Volkswagen setzt auf drastische Sparmaßnahmen mit Einstellungsstopp

Volkswagen-Konzernchef Oliver Blume treibt die nötigen Umbau­maß­nah­men des Unternehmens weiter voran - jetzt, indem es laut Medien­berichten einen Einstellungsstopp gibt. Das wird nun als drastische Maß­nahme gewertet und soll vor allem Kosten senken.
  • VW-Konzernchef Oliver Blume verhängt Einstellungsstopp zur Kostensenkung
  • Entscheidung steht kurz vor Abstimmung in Wolfsburg
  • Maßnahme soll Transformation des Konzerns unterstützen
  • VW bestätigt temporäre Begrenzung externer Einstellungen
  • Sechs Standorte betroffen, sächsische Standorte und Osnabrück ausgenommen
  • Gerüchte über Stellenabbau bereits im September
  • Schwache Nachfrage nach VW-Elektroautos als möglicher Auslöser.

Abstimmung zum Einstellungsstopp

Das meldet das Online-Magazin Business Insider aus gut informierten Kreisen. Demnach stehe man in Wolfsburg kurz vor der Abstimmung zum Einstellungsstopp für den VW-Konzern.

Laut Business Insider stammen die Informationen direkt aus den Führungskreisen von Volkswagen, Quellen wurden nicht namentlich genannt. Es heißt dazu aber auch, Oliver Blume habe sich diese Entscheidung nicht leicht gemacht, will nun aber die Transformation des Konzerns vorübergehend auch mit einer geänderten Beschäftigungspolitik anstoßen.


Volkswagen bestätigte bereits den Kern des Berichts: "Aufgrund der laufenden Effizienzprogramme in der Volkswagen AG werden externe Einstellungen temporär begrenzt und keine externen Stellen ausgeschrieben", hieß es von einer Konzernsprecherin.

Die Maßnahme sei demnach temporär und umfasse aktuell die sechs Standorte der Volkswagen AG Wolfsburg, Hannover, Braunschweig, Salzgitter, Emden und Kassel. Die sächsischen Standorte und der Standort Osnabrück fielen nicht darunter. Schon im September waren Gerüchte über Stellenkürzungen bei Volkswagen gestreut worden.

Damals hieß es, aufgrund der schwachen Nachfrage nach VW-Elektroautos drohe ein massiver Stellenabbau im Zwickauer Werk. Zudem hatte VW schon vor einigen Wochen durchsickern lassen, dass man bei der Neuausrichtung des Konzerns nicht um einen Jobabbau herumkommen werde.

Man setzt aber darauf, dass durch den "demografischen Wandel" mehr Mitarbeiter den Konzern verlassen werden, als es Neueinstellungen geben wird.

Siehe auch:
Nadine Juliana Dressler

Redakteurin für Windows & Netzwerke

Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.

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