NASA-Auftrag ausgeschrieben:
Wer kann und will die ISS verschrotten?
Derzeit ist die International Space Station (ISS) noch ein Fixpunkt in der zivilen Raumfahrt, doch es steht längst fest, dass die Tage der internationalen Raumstation gezählt sind. Doch was passiert mit der ISS, wenn sie erst einmal aufgegeben wurde? Das will auch die NASA wissen.
Allerdings wird die ISS nicht einfach so aufgegeben und im Orbit belassen, sie wird fachmännisch entsorgt werden. Denn man kann die Raumstation auch nicht einfach so zum Absturz bringen, dafür ist diese schlichtweg zu groß. Das ist auch der Grund, warum die NASA nun eine Ausschreibung veröffentlicht hat, in der sie US-Unternehmen dazu auffordert, die ISS aus dem Orbit zu holen - man kann salopp auch von Verschrotten sprechen. Infografik: Die Raumstation ISS in Zahlen
Das geht natürlich nicht so einfach und wie The Register berichtet, soll es sich hierbei um ein "neues Raumfahrzeugdesign oder eine Modifikation eines bestehenden Raumfahrzeugs" handeln. Das Ganze hat allerdings einige oder besser gesagt viele Besonderheiten: So muss der außerirdische Abschleppdienst gleich beim ersten Flug funktionieren und über "ausreichende Redundanz und Fähigkeiten zur Wiederherstellung von Anomalien verfügt, um den kritischen Deorbit-Burn fortzusetzen".
Bisher wurden die Kosten für die Zerlegung der Module und damit die Entsorgung der ISS auf eine Milliarde Dollar geschätzt, mit privater Hilfe soll dieser Betrag signifikant reduziert werden, hofft die US-Weltraumbehörde.
Das genaue Wie des Deorbits ist bisher nicht vollständig klar. Derzeit ist geplant, die ISS auf 270 Kilometer Höhe zu bringen. Danach beginnt das eigentliche Manöver, wie die NASA erklärt: "Unterhalb von 270 km wird das Perigäum der ISS durch eine Kombination aus natürlichem Abstieg und/oder Antriebsmanövern auf etwa 150 km reduziert. Kurz darauf führt das Deorbit-Fahrzeug die letzte Wiedereintrittszündung durch, die zu einem kontrollierten Wiedereintritt der ISS in einen vordefinierten, unbewohnten Eintrittskorridor führt. Während der letzten Reihe von Deorbit-Ereignissen ist das Deorbit-Fahrzeug für die Delta-V- und Lageregelung der ISS verantwortlich."
Siehe auch:
2030 soll das Licht auf der ISS ausgehen
Die ISS ist das bisher größte und langlebigste, von Menschenhand geschaffene Objekt im Weltraum, doch sie hat ein Ablaufdatum. Bis 2030 soll sie aufgegeben werden und auch wenn dieses Jahr nicht streng in Stein gemeißelt ist, so werden NASA, Roskosmos und Co. die ISS irgendwann einmal endgültig verlassen.Allerdings wird die ISS nicht einfach so aufgegeben und im Orbit belassen, sie wird fachmännisch entsorgt werden. Denn man kann die Raumstation auch nicht einfach so zum Absturz bringen, dafür ist diese schlichtweg zu groß. Das ist auch der Grund, warum die NASA nun eine Ausschreibung veröffentlicht hat, in der sie US-Unternehmen dazu auffordert, die ISS aus dem Orbit zu holen - man kann salopp auch von Verschrotten sprechen. Infografik: Die Raumstation ISS in Zahlen
Das geht natürlich nicht so einfach und wie The Register berichtet, soll es sich hierbei um ein "neues Raumfahrzeugdesign oder eine Modifikation eines bestehenden Raumfahrzeugs" handeln. Das Ganze hat allerdings einige oder besser gesagt viele Besonderheiten: So muss der außerirdische Abschleppdienst gleich beim ersten Flug funktionieren und über "ausreichende Redundanz und Fähigkeiten zur Wiederherstellung von Anomalien verfügt, um den kritischen Deorbit-Burn fortzusetzen".
Bisher wurden die Kosten für die Zerlegung der Module und damit die Entsorgung der ISS auf eine Milliarde Dollar geschätzt, mit privater Hilfe soll dieser Betrag signifikant reduziert werden, hofft die US-Weltraumbehörde.
Das genaue Wie des Deorbits ist bisher nicht vollständig klar. Derzeit ist geplant, die ISS auf 270 Kilometer Höhe zu bringen. Danach beginnt das eigentliche Manöver, wie die NASA erklärt: "Unterhalb von 270 km wird das Perigäum der ISS durch eine Kombination aus natürlichem Abstieg und/oder Antriebsmanövern auf etwa 150 km reduziert. Kurz darauf führt das Deorbit-Fahrzeug die letzte Wiedereintrittszündung durch, die zu einem kontrollierten Wiedereintritt der ISS in einen vordefinierten, unbewohnten Eintrittskorridor führt. Während der letzten Reihe von Deorbit-Ereignissen ist das Deorbit-Fahrzeug für die Delta-V- und Lageregelung der ISS verantwortlich."
Zusammenfassung
- Die Internationale Raumstation (ISS) soll bis 2030 aufgegeben werden.
- NASA, Roskosmos und Co. werden die ISS endgültig verlassen.
- Die ISS wird nicht im Orbit belassen, sondern fachmännisch entsorgt.
- NASA hat Ausschreibung veröffentlicht, um die ISS aus dem Orbit zu holen.
- Kosten für Zerlegung und Entsorgung werden auf eine Mrd. geschätzt.
- Prozedere des Deorbits ist bislang ungeklärt, Pläne existieren aber.
Siehe auch:
- Vast: SpaceX soll erste private Raumstation schon 2025 ins All bringen
- Vast: Krypto-Milliardär plant Raumstation mit künstlicher Schwerkraft
- China nimmt den regulären Betrieb seiner Raumstation Tiangong auf
- Tom Cruise will Film auf der Internationalen Raumstation drehen
- Raumstation "Ross": Russland zeigt erstmals seinen ISS-Nachfolger
Thema:
Seben 1000-114 im Preisvergleich
Videos zum Thema ISS
- NASA-Video zeigt Blick auf den Starship-Start von der ISS
- Weltraum-Tourismus startet durch: So viel kostet eine Reise ins All
- Von der ISS gefilmt: Raketenstart aus einer völlig neuen Perspektive
- Astronaut so: Houston, warum steht auf der GoPro jetzt "Keine SD"?
- Zeitraffer bei Nacht: Atemberaubende Erde aus dem All
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