Microsofts verschollener Prototyp:
Ein Handheld für Xbox-Cloud-Gaming
Ein neuer Insider-Bericht behauptet, Microsoft habe in der Vergangenheit einen Prototyp für ein tragbares Xbox-Cloud-Gaming-Gerät entwickelt. Das ist gar nicht so unwahrscheinlich. Die Frage ist nur - wo bleibt das Gerät?
Nun hat sich das Online-Magazin The Verge mit dieser Frage beschäftigt und hat herausgefunden, das Microsoft auch schon die Idee verfolgte, ein ähnliches Gerät auf den Markt zu bringen.
"Quellen, die mit Microsofts Xbox-Plänen vertraut sind, sagen mir, dass das Unternehmen früher einen Prototyp für einen Cloud-fokussierten Xbox-Handheld entwickelte. Microsoft hat eine leichtgewichtige Version der Xbox-Benutzeroberfläche entwickelt, die auf Handheld-Geräten, speziellen Cloud-Konsolen und Fernsehern laufen kann. Während diese Oberfläche bereits auf einigen Samsung-Fernsehern zu sehen war, wurde die spezielle Xbox-Cloud-Konsole, die Microsoft für 2021 angekündigt hatte, abgesagt, da sich Microsoft stattdessen auf die TV-Streaming-App konzentrierte."
Informationen, wann ein Xbox-Handheld in der Entwicklung war oder wann das Unternehmen beschlossen hat, das Projekt zu beenden, gibt es nicht. Ähnliche Projekte hatte das Unternehmen dabei schon einmal vorgestellt, beziehungsweise sogar erst angekündigt und dann zurückgezogen.
Seitdem ist es still um einen Xbox-Handheld oder um ein Cloud-Streaming-Produkt. Im April waren zwar Microsoft Pläne für einen "Handheld Mode" für Gaming mit Windows 11 durchgesickert, aber auch daraus wurde bislang nichts.
Das also beides - sowohl eine angepasste Software, als auch eine Hardware-Lösung schon in Redmond in einem der Entwicklungslabors liegen - ist sehr wahrscheinlich. Dass Microsoft aber ein Xbox-Cloud-Device in absehbarer Zeit herausbringen könnte, ist dagegen eher unwahrscheinlich.
Ein Grund dafür ist, dass ausgerechnet die Cloud-Gaming-Dienste des Unternehmens für staatliche Regulierungsbehörden wie die britische Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde (Competition and Markets Authority, CMA) ein großes Problem darstellen. Die CMA hat Microsofts Pläne zur Übernahme von Activision Blizzard im April blockiert, weil sie überzeugt war, dass das Unternehmen die Spiele von Activision Blizzard nutzen könnte, um seine Cloud-Gaming-Bibliothek zu erweitern und Wettbewerber zu verdrängen.
Daher ist es aktuell eher denkbar, dass das Unternehmen anstelle eines von Microsoft entwickelten Handheld-Gaming-PCs weiterhin Drittanbieter wie Asus und Lenovo bei der Herstellung ihrer eigenen Geräte unterstützt.
Siehe auch:
Großes Interesse an Mobile-Cloud-Gaming
Ohne Frage verkaufen sich Geräte wie das Steam Deck von Valve oder das Asus Rog Ally gut und das Interesse an Sony geplanten PlayStation Portal ist schon jetzt riesengroß. Die Frage, wo Microsoft dabei mit einem eigenen Spiele-Handheld bleibt, ist daher berechtigt.Nun hat sich das Online-Magazin The Verge mit dieser Frage beschäftigt und hat herausgefunden, das Microsoft auch schon die Idee verfolgte, ein ähnliches Gerät auf den Markt zu bringen.
Details zum Xbox Cloud Gaming Handheld
Der Bericht behauptet, dass das Unternehmen in der Vergangenheit an einem Xbox-Handheld mit Cloud-Anbindung gearbeitet hat, sich aber dann entschied, die Idee nicht weiterzuverfolgen. The Verge berichtet unter Berufung auf ungenannte Quellen einige interessante Details zu diesem Xbox Cloud Gaming Handheld:"Quellen, die mit Microsofts Xbox-Plänen vertraut sind, sagen mir, dass das Unternehmen früher einen Prototyp für einen Cloud-fokussierten Xbox-Handheld entwickelte. Microsoft hat eine leichtgewichtige Version der Xbox-Benutzeroberfläche entwickelt, die auf Handheld-Geräten, speziellen Cloud-Konsolen und Fernsehern laufen kann. Während diese Oberfläche bereits auf einigen Samsung-Fernsehern zu sehen war, wurde die spezielle Xbox-Cloud-Konsole, die Microsoft für 2021 angekündigt hatte, abgesagt, da sich Microsoft stattdessen auf die TV-Streaming-App konzentrierte."
Informationen, wann ein Xbox-Handheld in der Entwicklung war oder wann das Unternehmen beschlossen hat, das Projekt zu beenden, gibt es nicht. Ähnliche Projekte hatte das Unternehmen dabei schon einmal vorgestellt, beziehungsweise sogar erst angekündigt und dann zurückgezogen.
Projekt Keystone
Im Jahr 2021 hatte Microsoft gezeigt, dass man an einem Streaming-Stick-ähnlichen Gerät arbeitet, das an einen Fernseher angeschlossen werden kann und Cloud-Gaming unterstützen sollte. 2022 sagte das Unternehmen jedoch, dass es sich von der damaligen Fassung des Produkts, das den internen Codenamen Keystone trug, wieder abwenden werde. Ein Grund waren die zu hohen Kosten.Seitdem ist es still um einen Xbox-Handheld oder um ein Cloud-Streaming-Produkt. Im April waren zwar Microsoft Pläne für einen "Handheld Mode" für Gaming mit Windows 11 durchgesickert, aber auch daraus wurde bislang nichts.
Das also beides - sowohl eine angepasste Software, als auch eine Hardware-Lösung schon in Redmond in einem der Entwicklungslabors liegen - ist sehr wahrscheinlich. Dass Microsoft aber ein Xbox-Cloud-Device in absehbarer Zeit herausbringen könnte, ist dagegen eher unwahrscheinlich.
Ein Grund dafür ist, dass ausgerechnet die Cloud-Gaming-Dienste des Unternehmens für staatliche Regulierungsbehörden wie die britische Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde (Competition and Markets Authority, CMA) ein großes Problem darstellen. Die CMA hat Microsofts Pläne zur Übernahme von Activision Blizzard im April blockiert, weil sie überzeugt war, dass das Unternehmen die Spiele von Activision Blizzard nutzen könnte, um seine Cloud-Gaming-Bibliothek zu erweitern und Wettbewerber zu verdrängen.
Daher ist es aktuell eher denkbar, dass das Unternehmen anstelle eines von Microsoft entwickelten Handheld-Gaming-PCs weiterhin Drittanbieter wie Asus und Lenovo bei der Herstellung ihrer eigenen Geräte unterstützt.
Zusammenfassung
- Microsoft hat einen Prototyp für ein tragbares Cloud-Gaming-Gerät entwickelt.
- Das Unternehmen entschied sich, die Idee nicht weiterzuverfolgen.
- Im Jahr 2021 zeigte Microsoft einen Streaming-Stick für Cloud-Gaming.
- Regulierungsbehörden wie die britische CMA stellen ein Hindernis dar.
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