Preissteigerungen bei Speichermodulen:
Was Verbraucher erwartet
Bisher konnte man sich über konstant günstige DRAM-Module und Flash-Speicher-Angebote freuen, doch das soll nun ein Ende haben. Analysten warnen, dass Hersteller jetzt dabei sind, "aggressive Erhöhungen" einzufordern.
Nun ist Bewegung am Markt, schreibt der Analyst TrendForce. Die Preise für DRAM und NAND-Flash sind nun dabei, im vierten Quartal den bisherigen Abwärtstrend zu stoppen und wieder zu steigen. TrendForce erwartet dabei in diesem Jahr zunächst einmal einen Anstieg zwischen 3 und 8 Prozent, also ganz moderat.
Die Preiserhöhungen werden aber letztendlich davon abhängen, ob die Hersteller ihre Produktionskürzungen beibehalten werden. Zudem ist derzeit kaum abzusehen, wie sich die Nachfrage entwickelt.
Der Bedarf an Servern dürfte dabei ausschlaggebend sein. Laut TrendForce sind die meisten Hersteller resistent gegen weitere Preissenkungen und wünschen sich jetzt "aggressive Erhöhungen". Zudem sind die PC-DDR5-Preise bereits im dritten Quartal gestiegen, und ein Anstieg im vierten Quartal wird die Endverbraucher-Hardware noch teurer machen.
Samsung soll dabei in den letzten Wochen seine Produktionskürzungen verstärkt haben, insbesondere bei Server-DDR4-Speichermodulen. TrendForce berichtet, dass dies zu einem Engpass bei den DDR4-Lagerbeständen für Server geführt hat, sodass die Preise in diesem Segment unweigerlich steigen werden. Demnach versuchen andere Hersteller, von dieser Angebotsverknappung jetzt zeitnah zu profitieren, indem sie ihre DDR5-Produktion erhöhen.
Alles in allem geht TrendForce davon aus, dass die Preise für DDR4-Module für Endverbraucher um bis zu 5 Prozent und für DDR5 zwischen 3 und 8 Prozent steigen werden. Auf der Serverseite werden die DDR4-Preise dagegen stabil bleiben und die DDR5-Preise weiter sinken. Siehe auch:
- Erwartete Preiserhöhungen für DRAM und Flash-Speicher
- Samsung stoppt Flash-Speicher-Fertigung
- Prognose: Preisanstieg von 3-8% (TrendForce)
- Preiserhöhungen abhängig von Produktionskürzungen
- Steigende PC-DDR5-Preise im Q3
- Engpass bei Server-DDR4-Speicher durch Produktionskürzungen
- DDR4-Preise sollen um bis zu 5%, DDR5 um 3-8% steigen.
Hersteller sorgen für Verknappung
Vor einigen Wochen hatte es sich bereits abgezeichnet, denn Samsung stoppte die Fertigung von Flash-Speicher, um laut dem Preisverfall für Solid State Drives (SSDs) und anderen Speicherprodukten Einhalt zu gebieten.Nun ist Bewegung am Markt, schreibt der Analyst TrendForce. Die Preise für DRAM und NAND-Flash sind nun dabei, im vierten Quartal den bisherigen Abwärtstrend zu stoppen und wieder zu steigen. TrendForce erwartet dabei in diesem Jahr zunächst einmal einen Anstieg zwischen 3 und 8 Prozent, also ganz moderat.
Die Preiserhöhungen werden aber letztendlich davon abhängen, ob die Hersteller ihre Produktionskürzungen beibehalten werden. Zudem ist derzeit kaum abzusehen, wie sich die Nachfrage entwickelt.
Der Bedarf an Servern dürfte dabei ausschlaggebend sein. Laut TrendForce sind die meisten Hersteller resistent gegen weitere Preissenkungen und wünschen sich jetzt "aggressive Erhöhungen". Zudem sind die PC-DDR5-Preise bereits im dritten Quartal gestiegen, und ein Anstieg im vierten Quartal wird die Endverbraucher-Hardware noch teurer machen.
Samsung soll dabei in den letzten Wochen seine Produktionskürzungen verstärkt haben, insbesondere bei Server-DDR4-Speichermodulen. TrendForce berichtet, dass dies zu einem Engpass bei den DDR4-Lagerbeständen für Server geführt hat, sodass die Preise in diesem Segment unweigerlich steigen werden. Demnach versuchen andere Hersteller, von dieser Angebotsverknappung jetzt zeitnah zu profitieren, indem sie ihre DDR5-Produktion erhöhen.
Wohin geht die Reise?
In den letzten Jahren haben Verbraucher aufgrund der hohen Preise weniger Computer, Smartphones und Tablets gekauft. Das wiederum führte zu einem sinkenden Bedarf bei Komponenten wie Arbeitsspeicher, was die Preise nach unten drückte. Die weltweiten PC-Verkaufszahlen sind dabei auch im dritten Quartal erneut zurückgegangen. Für das vierte Quartal wird ein Anstieg erwartet, der aber vermutlich nur durch die Weihnachtssaison angetrieben wird.Alles in allem geht TrendForce davon aus, dass die Preise für DDR4-Module für Endverbraucher um bis zu 5 Prozent und für DDR5 zwischen 3 und 8 Prozent steigen werden. Auf der Serverseite werden die DDR4-Preise dagegen stabil bleiben und die DDR5-Preise weiter sinken. Siehe auch:
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Nadine DresslerRedakteurin für Windows & Netzwerke
Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.
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