Neue Canon-Maschinen könnten Chip-Embargo gegen China unterlaufen
Der japanische Konzern Canon schickt sich an, das Monopol der niederländischen ASML bei den aktuell modernsten Lithographiemaschinen für die Chipherstellung zu brechen. Die geringeren Preise könnten dabei für die China-Sanktionen der USA zum Problem werden.
Nun tritt allerdings Canon mit seiner neuen Nanoimprint-Technologie auf den Plan. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, sollen die darauf basierenden Anlagen deutlich billiger als die ASML-Maschinen sein und trotzdem die Produktion von High End-Architekturen ermöglichen. Das würde auch kleineren Halbleiter-Firmen einen Weg eröffnen, ganz oben mitzuspielen.
"Der Preis wird spürbar unter dem der EUV-Technologie von ASML liegen", sagte Canon-Chef Fujio Mitarai. Das würde den Halbleitermarkt sicherlich ordentlich aufmischen. Natürlich bleibt aber erst einmal abzuwarten, wie sich die Markteinführung der Maschinen real gestaltet und was sie zu leisten in der Lage sind. Aktuell wird beispielsweise noch von einer hohen Ausschussrate berichtet.
Die japanischen Exportbeschränkungen benennen die Nanoimprint-Lithografie nicht ausdrücklich. Allerdings könnte Canon trotzdem keine Anlagen nach China verkaufen. "Soweit ich weiß, ist der Export von allem, was über die 14-Nanometer-Technologie hinausgeht, verboten, also glaube ich nicht, dass wir verkaufen können", so Mitarai. Allerdings kann man hier damit rechnen, dass Halbleiter-Unternehmen aus Ländern neue Fabriken mit Canon-Technik bauen, die dann kein Problem damit haben, Aufträge aus China anzunehmen und moderne Chips zu exportieren.
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Mehr High End für alle
Bisher ist ASML der einzige Hersteller, der Lithographiemaschinen anbieten kann, mit denen sich die am weitesten entwickelten Chips produzieren lassen. Und diese sind ziemlich teuer, sodass sich im Grunde nur Intel, TSMC und Samsung die modernsten Anlagen leisten können. Das hat auch gleich noch den Effekt, dass das US-Technologieembargo gegen China relativ leicht umzusetzen ist.Nun tritt allerdings Canon mit seiner neuen Nanoimprint-Technologie auf den Plan. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, sollen die darauf basierenden Anlagen deutlich billiger als die ASML-Maschinen sein und trotzdem die Produktion von High End-Architekturen ermöglichen. Das würde auch kleineren Halbleiter-Firmen einen Weg eröffnen, ganz oben mitzuspielen.
"Der Preis wird spürbar unter dem der EUV-Technologie von ASML liegen", sagte Canon-Chef Fujio Mitarai. Das würde den Halbleitermarkt sicherlich ordentlich aufmischen. Natürlich bleibt aber erst einmal abzuwarten, wie sich die Markteinführung der Maschinen real gestaltet und was sie zu leisten in der Lage sind. Aktuell wird beispielsweise noch von einer hohen Ausschussrate berichtet.
Spannend für China
Insbesondere in China dürfte man mit großem Interesse auf die Entwicklung schauen - denn aktuell ist das Land von den fortgeschrittensten Chiptechnologien abgeschnitten. ASML liefert nicht nach China und auch die großen Betreiber von Chipfabriken, in denen die EUV-Technik zum Einsatz kommt, nehmen keine High-End-Aufträge aus dem Land an.Die japanischen Exportbeschränkungen benennen die Nanoimprint-Lithografie nicht ausdrücklich. Allerdings könnte Canon trotzdem keine Anlagen nach China verkaufen. "Soweit ich weiß, ist der Export von allem, was über die 14-Nanometer-Technologie hinausgeht, verboten, also glaube ich nicht, dass wir verkaufen können", so Mitarai. Allerdings kann man hier damit rechnen, dass Halbleiter-Unternehmen aus Ländern neue Fabriken mit Canon-Technik bauen, die dann kein Problem damit haben, Aufträge aus China anzunehmen und moderne Chips zu exportieren.
Zusammenfassung
- Canon plant, ASMLs Monopol bei Lithographiemaschinen zu brechen
- Canons Nanoimprint-Technologie ermöglicht günstigere Chipproduktion
- Nur wenige Unternehmen können sich aktuell ASML-Maschinen leisten
- Canons Technologie könnte kleineren Firmen Zugang ermöglichen
- Exportbeschränkungen könnten Canons Verkauf an China verhindern
- China ist aktuell von fortschrittlichen Chips abgeschnitten
- Andere Länder könnten Fabriken für China-Aufträge bauen.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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