Bitcoin erlebt Kurssturz, schuld soll SpaceX sein - bloß stimmt das nicht
Es hat sich mittlerweile herumgesprochen, dass Kryptowährungen überaus volatil sind und sehr nervös und kurzfristig auf Ereignisse am Markt reagieren. Nun hat es bei Bitcoin einen Kurssturz gegeben. Dafür wird u. a. SpaceX verantwortlich gemacht, doch das ist nicht der Grund.
Die Sache ist aber wie so oft komplizierter und kann nicht oder zumindest nicht ausschließlich auf SpaceX geschoben werden. Zwar haben SpaceX und vor allem Krypto-Fan Elon Musk sicherlich eine große Signalwirkung für die Szene, hauptverantwortlich waren aber eher andere Entwicklung der Weltwirtschaft, wie Bloomberg und Coindesk erläutern.
So geht der Negativtrend von Kryptowährungen derzeit Hand in Hand mit jenem von globalen Risikopapieren. Der angebliche Verkauf der Bitcoins von SpaceX, der auf einem Bericht des Wall Street Journals basiert, ist nämlich keiner. Laut Coindesk handelt es sich lediglich um eine Abschreibung: "Unter Buchhaltern ist das die Verringerung des Buchwerts eines Vermögenswerts, wenn sein Marktwert unter den Buchwert gefallen ist." Das ist eine gängige Praxis und hat vor allem steuerliche Hintergründe. Es ist derzeit auch nicht klar oder bestätigt, dass SpaceX Bitcoins verkauft hat.
Vielmehr waren laut professionellen Händlern die allgemeine Marktstruktur sowie Liquidationen ein wahrscheinlicher Grund für den plötzlichen Rückgang - und nicht ein einzelner Auslöser wie SpaceX. Wobei es eben nicht einmal bestätigt ist, dass das Weltraumunternehmen auch nur einen einzigen Bitcoin verkauft hat.
Siehe auch:
SpaceX hat wohl nichts verkauft
Gestern Abend bzw. vergangene Nacht hat der Kurs von Bitcoin signifikant nachgegeben und erreichte einen Wert von etwas mehr als 24.000 Euro. Das stellt einen signifikanten Verlust dar, auf die vergangenen fünf Tage gesehen sind das rund neun Prozent. Der Hauptverdächtige ist hier SpaceX, denn das Weltraumunternehmen von Elon Musk soll sich (angeblich) von seinen Bitcoin-Beständen getrennt haben und das sehen viele als den Hauptgrund für die Talfahrt der Währung.Die Sache ist aber wie so oft komplizierter und kann nicht oder zumindest nicht ausschließlich auf SpaceX geschoben werden. Zwar haben SpaceX und vor allem Krypto-Fan Elon Musk sicherlich eine große Signalwirkung für die Szene, hauptverantwortlich waren aber eher andere Entwicklung der Weltwirtschaft, wie Bloomberg und Coindesk erläutern.
So geht der Negativtrend von Kryptowährungen derzeit Hand in Hand mit jenem von globalen Risikopapieren. Der angebliche Verkauf der Bitcoins von SpaceX, der auf einem Bericht des Wall Street Journals basiert, ist nämlich keiner. Laut Coindesk handelt es sich lediglich um eine Abschreibung: "Unter Buchhaltern ist das die Verringerung des Buchwerts eines Vermögenswerts, wenn sein Marktwert unter den Buchwert gefallen ist." Das ist eine gängige Praxis und hat vor allem steuerliche Hintergründe. Es ist derzeit auch nicht klar oder bestätigt, dass SpaceX Bitcoins verkauft hat.
Vielmehr waren laut professionellen Händlern die allgemeine Marktstruktur sowie Liquidationen ein wahrscheinlicher Grund für den plötzlichen Rückgang - und nicht ein einzelner Auslöser wie SpaceX. Wobei es eben nicht einmal bestätigt ist, dass das Weltraumunternehmen auch nur einen einzigen Bitcoin verkauft hat.
Zusammenfassung
- Kryptowährungen, insbesondere Bitcoin, zeigen hohe Volatilität
- Bitcoin-Kurssturz auf rund 24.000 Euro, Verlust von 9 Prozent in 5 Tagen
- SpaceX wird als Auslöser wegen Bitcoin-Verkäufen vermutet
- Bericht über Verkauf von SpaceX basiert wohl auf Abschreibung, kein Verkauf
- Tatsächliche Ursachen sind komplexer
- Allgemeine Marktstruktur und Liquidationen wahrscheinlichere Gründe für Rückgang
Siehe auch:
- Ehepaar hat 70 Mio. $ in Bitcoin gestohlen, vier Mrd. Dollar gewaschen
- Blockscale: Intel gibt Bitcoin-Chips nach nur einer Generation wieder auf
- Experten: Bitcoin könnte dieses Jahr einen Kurs von 100.000$ erreichen
- Eissturm in Nordamerika lässt das Bitcoin-Mining massiv einbrechen
- Microsoft hat keinen Bock auf Bitcoin & Co: Mining auf Azure untersagt
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