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Tetris-Rekord: Moderatorin bedient Gaming-Klischees, erntet Shitstorm
Kürzlich hat ein 13-jähriger Junge für eine kleine Sensation gesorgt, denn er war der erste Mensch, der es geschafft hat, den NES-Klassiker Tetris durchzuspielen. Das Thema landete auch in den Mainstream-Medien und dort trat man auch umgehend ins Fettnäpfchen.
Doch die TV-Moderatorin Jayne Secker zeigte beim britischen Nachrichtensender Sky News, dass derartige Vorurteile nach wie vor tief sitzen. Denn die Station brachte einen kurzen Beitrag, in dem gezeigt wird, wie der 13-jährige Willis Gibson Tetris komplett durchspielt, und zwar, indem er den sogenannten "Kill Screen" erreichte. In diesem wird das Spiel im Wesentlichen zum Absturz gebracht, denn ein festgelegtes "Ende" hat Tetris als Endlosspiel eigentlich nicht.
Die 51-jährige TV-Journalistin ließ es sich dann nicht nehmen, den Beitrag über Gibson mit einem wohl launig gemeinten Kommentar abzumoderieren, griff dabei aber zur Empörung vieler Gamer ganz tief in die Klischeekiste: "Als Mutter würde ich einfach sagen: Weg vom Bildschirm, nach draußen, an die frische Luft. Tetris zu besiegen, ist kein Lebensziel."
Der Clip landete wenig überraschend umgehend auf Twitter und anderen sozialen Netzwerken und erntete viel Kritik von Spielern, aber auch von Vertretern der Industrie (via VGC). Bhavina Bharkhada vom britischen Branchenverband UKIE schrieb etwa: "Das Verrückte an der Art und Weise, wie darüber berichtet wird, ist, dass wir alle feiern würden, wenn es sich beispielsweise um einen Kinderschachchampion handeln würde - den würde man sogar in die Downing Street zum Schachspielen einladen."
Becky Frost, Community Programme Manager beim Spielentwickler Rare, war ebenfalls empört: "Tetris zu schlagen ist kein Lebensziel ... ja, für DICH, Sandra. Wie viele Weltrekorde hast DU mit 13 Jahren aufgestellt? Was für eine engstirnige, selbstgefällige und furchtbare Art, die Leistung dieses Kindes herabzusetzen. Als Mutter wäre ich verdammt stolz. Das erforderte Können und Entschlossenheit, großartige Arbeit!"
Siehe auch:
"Geh raus an die frische Luft"
Seit es Computer- und Videospiele gibt, kämpfen Gamer mit Vorurteilen von Menschen, die diese Art der Unterhaltung nicht ernst nehmen und sich dazu verächtlich äußern. Das hat sich in den letzten Jahren und sogar Jahrzehnten immerhin etwas gebessert, denn Gaming hat längst die Mitte der Gesellschaft erreicht.Doch die TV-Moderatorin Jayne Secker zeigte beim britischen Nachrichtensender Sky News, dass derartige Vorurteile nach wie vor tief sitzen. Denn die Station brachte einen kurzen Beitrag, in dem gezeigt wird, wie der 13-jährige Willis Gibson Tetris komplett durchspielt, und zwar, indem er den sogenannten "Kill Screen" erreichte. In diesem wird das Spiel im Wesentlichen zum Absturz gebracht, denn ein festgelegtes "Ende" hat Tetris als Endlosspiel eigentlich nicht.
Die 51-jährige TV-Journalistin ließ es sich dann nicht nehmen, den Beitrag über Gibson mit einem wohl launig gemeinten Kommentar abzumoderieren, griff dabei aber zur Empörung vieler Gamer ganz tief in die Klischeekiste: "Als Mutter würde ich einfach sagen: Weg vom Bildschirm, nach draußen, an die frische Luft. Tetris zu besiegen, ist kein Lebensziel."
Der Clip landete wenig überraschend umgehend auf Twitter und anderen sozialen Netzwerken und erntete viel Kritik von Spielern, aber auch von Vertretern der Industrie (via VGC). Bhavina Bharkhada vom britischen Branchenverband UKIE schrieb etwa: "Das Verrückte an der Art und Weise, wie darüber berichtet wird, ist, dass wir alle feiern würden, wenn es sich beispielsweise um einen Kinderschachchampion handeln würde - den würde man sogar in die Downing Street zum Schachspielen einladen."
Becky Frost, Community Programme Manager beim Spielentwickler Rare, war ebenfalls empört: "Tetris zu schlagen ist kein Lebensziel ... ja, für DICH, Sandra. Wie viele Weltrekorde hast DU mit 13 Jahren aufgestellt? Was für eine engstirnige, selbstgefällige und furchtbare Art, die Leistung dieses Kindes herabzusetzen. Als Mutter wäre ich verdammt stolz. Das erforderte Können und Entschlossenheit, großartige Arbeit!"
Mutter hat kein Problem
Einen fast identischen Tenor hatten auch viele andere Kommentare dazu. Und auch Karin Cox, die Mutter von Willis Gibson, hat kein Problem mit der Leistung und dem Hobby ihres Sohnes. "Ich bin damit einverstanden", sagte die 39-jährige Lehrerin gegenüber der New York Times. "Er macht auch noch andere Dinge als Tetris zu spielen, also war es wirklich nicht so schwierig, OK zu sagen."
Zusammenfassung
- 13-jähriger Willis Gibson spielt Tetris durch
- TV-Moderatorin Jayne Secker löst mit Kommentar Empörung aus
- Gamer und Industrie kritisieren Seckers Klischeedenken
- UKIE-Vertreterin vergleicht Reaktion auf Schachchampion
- Rare-Mitarbeiterin Becky Frost verteidigt Willis' Leistung
- Willis' Mutter Karin Cox unterstützt sein Gaming-Hobby
- Bericht über Tetris-Erfolg erzeugt Diskussion über Vorurteile
Siehe auch:
- Originales NES-Tetris erstmals "durchgespielt" - von einem 13-Jährigen
- Microsoft-Manager spielt Tetris im Task-Manager einer 'Mega-VM'
- Tetris für Android: Neuer Lizenznehmer bringt beliebtes Spiel zurück
- Tetris Royale: Neues Mobile-Game für Android und iOS angekündigt
- Minecraft stößt Tetris vom Thron: meistverkauftes Spiel aller Zeiten
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