"Platform Tilt": So schaden Apple und Microsoft dem Firefox-Browser
Auf dem Browser-Markt sind die Anteile seit bereits Jahren klar verteilt: Chrome dominiert, Microsoft Edge liegt an Position 2 auf, Firefox verliert. Die Macher des letztgenannten Browsers werfen nun einigen ihrer Konkurrenten vor, unfaire Vorteile gegen Firefox auszuspielen.
Wie genau die Zahlen sind, ist dabei im Grunde sekundär, denn klar ist vor allem eines, nämlich, dass Firefox Mühe hat, den Anschluss zu behalten. Das weiß man natürlich auch bei Mozilla und hat aus diesem Anlass nun einen Blogbeitrag veröffentlicht, der sich dem Thema widmet. Konkret beklagt die für Firefox verantwortliche Stiftung den sogenannten "Platform Tilt", also die "Plattform-Neigung".
Denn natürlich versucht jeder Browser-Anbieter, die Nutzer auf seine Seite zu ziehen. Bloß werde hier laut Mozilla in der Praxis nicht fair gekämpft: "Der richtige Weg, um Nutzer zu gewinnen, besteht darin, ein besseres Produkt zu entwickeln, aber Abkürzungen können unwiderstehlich sein - und es gibt eine lange Geschichte von Unternehmen, die ihre Kontrolle über Geräte und Betriebssysteme nutzen, um das Spielfeld zugunsten ihres eigenen Browsers zu verschieben."
Das äußere sich auf unterschiedliche Weise, so Mozilla. So wird es Nutzern erschwert, andere Browser herunterzuladen, Standard-Browsereinstellungen werden zurückgesetzt oder ignoriert, dazu kommen eingeschränkte Funktionalitäten und der Zwang zu einer bestimmten Engine.
Dieser Tracker soll nicht nur Firefox beinhalten bzw. zugutekommen, weshalb man auch Mitbewerber einlädt, dort aktiv zu sein. Mozilla abschließend: "Die Menschen haben ein Recht auf Wahlfreiheit, doch diese setzt voraus, dass es praktikable Alternativen gibt. Alternativen und Wettbewerb sind gut für alle, aber sie können nur gedeihen, wenn die Bedingungen fair sind."
Download Mozilla Firefox - Open Source-Webbrowser Siehe auch:
- Chrome führt den Browser-Markt an, Edge auf Platz 2
- Firefox verliert Marktanteile und kritisiert Konkurrenz
- Mozilla beklagt unfaire Praktiken durch "Platform Tilt"
- Nutzern wird Wechsel zu anderen Browsern erschwert
- Mozilla dokumentiert Benachteiligungen in "Issue Tracker"
- Tracker soll auch anderen Browsern helfen und ist offen
- Mozilla fordert faire Bedingungen für echte Wahlfreiheit
Chrome vor Edge und Safari
Auch wenn es in den vergangenen Jahren bzw. seit der Einstellung von NetMarketShare nur wenige zuverlässige öffentliche Daten über die Verteilung von Browser-Marktanteilen gibt, so dürfte sich am grundsätzlichen Trend nicht viel geändert haben: Im Desktop-Bereich kommt Googles Chrome auf rund zwei Drittel des Marktes (laut StatCounter im Dezember 2023: 65,29 Prozent), Microsoft Edge erreicht ein knapp zweistelliges Ergebnis (11,89 Prozent), dahinter folgen Apples Safari (8,92 Prozent) und Firefox (7,61 Prozent).Wie genau die Zahlen sind, ist dabei im Grunde sekundär, denn klar ist vor allem eines, nämlich, dass Firefox Mühe hat, den Anschluss zu behalten. Das weiß man natürlich auch bei Mozilla und hat aus diesem Anlass nun einen Blogbeitrag veröffentlicht, der sich dem Thema widmet. Konkret beklagt die für Firefox verantwortliche Stiftung den sogenannten "Platform Tilt", also die "Plattform-Neigung".
Denn natürlich versucht jeder Browser-Anbieter, die Nutzer auf seine Seite zu ziehen. Bloß werde hier laut Mozilla in der Praxis nicht fair gekämpft: "Der richtige Weg, um Nutzer zu gewinnen, besteht darin, ein besseres Produkt zu entwickeln, aber Abkürzungen können unwiderstehlich sein - und es gibt eine lange Geschichte von Unternehmen, die ihre Kontrolle über Geräte und Betriebssysteme nutzen, um das Spielfeld zugunsten ihres eigenen Browsers zu verschieben."
Das äußere sich auf unterschiedliche Weise, so Mozilla. So wird es Nutzern erschwert, andere Browser herunterzuladen, Standard-Browsereinstellungen werden zurückgesetzt oder ignoriert, dazu kommen eingeschränkte Funktionalitäten und der Zwang zu einer bestimmten Engine.
Tracker für Probleme
Mozilla versucht bereits seit Jahren, auf diese Missstände und Tricks aufmerksam zu machen, bisher aber weitgehend erfolglos. Deshalb habe man sich entschlossen, alle Probleme in einem speziellen "Issue Tracker" zu erfassen und zu veröffentlichen. Dort will man dokumentieren, "wie Plattformen Firefox benachteiligen", aber auch, wie man mit den Anbietern dieser Plattformen zusammenarbeiten will, um diese Probleme zu lösen.Dieser Tracker soll nicht nur Firefox beinhalten bzw. zugutekommen, weshalb man auch Mitbewerber einlädt, dort aktiv zu sein. Mozilla abschließend: "Die Menschen haben ein Recht auf Wahlfreiheit, doch diese setzt voraus, dass es praktikable Alternativen gibt. Alternativen und Wettbewerb sind gut für alle, aber sie können nur gedeihen, wenn die Bedingungen fair sind."
Download Mozilla Firefox - Open Source-Webbrowser Siehe auch:
- YouTube mit Bremse? Firefox- & Edge-User müssen 5 Sekunden warten
- Firefox bekommt integrierte Erkennung gefälschter Produkt-Reviews
- Firefox kann jetzt die Erweiterungen des Chrome einfach übernehmen
- Mozilla nennt Termin für Firefox-Supportende unter Windows 7, 8, 8.1
- Mozilla stoppt nervige VPN-Eigenwerbung im Vollbild in Firefox
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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