Feststoffzelle: Neue Superbatterie kommt wahrscheinlich aus Bonn

Ein Startup aus Deutschland könnte die nächste Revolution im Batteriebereich einläuten. Erste Prototypen eines neuen Feststoffakkus kommen in Tests bereits auf eine sehr viel längere Lebensdauer als Lithium-Ionen-Zellen - und ein Ende ist nicht absehbar.
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Prototyp schon bei 12.500 Ladezyklen

Woraus die neue Batterie des Unternehmens High Performance Battery (HPB) aus Bonn genau zusammengesetzt ist, bleibt vorerst ein Geheimnis. Fakt ist aber, dass die Entwickler nach vielen Jahren der Forschung völliges Vertrauen in ihrer Arbeit haben: "Wir sind überzeugt, dass wir den grünen Schlüssel zur Energiewende in der Hand halten", sagte Firmenchef Sebastian Heinz gegenüber der Welt.

Das könnte natürlich reines Marketing eines Startups sein, das sich die nächste Finanzierung sichern will. Allerdings scheint dem nicht so zu sein, denn auch von unabhängiger Stelle gibt es Bestätigung. Er sei "total baff" gewesen, als er die Messdaten der inzwischen am längsten in den Tests befindlichen Batteriezelle gesehen habe, erklärte Professor Ingo Krossing von der Universität Freiburg.


12.500 Ladezyklen schaffte die erste Zelle bisher bereits ohne nennenswerten Leistungsverlust - ein Lithium-Ionen-Akku ist nach so vielen Be- und Entladungen bereits längst nicht mehr zu gebrauchen. Bei der Marktreife sind die Entwickler allerdings bis jetzt nicht ganz angekommen. Denn die Lebensdauer an sich reicht nicht aus, um konkurrenzfähig zu sein.

Planungen für Produktion laufen

So führte Krossing aus, dass die neue Batterie im Hinblick auf Energiedichte bislang nicht auf einem Stand sei, den man für einen Einsatz in Elektroautos benötigen würde. Die Beteiligten sind aber zuversichtlich, die dafür nötigen Fortschritte zeitnah auch noch hinzubekommen.

Und auch das ist nicht einfach eine Floskel. Das Vertrauen in die eigenen Fertigkeiten zur Weiterentwicklung sind immerhin groß genug, um bereits den Bau einer Pilot-Fertigungsanlage zu planen. Und auch über eine große Fabrik für die Serienproduktion gibt es schon Vorbereitungen - diese soll voraussichtlich in der Schweiz gebaut werden, dort würde ein Partner 450 Millionen Euro investieren wollen.

Zusammenfassung
  • Deutsches Startup HPB entwickelt Feststoffakku mit langer Lebensdauer
  • HPB-Batterie übersteht 12.500 Ladezyklen ohne nennenswerten Leistungsverlust
  • Zusammensetzung der Batterie bleibt geheim, HPB sieht sich als Schlüssel zur Energiewende
  • Positive Rückmeldung von unabhängiger Stelle, Prof. Krossing von Universität Freiburg
  • Trotz hoher Lebensdauer nicht marktreif, Energiedichte noch zu gering
  • HPB plant Bau einer Pilot-Fertigungsanlage und Serienproduktion in der Schweiz
  • 450 Millionen Euro Investition für Fabrikbau in der Schweiz geplant.

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