Google schlägt die bisherigen Gold-Modelle der Wettervorhersage

Google ist offenbar in der Lage, die bisher besten Modelle für die Wettervorhersage deutlich zu übertreffen. Über einen längeren Zeitraum hinweg zeigte sich, dass vor allem die Vorwarnzeit für lebensgefährliche Extremereignisse massiv vergrößert wird.
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Fast immer besser

Seit einiger Zeit analysiert Google mit GraphCast die zahlreichen Daten, die von Wetterstationen und Erdbeobachtungs-Satelliten geliefert werden. Das Tool beruht auf der KI-Technologie DeepMind, mit der das Unternehmen auch schon in verschiedenen anderen Bereichen Erfolge feiern konnte.

Laut einer heute in der Fachzeitschrift Science veröffentlichten Studie (via Technology Review) konnte das GraphCast-Modell die Wetterbedingungen bis zu zehn Tage im Voraus vorhersagen, und zwar genauer und viel schneller als der derzeitige Goldstandard. GraphCast übertraf das Modell des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersage (ECMWF) in mehr als 90 Prozent der über 1300 Testgebiete.

Und bei den Vorhersagen für die Troposphäre der Erde - den untersten Teil der Atmosphäre, in der das meiste Wettergeschehen stattfindet - übertraf GraphCast das Modell des ECMWF bei mehr als 99 Prozent der Wettervariablen wie Regen und Lufttemperatur. Dies macht die Überlegenheit aber nur zum Teil aus.

Frühere Hurrikan-Warnungen

Von entscheidender Bedeutung ist, dass GraphCast die Meteorologen viel früher als die derzeitigen Standardmodelle mit genauen Informationen über extremen Temperaturen und die Zugbahnen von Wirbelstürmen versorgen kann. Im September sagte GraphCast neun Tage im Voraus genau voraus, dass der Hurrikan Lee in Neuschottland auf Land treffen würde, erklärte Remi Lam, wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Google DeepMind.

Herkömmliche Wettervorhersagemodelle schafften dies nur sechs Tage im Voraus. Die zusätzliche Zeitspanne kann entscheidend sein, um Menschen planmäßiger zu evakuieren und auch materielle Güter besser abzusichern.

"Die Wettervorhersage ist eines der schwierigsten Probleme, mit denen sich die Menschheit seit langer, langer Zeit beschäftigt. Und wenn man sich anschaut, was in den letzten Jahren mit dem Klimawandel passiert ist, dann ist das ein unglaublich wichtiges Problem", sagt Pushmeet Kohli, der Vizepräsident für Forschung bei Google DeepMind. Denn mit dem Fortschreiten der Klimakrise wird die Häufigkeit und Stärke von Extremwetter-Ereignissen zunehmen und der Bedarf einer ordentlichen Vorhersage wächst entsprechend stark.

Zusammenfassung
  • Google verbessert Wettervorhersagen stark
  • GraphCast nutzt KI DeepMind für Analysen
  • Genauere Vorhersagen bis zu 10 Tage im Voraus
  • Übertrifft ECMWF-Modell in 90% der Tests
  • Frühwarnung für Extremwetter deutlich besser
  • Hurrikan Lee 9 Tage vorher korrekt vorhergesagt
  • Wichtig für Klimakrisenmanagement

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