Bestandsflotte in Gefahr: Automarken kappen Datenfluss nach Russland
Die deutschen Automobilhersteller belassen es nicht nur dabei, keine Geschäfte mehr in Russland zu machen. Sie kappen jetzt für die dortige Autobranche auch die Zugänge zu ihren Datendiensten. Dadurch lassen sich diverse Reparaturen nicht mehr durchführen.
Ganz konkret bedeutet dies beispielsweise, dass russische Händler und Werkstätten keine Ersatzschlüssel mehr anfertigen können - denn diese sind zwingend darauf angewiesen, mit den entsprechenden Codes ausgestattet zu werden, die es nur vom Hersteller gibt. "Zusätzlich zu den Problemen bei der Programmierung von Nachschlüsseln ist es auch unmöglich, Teile einzubauen, für die eine Programmierung erforderlich ist - Steuergeräte, Getriebe, Parktronik und so weiter", ergänzte ein nicht namentlich genannter Manager eines Audihändlers.
Für einige Fahrzeuge anderer Hersteller gibt es bereits alternative Software, mit der sich einiges retten lässt. Das ist bei den Luxusmarken aber nicht der Fall. Daher bleibt den Anbietern in Russland derzeit nichts anderes übrig, als ihren Kunden vom Kauf entsprechender Fahrzeuge abzuraten.
Ohne den Zugang zu den passenden Software-Angeboten wird es aber auch immer schwieriger, die Bestandsflotte am Laufen zu halten. Denn moderne Autos hängen stark von den digitalen Baugruppen ab. Auch verschiedene andere ausländische Hersteller haben ihre Datenverbindungen nach Russland bereits stillgelegt - zu diesen gehören verschiedene Anbieter aus Europa, Südkorea und Japan.
Siehe auch:
Kaum Reparaturen, keine Ersatzschlüssel
Insbesondere die wohlhabenderen Schichten in Russland werden die Blockade stärker zu spüren bekommen. Denn gekappt sind jetzt die Verbindungen zu den teureren Herstellern Mercedes-Benz, BMW und Audi. Wie die russische Zeitung Iswestija (via Heise) unter Berufung auf den Verband der Autohändler berichtet, gebe es somit keine Möglichkeit mehr, die Software der Fahrzeuge zu aktualisieren und auf verschiedene Onlineservices, die für Reparaturen und Dienstleistungen benötigt werden, zuzugreifen.Ganz konkret bedeutet dies beispielsweise, dass russische Händler und Werkstätten keine Ersatzschlüssel mehr anfertigen können - denn diese sind zwingend darauf angewiesen, mit den entsprechenden Codes ausgestattet zu werden, die es nur vom Hersteller gibt. "Zusätzlich zu den Problemen bei der Programmierung von Nachschlüsseln ist es auch unmöglich, Teile einzubauen, für die eine Programmierung erforderlich ist - Steuergeräte, Getriebe, Parktronik und so weiter", ergänzte ein nicht namentlich genannter Manager eines Audihändlers.
Für einige Fahrzeuge anderer Hersteller gibt es bereits alternative Software, mit der sich einiges retten lässt. Das ist bei den Luxusmarken aber nicht der Fall. Daher bleibt den Anbietern in Russland derzeit nichts anderes übrig, als ihren Kunden vom Kauf entsprechender Fahrzeuge abzuraten.
Auch andere Marken dabei
Fahrzeuge der drei deutschen Marken kann man in Russland zumindest gebraucht noch kaufen und auch die Wartung war bisher möglich. Dafür sorgten russische Unternehmen, die die bisherigen Niederlassungen nach dem Rückzug der deutschen Konzerne übernommen hatten. Diese verfügen oft noch über Ersatzteillager und fertigen einige Teile auch selbst.Ohne den Zugang zu den passenden Software-Angeboten wird es aber auch immer schwieriger, die Bestandsflotte am Laufen zu halten. Denn moderne Autos hängen stark von den digitalen Baugruppen ab. Auch verschiedene andere ausländische Hersteller haben ihre Datenverbindungen nach Russland bereits stillgelegt - zu diesen gehören verschiedene Anbieter aus Europa, Südkorea und Japan.
Zusammenfassung
- Deutsche Autohersteller stoppen Datendienste für Russland
- Betroffen sind teure Hersteller wie Mercedes-Benz, BMW und Audi
- Keine Möglichkeit Fahrzeugsoftware zu aktualisieren
- Russische Händler können keine Ersatzschlüssel mehr anfertigen
- Einbau von Teilen, die Programmierung erfordern, nicht mehr möglich
- Andere Hersteller haben Datenverbindungen ebenfalls schon stillgelegt
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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