwei aufgelötete 512-MB-SD-Karten und eine manipulierte Firmware, die nach außen für jede der beiden Karten 15 Terabyte Speicherplatz meldete. Käufern fiel die Lüge im Grunde erst dann auf, wenn sie wirklich größere Datenmengen auf der SSD speichern wollten.
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Zusammenfassung
- Qualität von MicroSD-Karten und USB-Sticks gesunken
- Untersuchung zeigt minderwertige Speicherchips in USB-Sticks
- Werbegeschenke oft betroffen, aber auch Markenprodukte
- Früher SLC-Speicherzellen, jetzt QLC mit geringerer Zuverlässigkeit
- Datenretter warnen vor zu viel Vertrauen in Flash-Speicher
- Betrugsfälle mit gefälschten Speicherkapazitäten aufgetreten
- Walmart verkaufte gefälschte M.2-SSD mit 30 TB für 18 Dollar
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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