US-Regierung will China den Zugriff auf KI-Chips gänzlich abschneiden
Der Technologiekrieg zwischen den USA und China geht in die nächste Runde. Jetzt sucht die US-Regierung neue Wege, um chinesischen Firmen endgültig den Zugriff auf höchst leistungsfähige Chips für Systeme aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz abzuschneiden.
So ist es für chinesische Firmen nach wie vor möglich, Chips über ausländische Tochterfirmen zu kaufen und diese dann nach China einzuführen. Zwar ist es US-Firmen wie Nvidia und AMD seit einiger Zeit untersagt, ihre KI-Produkte ohne ausdrückliche Erlaubnis der US-Behörden an Abnehmer in China zu verkaufen, doch gilt dies nur für Firmen, die ihren Sitz auch in China selbst haben.
Wenn man also den Umweg über eine ausländische Niederlassung nimmt, ist der Einkauf von westlichen Chips für die chinesischen Firmen nach wie vor möglich. Außerdem können chinesische Firmen und Personen nach wie vor Kapazitäten bei großen Anbietern wie Amazon Web Services oder Microsoft Azure mieten, um auf diesen KI-Workloads laufen zu lassen. Auch diese Möglichkeit will die Regierung unter US-Präsident Biden nun unterbinden.
Wie genau man den Zugriff auf die KI-Chips und KI-Server durch chinesische Firmen aber konkret verhindern will, ist bisher noch offen. Die neuen Regelungen, welche noch in diesem Monat vorgestellt werden dürften, sollen künftig für sämtliche Anbieter von KI-Chips im weltweiten Markt gelten. Inwiefern die USA ihre Vorgaben dann durchsetzen können, ist weiterhin fraglich.
Die Vereinigten Staaten wollen mit ihren Exportbeschränkungen vor allem verhindern, dass in China größere Kapazitäten für KI-Systeme aufgebaut werden. Wie immer beruft man sich dabei auf Interessen der "Nationalen Sicherheit", weil man die Verwendung der Künstlichen Intelligenz für militärische und strategische Zwecke fürchtet.
Siehe auch:
- USA planen weitere Beschränkungen für chinesische Firmen im KI-Bereich
- Ziel: Verhinderung des Zugriffs auf leistungsfähige KI-Chips
- Aktuell können chinesische Firmen über Umwege KI-Chips erwerben
- US-Regierung will auch Miete von KI-Kapazitäten bei Anbietern wie Amazon verhindern
- Konkrete Umsetzung der neuen Regelungen noch unklar
- Regelungen sollen für alle KI-Chip-Anbieter weltweit gelten
- USA befürchtet Nutzung der KI für militärische Zwecke in China
Exportkontrolle kann noch immer umgangen werden
Laut einem Bericht der US-Nachrichtenagentur Reuters, die sich dabei auf mehrere Quellen aus dem Umfeld der US-Regierung stützt, will man jetzt einen Weg finden, um zu verhindern, dass chinesische Firmen KI-Chips von ausländischen Herstellern auf Umwegen beschaffen können. Aktuell besteht in dieser Hinsicht noch immer ein großes Schlupfloch.So ist es für chinesische Firmen nach wie vor möglich, Chips über ausländische Tochterfirmen zu kaufen und diese dann nach China einzuführen. Zwar ist es US-Firmen wie Nvidia und AMD seit einiger Zeit untersagt, ihre KI-Produkte ohne ausdrückliche Erlaubnis der US-Behörden an Abnehmer in China zu verkaufen, doch gilt dies nur für Firmen, die ihren Sitz auch in China selbst haben.
Wenn man also den Umweg über eine ausländische Niederlassung nimmt, ist der Einkauf von westlichen Chips für die chinesischen Firmen nach wie vor möglich. Außerdem können chinesische Firmen und Personen nach wie vor Kapazitäten bei großen Anbietern wie Amazon Web Services oder Microsoft Azure mieten, um auf diesen KI-Workloads laufen zu lassen. Auch diese Möglichkeit will die Regierung unter US-Präsident Biden nun unterbinden.
Wie genau man den Zugriff auf die KI-Chips und KI-Server durch chinesische Firmen aber konkret verhindern will, ist bisher noch offen. Die neuen Regelungen, welche noch in diesem Monat vorgestellt werden dürften, sollen künftig für sämtliche Anbieter von KI-Chips im weltweiten Markt gelten. Inwiefern die USA ihre Vorgaben dann durchsetzen können, ist weiterhin fraglich.
Die Vereinigten Staaten wollen mit ihren Exportbeschränkungen vor allem verhindern, dass in China größere Kapazitäten für KI-Systeme aufgebaut werden. Wie immer beruft man sich dabei auf Interessen der "Nationalen Sicherheit", weil man die Verwendung der Künstlichen Intelligenz für militärische und strategische Zwecke fürchtet.
Siehe auch:
- Kreativität trifft auf KI: Adobe Firefly im Fokus der Max Konferenz
- Github Copilot: Microsoft verbrennt Unmengen Geld mit KI-Feature
- Microsoft arbeitet an KI-Prozessor: Vorstellung zur Ignite erwartet
- Microsofts KI-Tools liefern Vorlagen für rassistische 4chan-Kampagne
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Roland QuandtRedakteur für Smartphones & Leaks
Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.
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