US-Regierung weitet Verbot von Chip-Exporten nach China massiv aus
Die US-Regierung greift in Sachen "Chips für China" durch. Neue Regeln sollen verhindern, dass Hersteller wie Nvidia ihre KI-Chips an chinesische Abnehmer verkaufen. Die Börse reagierte bereits allergisch und ließ Chip-Aktien abstürzen.
Die neuen Exportbeschränkungen betreffen ein noch breiteres Feld an Produkten und sanktionieren außerdem zusätzliche Länder wie Russland und Iran. Außerdem werden weitere chinesische Firmen mit einem Embargo belegt, darunter die Chipentwickler Moore Threads und Biren. Laut dem US Department of Commerce sollen die neuen Vorgaben innerhalb von 30 Tagen in Kraft treten und mindestens ein Mal im Jahr aktualisiert werden.
Die neuen Regelungen beschränken außerdem den Verkauf von Deep-Ultraviolet-Lithografie-Systemen (DUV) an chinesischen Abnehmer. Bis zuletzt konnten derartige Anlagen noch nach China geliefert werden, weil sie nicht so modern sind, wie die für aktuell fortschrittlichste Chips verwendeten Anlagen für Extreme-Ultraviolet-Lithografie (EUV).
Nvidia ist mit seinen höchst gefragten KI-Chips besonders von den neuen Exportbeschränkungen der US-Regierung betroffen. Zwar hatte man als Reaktion auf die seit dem letzten Jahr bestehenden Regelungen für den Export von KI-Chips nach China bereits begonnen, speziell angepasste Varianten mit reduzierten Funktionen für die Kommunikation zwischen den einzelnen Chips in großen Servern anzubieten, doch auch deren Verkauf wird jetzt stärker reguliert.
Die US-Behörden sehen nun vor, dass ein Chip einer bestimmten Größe nur eine begrenzte maximale Leistung bieten darf. Dadurch will man die Entwicklung von sogenannten Chiplet-Lösungen unterbinden, mit denen mehrere "Bündel" aus Recheneinheiten in einem Chip zu einem leistungsfähigeren Paket zusammengefügt werden können. Diese Option wird als eine Art Schlupfloch gesehen, mit dem es trotz der zuvor existierenden Einschränkungen möglich gewesen wäre, die Chips zu leistungsstärkeren Paketen zu bündeln.
Nvidia geht davon aus, dass die neuen Regelungen kaum Auswirkungen auf das Geschäft des Unternehmens haben dürften. Dennoch gaben die Aktienkurse von Nvidia, Intel, AMD und anderen großen amerikanischen Chipherstellern nach der Vorstellung der neuen Exportbeschränkungen teilweise deutlich nach. Vom Verband der US-Chipindustrie kam deutliche Kritik, laut der sich die Regierung zu stark in den Markt einmischt, während kaum eine Verbesserung der "Nationalen Sicherheit" durch die neuen Maßnahmen zu erwarten sein soll.
Siehe auch:
Neues Regelpaket geht noch viel weiter
Die US-Regierung unter Präsident Biden hat gestern neue, drastischere Regelungen für den Verkauf von Chips für Systeme aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz vorgestellt, die Teil einer ganzen Reihe von Maßnahmen sind, mit denen man China den Zugriff auf fortgeschrittene Technologien erschweren will. Die USA fürchten angeblich vor allem, dass die hochmodernen Halbleiterprodukte für die Stärkung der militärischen Schlagkraft Chinas verwendet werden könnten.Die neuen Exportbeschränkungen betreffen ein noch breiteres Feld an Produkten und sanktionieren außerdem zusätzliche Länder wie Russland und Iran. Außerdem werden weitere chinesische Firmen mit einem Embargo belegt, darunter die Chipentwickler Moore Threads und Biren. Laut dem US Department of Commerce sollen die neuen Vorgaben innerhalb von 30 Tagen in Kraft treten und mindestens ein Mal im Jahr aktualisiert werden.
Schlupflöcher werden geschlossen - Chiplets im Visier
Die USA wollen mit den neuen Maßnahmen unter anderem auch Lücken in den bisher bereits bestehenden Regelungen schließen, dank der es ausländischen Niederlassungen von chinesischen Firmen weiterhin möglich war, US-Chips einzukaufen und dann an das jeweilige Hauptquartier in China weiterzureichen.Die neuen Regelungen beschränken außerdem den Verkauf von Deep-Ultraviolet-Lithografie-Systemen (DUV) an chinesischen Abnehmer. Bis zuletzt konnten derartige Anlagen noch nach China geliefert werden, weil sie nicht so modern sind, wie die für aktuell fortschrittlichste Chips verwendeten Anlagen für Extreme-Ultraviolet-Lithografie (EUV).
Nvidia ist mit seinen höchst gefragten KI-Chips besonders von den neuen Exportbeschränkungen der US-Regierung betroffen. Zwar hatte man als Reaktion auf die seit dem letzten Jahr bestehenden Regelungen für den Export von KI-Chips nach China bereits begonnen, speziell angepasste Varianten mit reduzierten Funktionen für die Kommunikation zwischen den einzelnen Chips in großen Servern anzubieten, doch auch deren Verkauf wird jetzt stärker reguliert.
Die US-Behörden sehen nun vor, dass ein Chip einer bestimmten Größe nur eine begrenzte maximale Leistung bieten darf. Dadurch will man die Entwicklung von sogenannten Chiplet-Lösungen unterbinden, mit denen mehrere "Bündel" aus Recheneinheiten in einem Chip zu einem leistungsfähigeren Paket zusammengefügt werden können. Diese Option wird als eine Art Schlupfloch gesehen, mit dem es trotz der zuvor existierenden Einschränkungen möglich gewesen wäre, die Chips zu leistungsstärkeren Paketen zu bündeln.
Nvidia geht davon aus, dass die neuen Regelungen kaum Auswirkungen auf das Geschäft des Unternehmens haben dürften. Dennoch gaben die Aktienkurse von Nvidia, Intel, AMD und anderen großen amerikanischen Chipherstellern nach der Vorstellung der neuen Exportbeschränkungen teilweise deutlich nach. Vom Verband der US-Chipindustrie kam deutliche Kritik, laut der sich die Regierung zu stark in den Markt einmischt, während kaum eine Verbesserung der "Nationalen Sicherheit" durch die neuen Maßnahmen zu erwarten sein soll.
Zusammenfassung
- US-Regierung verschärft Regeln für Chip-Verkauf an China
- Ziel: Zugriff auf fortgeschrittene Technologien erschweren
- Neue Exportbeschränkungen betreffen auch Russland und Iran
- Regelungen sollen Lücken in bestehenden Vorschriften schließen
- Verkauf von Deep-Ultraviolet-Lithografie-Systemen eingeschränkt
- Nvidia besonders betroffen, Aktienkurse fallen
- Kritik: Regierung mischt sich zu stark in den Markt ein
Siehe auch:
- US-Regierung will China den Zugriff auf KI-Chips gänzlich abschneiden
- USA vs. China: RISC-V gerät im Technologiekrieg zwischen die Fronten
- Billig-SSD aus China im Test: Geringe Erwartungen klar unterboten
- China: USA sollen Huawei seit 2009 hacken, Hintertüren in US-Produkten
- Microsoft: China desinformiert mit KI-Fake-Fotos und Russen-Taktik
Thema:
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