Billig-SSD aus China im Test:
Geringe Erwartungen klar unterboten

SSDs sind zwar inzwischen für relativ geringe Preise zu bekommen, doch sind einige Angebote offensichtlich purer Betrug. Um das allerdings belegen zu können, hat der YouTube-Kanal Storage Review einen 3-Dollar-Speicher von AliExpress getestet.
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Nicht mal geschenkt lohnenswert

Immerhin könnte man hier annehmen, dass man zwar vielleicht keine besonders leistungsfähige und verlässliche SSD erhält, für einige einfache Einsatzbereiche wäre aber auch ein solches Billigprodukt vielleicht annehmbar. Allerdings zeigt sich in der Testumgebung klar, dass man dem System auf keinen Fall Daten anvertrauen sollte, auch wenn man nur wenig Geld hat.

Die SSD soll von einer Marke namens Goldenfir stammen. Es dürfte sich allerdings schlicht um eines der zahlreichen No-Name-Produkte handeln, die in großen Mengen aus chinesischen Fabriken herausfallen und anschließend mit einem möglichst vertrauenerweckenden Aufkleber versehen werden, um es zumindest für ein wenig Geld verkaufen zu können.

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Die gute Nachricht ist dabei, dass der Hersteller tatsächlich einen SSD-Controller für sein NAND-Laufwerk verwendet. Bei dem Controller handelt es sich um einen Yeestor YS9083XT, den das chinesische Unternehmen als SATA-3.2-Controller bereits 2019 angekündigt hat. Und basierend auf den Screenshots, die von der Website geteilt wurden, hat er auch die beworbene Kapazität.

Das hilft letztlich aber nur wenig. Im Test legte der Speicher eine wirklich unwürdige Leistung an den Tag. Sicher: Es ist etwas gemein, den 3-Dollar-Speicher gegen eine Kingstons DC600M, das als Einsteigerprodukt für Business-Kunden dient, antreten zu lassen. Allerdings zeigt sich hier die schlechte Qualität deutlich.

Lieber USB-Sticks nehmen

Teils war das Kingston-Laufwerk mit seiner Benchmark-Aufgabe bereits fertig, als die Billig-SSD nicht einmal die Testumgebung richtig initialisiert hatte. Und das 3-Dollar-Laufwerk stieß beim 4K-Random-Read-Test bei etwa 15.500 IOPS an seine Grenzen, während das Kingston-Laufwerk etwa 80.000 IOPS erreichte. Die billige SSD beendete den Test schließlich mit 13.000 IOPS und 10.225 ms, verglichen mit den 78.000 IOPS und 1.630 ms der Kingston - ähnlich sah es bei den Schreibwerten aus.

Tests zu Trimming-Befehlen und Garbage Collection gestalteten sich auch schwierig. Denn das ganze Billig-Laufwerk arbeitete nur mit einer lahmen Geschwindigkeit von 5,2 Megabyte pro Sekunde. Laut den Testern sollte man daher auf keinen Fall diese Billig-SSD kaufen, sondern sich mit einem preiswerten USB-Stick behelfen - solche sind teilweise zu ähnlichen Preisen zu bekommen und bieten dann oft schon mehr Leistung.

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Zusammenfassung
  • SSDs sind nun relativ günstig, aber einige Angebote sind Betrug.
  • Storage Review testete eine 3-Dollar-SSD von AliExpress.
  • Die SSD von Goldenfir zeigte eine schlechte Leistung im Test.
  • Der SSD-Controller hatte immerhin die beworbene Kapazität.
  • Im Vergleichstest zeigte die Billig-SSD die Schwächen.
  • Die SSD arbeitet nur mit einer Geschwindigkeit von 5,2 MB/Sek.
  • Tester empfehlen, lieber einen USB-Stick zu kaufen, kann meist mehr.

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