Blockscale: Intel gibt Bitcoin-Chips nach nur einer Generation wieder auf
Gerade einmal ein Jahr ist es her, dass Intel seine Blockscale-Chips vorstellte. Jetzt teilte das Unternehmen mit, dass die Blockscale-1000-Serie der ersten Generation das Ende ihres Lebenszyklus erreicht hat - einen Nachfolger gibt es nicht.
Bei den Chips handelte es sich um sogenannte anwendungsspezifische integrierte Schaltungen (ASIC), die auf das Mining von Bitcoin spezialisiert waren. Wie viele von diesen Intel verkaufen konnte, teilte das Unternehmen nicht mit. Allerdings dürfte der Absatz vor allem in letzter Zeit schwierig geworden sein, denn aufgrund gesunkener Kryptowährungskurse und gestiegener Energiepreise lohnen sich Investitionen in den Bereich kaum noch.
Als einer der Gründe für die Einstellung der Blockscale-ASICs hat Intel gegenüber dem US-Magazin Toms Hardware die stärkere Fokussierung des Unternehmens auf seine IDM 2.0-Aktivitäten angeführt. Auf den ersten Blick verwundert diese Aussage etwas - denn unter IDM versteht man die Bestrebungen Intels, stärker als Auftragshersteller im Halbleiter-Markt aufzutreten, was erst einmal wenig mit speziellen Chips zu tun hat.
Der Konzern will dabei keineswegs ausschließen, dass es nicht eines Tages wieder spezielle Angebote für diesen Teil des Marktes machen werde. "Wir beobachten weiterhin die Marktchancen" hieß es. Diese sind allerdings eben auch aufgrund der Entwicklung des Kryptomarktes nicht gerade berauschend. Hinzu kommt, dass einer der großen Unterstützer der Bitcoin-ASICs, der damalige Grafikchip-Chef Raja Koduri, Intel inzwischen verlassen hat und die zuständige Abteilung auch nicht mehr in der ursprünglichen Form existiert.
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Als einer der Gründe für die Einstellung der Blockscale-ASICs hat Intel gegenüber dem US-Magazin Toms Hardware die stärkere Fokussierung des Unternehmens auf seine IDM 2.0-Aktivitäten angeführt. Auf den ersten Blick verwundert diese Aussage etwas - denn unter IDM versteht man die Bestrebungen Intels, stärker als Auftragshersteller im Halbleiter-Markt aufzutreten, was erst einmal wenig mit speziellen Chips zu tun hat.
Alles auf Foundry
Allerdings erfordert der Aufbau des Foundry-Geschäfts eine nahezu vollständige Konzentration der Ressourcen. Immerhin will Intel hier zu den großen Platzhirschen TSMC und Samsung Electronics aufschließen können. Im Zuge dessen verabschiedet man sich von allen möglichen Aktivitäten, die nicht profitabel genug sind und nichts mit den Kernaufgaben zu tun haben.Der Konzern will dabei keineswegs ausschließen, dass es nicht eines Tages wieder spezielle Angebote für diesen Teil des Marktes machen werde. "Wir beobachten weiterhin die Marktchancen" hieß es. Diese sind allerdings eben auch aufgrund der Entwicklung des Kryptomarktes nicht gerade berauschend. Hinzu kommt, dass einer der großen Unterstützer der Bitcoin-ASICs, der damalige Grafikchip-Chef Raja Koduri, Intel inzwischen verlassen hat und die zuständige Abteilung auch nicht mehr in der ursprünglichen Form existiert.
Zusammenfassung
- Intel beendet Lebenszyklus seiner Blockscale-1000-Serie.
- Chips spezialisiert auf Bitcoin-Mining, Absatz schwierig.
- Konzentration auf IDM 2.0-Aktivitäten als Grund für Einstellung.
- Weiterer Grund: schwierige Marktchancen durch Kryptomarkt.
- Raja Koduri verlässt Intel, Abteilung existiert nicht mehr.
- Intel beobachtet weiterhin Marktchancen.
- Kein Ausschluss, dass Intel zukünftig spezielle Angebote macht.
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