Microsoft baut Activision-Deal um:
Ubisoft bekommt Streaming-Rechte
Microsoft zieht im Ringen um die Übernahme des Spielekonzerns Activision Blizzard alle Register und passt die Pläne aufgrund der Einwände der britischen Wettbewerbsbehörde an. Man räumt dabei Ubisoft umfangreiche Rechte zum Streaming von diversen Spieletiteln ein.
Ubisoft erhält nach Angaben von Microsofts Chef-Anwalt Brad Smith im Gegenzug das Recht, die Spiele von Activision Blizzard auch an Cloud-Gaming-Dienste von Drittanbietern zu vermarkten, die nicht auf Windows-Betriebssystemen verfügbar sind. Ubisoft wird die Spiele außerdem auch über seinen Ubisoft Plus Multi Access Dienst zur Verfügung stellen, der auf dem PC, der Xbox, Amazon Luna und auf der PlayStation über Ubisoft Plus Classics zur Verfügung steht.
Innerhalb der kommenden Wochen will die CMA die geänderten Pläne nun ausführlich untersuchen, um die Auswirkungen auf die Wettbewerbssituation einzuschätzen, wobei sich konkurrierende Drittfirmen erneut mit Einwänden zu Wort melden können. Es gehe darum, auch unter den geänderten Bedingungen sicherzustellen, dass der wachsende Cloud-Gaming-Markt von offenem und effektivem Wettbewerb profitiert, hieß es von der Behörde.
Aktuell wird eine Entscheidung der CMA bis zum 18. Oktober 2023 erwartet, wodurch sich der mögliche Abschluss der Übernahme von Activision Blizzard noch einmal deutlich nach hinten verschiebt. Microsoft hatte bereits früher versucht, die Bedenken internationaler Wettbewerbsbehörden mit dem Abschluss diverser Cloud-Gaming Lizenzvereinbarungen zu entkräften. Diese Bemühungen erhalten durch die grundlegende Umstrukturierung im Rahmen der Kooperation mit Ubisoft allerdings eine vollkommen neue Dimension.
Siehe auch:
Ubisoft darf alle Spiele per Streaming anbieten
Microsoft will Ubisoft über die nächsten 15 Jahre Cloud-Streaming-Rechte für alle aktuellen und kommenden PC- und Konsolen-Spiele von Activision Blizzard einräumen. Die Redmonder beschneiden damit ihre eigenen Rechte, wobei Ubisoft eine Einmalzahlung in noch unbekannter Höhe leisten wird. Außerdem wird eine Art Großhandels-Bezahlung vereinbart, die auf dem Umfang der Nutzung der Cloud-Streaming-Rechte durch Ubisoft basiert.Ubisoft erhält nach Angaben von Microsofts Chef-Anwalt Brad Smith im Gegenzug das Recht, die Spiele von Activision Blizzard auch an Cloud-Gaming-Dienste von Drittanbietern zu vermarkten, die nicht auf Windows-Betriebssystemen verfügbar sind. Ubisoft wird die Spiele außerdem auch über seinen Ubisoft Plus Multi Access Dienst zur Verfügung stellen, der auf dem PC, der Xbox, Amazon Luna und auf der PlayStation über Ubisoft Plus Classics zur Verfügung steht.
Microsoft will britische Blockade lösen
Microsoft hofft, dass man durch die Lizenzierung der Cloud-Streaming-Rechte für alle aktuellen und kommenden Spiele von Activision Blizzard bessere Voraussetzungen für die Übernahme schaffen kann. Hintergrund ist die Ablehnung des Deals durch die britische Competition and Markets Authority (CMA). Die CMA hatte dem Vorhaben in der ursprünglichen Form eine endgültige Absage erteilt und den Deal damit blockiert.Innerhalb der kommenden Wochen will die CMA die geänderten Pläne nun ausführlich untersuchen, um die Auswirkungen auf die Wettbewerbssituation einzuschätzen, wobei sich konkurrierende Drittfirmen erneut mit Einwänden zu Wort melden können. Es gehe darum, auch unter den geänderten Bedingungen sicherzustellen, dass der wachsende Cloud-Gaming-Markt von offenem und effektivem Wettbewerb profitiert, hieß es von der Behörde.
Aktuell wird eine Entscheidung der CMA bis zum 18. Oktober 2023 erwartet, wodurch sich der mögliche Abschluss der Übernahme von Activision Blizzard noch einmal deutlich nach hinten verschiebt. Microsoft hatte bereits früher versucht, die Bedenken internationaler Wettbewerbsbehörden mit dem Abschluss diverser Cloud-Gaming Lizenzvereinbarungen zu entkräften. Diese Bemühungen erhalten durch die grundlegende Umstrukturierung im Rahmen der Kooperation mit Ubisoft allerdings eine vollkommen neue Dimension.
Zusammenfassung
- Microsoft passt Übernahmepläne von Activision Blizzard an
- Ubisoft erhält umfangreiche Cloud-Streaming-Rechte von Microsoft
- Ubisoft kann Activision Blizzard Spiele auch an Dritte vermarkten
- Änderungen in Reaktion auf Einwände der britischen Wettbewerbsbehörde
- Überarbeitete Pläne werden von der CMA untersucht
- Entscheidung der CMA wird bis zum 18. Oktober 2023 erwartet
- Microsoft versucht Bedenken durch Lizenzvereinbarungen zu entkräften
Siehe auch:
- Microsoft eröffnet in Großbritannien letzte Runde zu Activision Blizzard
- Ubisoft-Chef: Microsoft-Übernahme von Activision ist "gute Nachricht"
- Nach Blamage: FTC lässt Klage gegen Microsoft und Activision fallen
- Microsoft verschiebt Frist für Abschluss der Activision-Übernahme
- Extrem hartnäckig: FTC geht weiter gegen Microsoft und Activision vor
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